Überstundenabbau: Welche Rechte haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer?

 


Neben zerplatzten Luftballons fand sich auch ein benutztes Kondom das sie ehrerbietigst entsorgen durfte ;.

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Der daraufhin entstehende natürliche Stausee wurde binnen weniger tausend Jahre durch Geröll und Sand aufgefüllt, der von der Engelberger Aa und ihren Zuflüssen von den benachbarten Bergen herangeführt wurde. Heute erinnert nur noch der kleine, für die Elektrizitätserzeugung künstlich regulierte Eugenisee im unteren Ortsteil an den einstigen Gebirgssee.

Unterhalb davon stürzt der Bach ins Aa- Tobel , wo die steile Geländestufe bis heute heftiger Erosion und vereinzelten Erdrutschen unterliegt. Das nördlich des Haupttals abzweigende Horbistal mit dem Bärenbach endet jäh unterhalb einer steil abfallenden Felswand. Diese Stelle trägt den bildhaften Namen End der Welt. Wirtschaftlich war die Grundlage des Tales die Landwirtschaft, wobei Engelberg zum sogenannten Hirtenland der Zentralschweiz gehört, wo schon früh der Ackerbau wieder aufgegeben wurde und die gesamte Landwirtschaft auf der Viehwirtschaft und dem Export von Hartkäse, vorwiegend nach Norditalien, beruhte.

Deshalb war die landwirtschaftliche Tätigkeit stark durch die Jahreszeiten geprägt, mit Alpauf- und Alpabtrieb und zusätzlicher Mahd zur Gewinnung von Heu für den Winter. Die Engelberger nahmen im Sommer grosse Zahlen an Gastrindern auf, die aus Nidwalden und zum Teil noch darüber hinaus in das Tal zur Übersommerung auf den Alpen getrieben wurden. In den arbeitsärmeren Jahreszeiten betätigten sich viele Talbewohner als Säumer und transportierten den selbst produzierten Käse und andere Güter bis weit nach Italien und trieben gleichzeitig Handel mit italienischen Gütern in die Innerschweiz.

Die politische Herrschaft übte die um von Freiherr Konrad von Sellenbüren gegründete Benediktinerabtei Kloster Engelberg aufgrund einer königlichen Verleihung aus. So beschreiben es alle rechtshistorischen Werke zur Geschichte der Innerschweiz. Die Bewohner betrachteten ihre Situation ausweislich einer Auswertung der Talprotokolle wesentlich anders.

Nachdem die Talbewohner in der Schlacht bei Kappel mit den Waldstätten gegen Zwingli gekämpft hatten, sahen sie sich selbst als gleichberechtigt mit den Eidgenossen. Auch wenn die Landsgemeinde -Verfassung formal nur in den Waldstätten ausser Luzern galt, nahmen die Bewohner des Engelberger Tals die Rechte daraus auch für sich in Anspruch.

In der Praxis übten die Bürger die politische Herrschaft selbst, in Form verschiedener Gemeindeversammlungen aus. Die Äbte des Klosters waren klug genug, nie auf ihre königlichen Rechte zu pochen, sie hatten alleine durch die Vorherrschaft im Grundbesitz in allen Versammlungen zu Themen, die Grund und Boden direkt betrafen, eine so starke Stellung, dass eine Berufung auf die formale Herrschaft nicht erforderlich war.

Die höchste Versammlung war die Talgemeinde. Auf der Talgemeinde wurden die neun Gerichtsherren des Tales bestimmt, ihre Amtsdauer galt jeweils bis zur nächsten Gemeinde.

In schwierigen Fällen konnte die Talgemeinde auch einen Landrat einsetzen, diesem gehörten ausser den Gerichtsherren 18 weitere Talbürger an. Ausserdem bestimmte die Talgemeinde den Säckelmeister , der das Talkästli beaufsichtigte. In diesem waren alle Urkunden des Tales niedergelegt, so dass es sich hier um eine ausserordentliche Vertrauensposition aber ohne eigentliche politische Macht handelte.

Für verschiedene Aufgaben gab es Talgemeindeversammlungen, zu denen nur die jeweils betroffenen gerufen wurden.

Darunter fallen die Säumergemeinde aller am Saumhandel beteiligten und die Nachtwächtergemeinden der einzelnen Siedlungskerne. Zur Genossengemeinde wurde alljährlich am Thomastag , dem Hier nahmen nach Abschluss der Almsaison alle Eigentümer und Nutzer der vier Almgemeinschaften im Tal teil, rechneten das vergangene Jahr ab und legten die Grundsätze für die Bewirtschaftung des nächsten Jahres fest.

Das mittelalterliche Kloster wurde mehrfach von Bränden zerstört, zuletzt am August durch Feuerwerk von Studenten, doch ohne Unterbrechung bis heute weitergeführt. Bernardin Häcki, ein reicher freier Talbauer, hatte den Hof für Luzerner Gulden und gegen 2 Plappert jährlichen Bodenzins vom Kloster erworben.

Der Engel erscheint denn auch im Wappen des Ortes. Die Klostergemeinschaft bis als Doppelkloster Mönche wie Nonnen umfassend wurde zur Keimzelle eines geistlichen Miniaturstaates, welche sich im Jahrhundert unter die Schirmherrschaft der Eidgenossen stellte. Sie gründete eine Kloster-, Schreiber- und Malerschule, aus der sich die heutige Stiftsschule Engelberg entwickelte und dem Tal über die Grenzen der Schweiz hinaus Bekanntheit brachte.

Mit zunehmenden weltlichen Freiheitswünschen begann das Kloster ab dem Jahrhundert sukzessive gewisse Privilegien abzutreten. März verzichtete das Kloster auf die Herrschaftsrechte über das Engelberger Tal: Es nahm, wie Obwalden, die neue helvetische Verfassung an, die Rechtsgleichheit und Gewaltenteilung vorsah.

Nidwalden hingegen leistete Widerstand gegen die neue Staatsform. Der Kanton forderte von der Gemeinde Engelberg vergeblich, sich dem Widerstand anzuschliessen. Dieser wurde im September durch französische Truppen blutig niedergeschlagen. Einige Kantone, darunter Nidwalden, forderten die Rückkehr zu einer ständisch geprägten Verfassung. Die Talgemeinde Engelberg beschloss daraufhin die Trennung von Nidwalden und schloss sich im Juli in einer vorläufigen Vereinbarung dem Kanton Obwalden an.

Jahrhunderts setzte der Tourismus ein, der im Jahrhundert zum bestimmenden Wirtschaftsfaktor wurde. Es entstanden mehrere Hotelanlagen sowie ein Kursaal und ein Kurpark. Diese Öffnung nach aussen drängte auch den sozialen Einfluss des Klosters zurück.

In den er Jahren führte eine landwirtschaftliche Krise zur Auswanderung einiger Familien nach Oberösterreich. Für Schäden am Sondereigentum haftet der Sondereigentümer allein, und zwar selbst dann, wenn ein Schaden am Gemeinschaftseigentum vorliegt, dieser aber von keinem der übrigen Wohnungseigentümer verschuldet ist.

Negativbeschlüsse haben ind er Regel keine Sperrwirkung, insbesondere dann nicht, wenn die Möglichkeit einer erneuten Beschlussfassung über denselben Gegenstand nicht eingeschränkt wird.

Die Eigentümergemeinschaft ist nicht verpflichtet, ohne Vorlage von Rechnungen und Arbeitsnachweisen sowie Abnahmen höhere Geldbeträge quasi blanko an einen Sondereigentümer zu zahlen AG Hamburg-Blankensee, Urteil vom Wird das Schallschutzniveau nicht verletzt, werden durch den neuen Bodenbelag aber "besonders lästige" Geräusche erzeugt, kann nicht verlangt werden, dass der Bodenbelag ausgetauscht wird.

Der betroffene Eigentümer kann dann eine unverzügliche Sanierung entsprechend sachverständiger Empfehlung verlangen. Dass der Sachverständige eine Innendämmung empfiehlt, steht der Sanierungspflicht aller Eigentümer nicht entgegen, denn die Innendämmung ist Gemeinschafts-, nicht Sondereigentum LG Karlsruhe, Urteil vom Der Anspruch der Wohnungseigentümergemeinschaft gegen einen Eigentümer auf Rückbau einer ungenehmigten Terrasse verjährt nach drei Jahren.

Diese Verjährung hat zur Folge, dass die Eigentümer der Terrasse den Rückbau nicht selbst und auf eigene Kosten vornehmen müssen. Die Terrasse bleibt jedoch rechtswidrig und muss von den übrigen Eigentümern nicht geduldet werden. Der Anspruch auf Unterlassung einer unzulässigen wohnnutzung verjährt bei anhaltender Nutzung nicht, unabhängig davon, ob die Räumlichkeiten vom Eigentümer oder einem Mieter genutzt werden. Teppichboden durch einen anderen hier: Parkett ersetzt, richtet sich der zu gewährende Schallschutz grundsätzlich nach der zur Zeit der Errichtung des Gebäudes geltenden Ausgabe der DIN ; ein höheres einzuhaltendes Schallschutzniveau kann sich zwar aus der Gemeinschaftsordnung ergeben, nicht aber aus einem besonderen Gepräge der Wohnlage insoweit Aufgabe des Senatsurteils vom Es ist grundsätzlich Sache des jeweiligen Sondereigentümers, etwaige das Sondereigentum betreffende bauordnungsrechtliche Vorgaben, wie etwa den in einer Wohnung erforderlichen Einbau einer Toilette und einer Badewanne bzw.

Dusche, auf eigene Kosten zu erfüllen. Soll der einzubauende Personenaufzug nur einzelnen bau- und zahlungswilligen Wohnungseigentümern zur Verfügung stehen, wird diesen ein Sondernutzungsrecht an dem für den Einbau vorgesehnen Treppenhausteil eingeräumt; hierfür bedarf es einer Vereinbarung der Wohnungseigentümer BGH, Urteil vom Unterscheidet die Gemeinschaftsordnung begrifflich zwischen Instandhaltung und Instandsetzung von Bauteilen, die zum Gemeinschaftseigentum gehören, und weiat sie nur die Pflicht zu deren Instandhaltung einem Sondereigentümer zu, ist die Instandsetzung im Zweifel Sache der Gemeinschaft.

Die anteiligen Beiträge der Wohnungseigentümer zu einer Sonderumlage werden erst mit Abruf durch den Verwalter fällig. Einer Unterlassungsklage, mit der sich Wohnungseigentümer gegen die zweckwidrige Nutzung einer Einheit wenden, kann der Beklagte nicht im Wege der Einrede entgegenhalten, dass er die Änderung der in der Gemeinschaftsordnung enthaltenen Nutzungsregelung beanspruchen kann; grundsätzlich muss derjenige, der gegen den Willen der übrigen Wohnungseigentümer die Anpassung der Nutzungsregelung erreichen will, eine darauf gerichtete Klage erheben und darf die neue Nutzung erst dann aufnehmen, wenn er ein rechtskräftiges Urteil zu seinen Gunsten erstritten hat Fortführung des Senatsbeschlusses vom Dem Herausgabeanspruch kann jedenfalls dann nicht der Anspruch auf Kellerneuverteilung entgegengehalten werden, wenn nach der Gemeinschaftsordnung jede Gebrauchsregelung einer Vereinbarung bedarf und ohne Zustimmung des Antragstellers, aber auch gegen seinen Willen keine Vereinbarung zustande kommen kann KG, Beschluss vom Die Kosten eines solchen Beweisverfahrens sind auch dann von allen Wohnungseigentümern zu tragen, wenn sich herausstellt, dass die Schadensursache im Verhalten der betroffenen Wohnungseigentümer liegt.

Heizungs- und Thermostatventile an Heizkörpern in Wohnungseigentumsanlagen sind Bestandteile des Gemeinschaftseigentums. Die Wohnungseigentümer können über die Verteilung der Kosten der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Sondereigentumseinheiten durch Mehrheitsbeschluss entscheiden, wenn hierüber nicht durch Vereinbarung eine Regelung getroffen ist. Die Wohnungseigentümer haben bei ihrer Entscheidung aber einen Ermessensspielraum, der es ihnen ermöglicht, alle für und gegen einen verbrauchsabhängige Abrechnung sprechenden Umstände abzuwägen BGH, Beschluss vom Die Heizungsanlage des Mehrfamilienhauses ist ein wesentlicher Bestandteil des Gebäudes , so dass die Grundstückseigentümer hier: Wohnungseigentümergemeinschaft auch Eigentümer der Heizungsanlage sind.

Mit dem Eintritt in die Wohnungseigentümergemeinschaft tritt der Sondereigentümer auch in einen bestehenden Wasserlieferungsvertrag ein. Die Wohnungseigentümer haften für die Wasserkosten als Gesamtschuldner.

Die Eigentümergemeinschaft kann die Wasserbetriebe nicht zum Abschluss von Einzelversorgungsverträgen veranlassen, denn die Versorgungspflicht besteht nur für das Haus, nicht für einzelne Wohnungen. In die Jahresabrechnung sind die tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben ohne Rücksicht darauf einzustellen, ob sie zu Recht getätigt wurden. Die Genehmigung der Jahresabrechnung betrifft nur die rechnerische Richtigkeit und enthält keine Billigung des zu Grunde liegenden Verwalterhandelns.

Dies kann Gegenstand eines Entlastungsbeschlusses sein. Unberührt davon bleibt die grundsätzliche Instandsetzungspflicht hinsichtlich des Gemeinschaftseigentums.

Soll die Medienversorgung auf ein anderes System umgestellt werden, sind grundsätzlich vom Verwalter vor der Beschlussfassung der Wohnungseigentümer Angebote für die verschiedenen konkurrierenden Systeme Antenne, Kabel, Satellitenschüssel einzuholen BayObLG, Beschluss vom Durch die Entnahme von Wasser wird ein konkludenter Kaufvertrag mit den Wasserbetrieben abgeschlossen; bei einer Eigentümergemeinschaft kommt der Vertrag mit allen Miteigentümern zustande, unabhängig davon, ob sie Wasser verbrauchen oder nicht.

Es ist deshalb verfahrensrechtlich unbedenklich, wenn zunächst zwar alle Wohnungseigentümer ausgenommen der störende Wohnungseigentümer , im Zuge des Verfahrens jedoch nur noch ein oder einzelne Wohnungseigentümer den Anspruch gegen diesen geltend macht oder machen. Nutzt ein Wohnungseigentümer Räume des gemeinschaftlichen Eigentums, ohne dass eine Vereinbarung oder ein gebrauchsregelnder Beschluss der Wohnungseigentümer vorliegt, können die übrigen Wohnungseigentümer, einzeln oder gemeinsam, die Räumung und Herausgabe der Räume an die Eigentümergemeinschaft verlangen BayObLG, Beschluss vom Unter Beachtung der Grundsätze für die Auslegung einer Grundbucheintragung ist auch eine ergänzende Auslegung der Gemeinschaftsordnung nicht ausgeschlossen.

Sie kann im Einzelfall zu einem Anspruch auf Abänderung des in der Gemeinschaftsordnung festgelegten Kostenverteilungsschlüssels führen. Das gilt auch dann, wenn die Teilungserklärung eine Öffnungsklausel zur Änderung des Kostenverteilungsschlüssels enthält. Mietausfall KG, Beschluss vom Bis zur bestandskräftigen Festlegung eines besonderen Umlageschlüssels für die Kabelgebühren sind diese Kosten nach dem gesetzlichen oder dem davon abweichend vereinbarten, für Betriebskosten vorgesehenen Verteilungsschlüssel der Gemeinschaft umzulegen KG, Beschluss vom Allerdings besteht kein allgemeiner Grundsatz, dass ein Eigentümer keine Kosten für solche Einrichtungen tragen muss, die ihm persönlich keinen Nutzen bringen OLG Schleswig, Beschluss vom WuM , , Info M , Das Anbringen einer Garderobe im Treppenhaus bedarf als Inanspruchnahme des Alleingebrauchs an Teilen des Gemeinschaftseigentums der Zustimmung sämtlicher Wohnungseigentümer.

An dem Verfahren, das ein Eigentümer gegen einen anderen Eigentümer wegen Beeinträchtigung des gemeinschaftlichen Eigentums führt, sind in der Regel die übrigen Eigentümer zwingend zu beteiligen OLG München, Beschluss vom Kosten eines Aufzugs und der Reinigung von Treppenhäusern betreffen Einrichtungen des gemeinschaftlichen Gebrauchs und sind auch auf solche Teil- und Wohnungseigentümer umzulegen, die diese Einrichtungen nicht nutzen. Eine Freistellung nicht nutzender Teil- und Wohnungseigentümer von diesen Kosten setzt eine eindeutige Bestimmung in der die Kostenverteilung regelnden Teilungserklärung voraus.

Sieht diese eine Ausscheidung solcher Kosten vor, die nur einem Teil- oder Wohnungseigentümer zugeordnet werden und die dieser allein tragen müsse, rechtfertigt dies nicht die Freistellung von Teil- und Wohnungseigentümern ohne Nutzungsinteresse, wenn im Übrigen Aufzug und Treppenhaus von mehreren Teil- und Wohnungseigentümern genutzt werden OLG Celle, Beschluss vom Die jeweiligen Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft haften demgegenüber nicht als Gesamtschuldner, auch nicht ausnahmsweise unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes neben bereits rechtskräftig durch Versäumnisurteil verurteilten weiteren Mitgliedern BGH, Urteil vom Eine Haftung der Wohnungseigentümer kommt daneben grundsätzlich nicht in Betracht Ausnahme: Voraussetzung einer so genannten modernisierenden Instandsetzung ist stets ein schwerwiegender Mangel des Gemeinschaftseigentums, der dessen Reparatur von einem gewissen Gewicht oder dessen Erneuerung erforderlich machen würde.

Wohnungseingangstüren instandzuhalten, obliegt die Durchsetzung von gemeinschaftsbezogenen Mängelrechten hier: In vor dem Decken der zweigeschossigen Tiefgarage gehören zwingend zum Gemeinschaftseigentum. Dies gilt auch dann, wenn sie sich vollständig im Bereich eines Sondereigentums befinden. Be- und Entwässerung die persönliche Haftung der Wohnungseigentümer vorsehen, haftet allein der Verband.

Dies gilt auch dann, wenn ein öffentlich-rechtlicher Anschluss- und Benutzungszwang besteht KG, Urteil vom Balkon einem einzelnen Wohnungseigentümer mit alleiniger Nutzungsmöglichkeit auch dann allein aufbürden , wenn deren Erforderlichkeit im Rahmen der laufenden Verwaltung von vornherein absehbar war AG Oldenburg, Urteil vom NZM , und Info M , Ein sachlicher Grund kann insbesondere darin liegen, dass den unterschiedlichen Gebrauchsmöglichkeiten für die Eigentümer Rechnung getragen wird.

Die Wohnungseigentümer sind zu einer Änderung der Teilungserklärung durch eine Mehrheitsentscheidung grundsätzlich nicht in der Lage. Anders verhält es sich nur, wenn die Teilungserklärung eine Öffnungsklausel aufweist, wenn Gegenstand der Beschlussfassung die Verteilung von Betriebskosten nach Verursachung ist oder wenn über die Kostenverteilung in einem Einzelfall entschieden werden soll.

Zur Feststellung des Inhalts der Teilungserklärung kommt es nicht auf deren Verständnis durch den teilenden Eigentümer des Grundstücks oder die Miteigentümer, sondern auf den Wortlaut und den Sinn der Erklärung an, wie er sich für einen unbefangenen Betrachter als nächstliegend ergibt BGH, Urteil vom In dieser Situation kann der Eigentümer, der gemeinschaftsdienliche Kosten verauslagt hat, auch ohne Beschluss über Wirtschaftsplan oder Jahresabrechnung von seinem Miteigentümer direkt den anteiligen Ausgleich verlangen LG München I, Urteil vom Der im WEG-Verfahren an die Wohnungseigentümer gerichtete Antrag , einer Abrechnung der Kosten der Müllbeseitigung nach Personenzahl statt nach Miteigentumsanteilen zuzustimmen , erfordert mit Blick auf das Rechtschutzbedürfnis grundsätzlich die Vorbefassung der Wohnungseigentümerversammlung mit der Angelegenheit.

Es reicht aber aus, wenn sich der Verteilungsschlüssel durch Auslegung ergibt hier: Ein sachlicher Grund kann — auch — in den unterschiedlichen Gebrauchsmöglichkeiten der Eigentümer liegen, denen durch die Änderung des Kostenverteilungsschlüssels Rechnung getragen wird.

GE , und IMR , Daran fehlt es, wenn die für den Einzelfall beschlossene Änderung des Kostenverteiligungsschlüssels einen Anspruch der betroffenen Wohnungseigentümer auf Gleichbehandlung in künftigen Fällen auslöst und so den allgemeinen Kostenverteiligungsschlüssel unterläuft. GE , ; IMR , Dachterrasse LG Berlin, Urteil vom Eine Änderung des Kostenverteilungsschlüssels hier: Die unbillige Mehrbelastung eines einzelnen Wohnungs- oder Teileigentümers muss insbesondere mit dem schüzenswerten Vertrauen der übrigen Wohnungseigentüer auf den Weiterbestand des geltenden Kostenverteilungsschlüssels abgewogen werden BGH, Urteil vom Auch wenn die Teilungserklärung den Mitgliedern von Untergemeinschaften eine Beschlusskompetenz für die sie betreffenden Betriebskosten einräumt, muss sich die Anfechtung eines solchen Eigentümerbeschlusses gegen alle übrigen Wohnungseigentümer richten, soll die Klage nicht unzulässig sein.

Ist in der Gemeinschaftsordnung bestimmt, dass die Kosten und Lasten für die Untergemeinschaften — soweit rechtlich zulässig — selbständig verwaltet werden sollen, hat der Verwalter hausbezogene Wirtschaftspläne und Jahresabrechnungen aufzustellen und der Untergemeinschaft zur Beschlussfassung vorzulegen BGH, Urteil vom Die Instandsetzung und Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums kann durch Vereinbarung ganz oder teilweise einem einzelnen Wohnungseigentümer aufgebürdet werden.

Im Zweifel bleibt es bei der gesetzlichen Zuständigkeit. Dachfenster stehen zwingend im Gemeinschaftseigentum. Eigentümer können durch eine klare und eindeutige Regelung von der Zuordnung der Verpflichtung zur Instandhaltung und Instandsetzung abweichen. In der Teilungserklärung können klare Kostenteilungsreglungen getroffen werden. Erfüllt ein Wohnungseigentümer seine Verpflichtung zur Zahlung des Wohngelds nicht, kommen gegen ihn nur Schadensersatzansprüche der Wohnungseigentümergemeinschaft, nicht aber der einzelnen Wohnungseigentümer in Betracht BGH, Urteil vom Rohlingen deren Wohnungseigentümer von der Beteiligung an den allgemeinen Bewirtschaftungskosten ausgenommen sind AG Mitte, Urteil vom Der Mehrheitsbeschluss über die Fortgeltung des Wirtschaftsplanes bis zum Beschluss über einen neuen Wirtschaftsplan ist jedenfalls nicht ex tunc wirksam LG Berlin, Beschluss vom Der Anspruch auf Abrechnung eingezahlter Beitragsvorschüsse und Auszahlung von Guthaben geht mit dem Ausscheiden des Wohnungseigentümers auf dessen Nachfolger über und kann somit von dem früheren Eigentümer nicht mehr gerichtlich geltend gemacht werden.

Der angefochtene Eigentümerbeschluss kann vom Gericht nicht auf die etwa durch das BDSG vorgeschriebenen Einschränkungen reduziert werden. Zusätzliche Ablesekosten durch Nutzerwechsel sind nicht verbrauchsabhängig und nicht ohne besondere Vereinbarung zwingend auf die vom Nutzerwechsel betroffenen Wohnungen umzulegen KG, Beschluss vom Die Genehmigung der Jahresabrechnung, die als Einzelposten die Umlage eines Wohngeldrückstands enthält, beinhaltet nicht zugleich einen Beschluss über die Umlage.

Soll-Positionen haben in der Jahresabrechnung grundsätzlich keinen Platz. Werden in der Jahresabrechnung durch Rechtsstreitigkeiten entstandene Kosten auch auf einen Wohnungseigentümer umgelegt, der sie nicht zu tragen hat , betrifft der Mangel nur die Einzelabrechnungen, aber die aller Wohnungseigentümer.

Er wird nicht dadurch behoben, dass dem betreffenden Wohnungseigentümer der entsprechende Betrag auf seinem Wohngeldkonto gutgeschrieben wird.

Jeder Wohnungseigentümer kann aber verlangen, dass entsprechend der Heizkostenverordnung und der Gemeinschaftsordnung Messeinrichtungen für eine Verbrauchserfassung angebracht und verbrauchsabhängig abgerechnet wird. Die Wohnungseigentümer sind grundsätzlich nicht gehindert, einzelne unselbständige Elemente der Jahresabrechnung zum selbständigen Gegenstand eines Eigentümerbeschlusses zu erheben.

Auch eine langjährige, vom Kostenverteilungsschlüssel in der Gemeinschaftsordnung GO abweichende Abrechnungspraxis führt grundsätzlich nicht zur Änderung der GO.

Ficht ein Wohnungseigentümer vorsorglich sämtliche in der Wohnungseigentümerversammlung gefassten Beschlüsse an, weil deren Niederschrift nicht rechtzeitig vorliegt, so rechtfertigt dies nach späterer Teilrücknahme im Allgemeinen, dem für die verspätete Fertigstellung verantwortlichen Verwalter einen Teil der Gerichtskosten aufzuerlegen BayObLG, Beschluss vom Die beschlossene Fortgeltung des Wirtschaftsplans wird auch nicht dadurch in Frage gestellt, dass wegen Meinungsverschiedenheiten in der Eigentümergemeinschaft die Beschlussfassung über den nächsten Wirtschaftsplan hinausgezögert wird und neu eintretende Wohnungseigentümer von der Fortgeltungsklausel betroffen sind KG, Beschluss vom Für eine über den konkreten Wirtschaftsplan hinausgehende, generelle Fälligkeitsregelung fehlt es hingegen an der Beschlusskompetenz.

In inhaltlicher Hinsicht wird von der Beschlusskompetenz eine Fälligkeitsregelung mit Verfallklausel gedeckt, nach der die Vorschussforderungen aus einem beschlossenen Wirtschaftsplan zu Beginn des Wirtschaftsjahres insgesamt fällig werden, den Wohnungseigentümern jedoch die Möglichkeit monatlicher Teilleistungen eingeräumt wird, solange sie nicht mit mindestens zwei Teilbeträgen in Rückstand geraten.

Daher dürfen keine Beträge als Einnahmen ausgewiesen werden, die dem Gemeinschaftskonto nicht tatsächlich zugeflossen sind , weil ihnen Abtretungen von Ansprüchen an die Gemeinschaft auf Aufrechnungen mit Forderungen gegen die Gemeinschaft zu Grunde liegen BayObLG, Beschluss vom Der Verwalter ist nicht berechtigt, zu Lasten der Wohnungseigentümer auf die Möglichkeit der Aufrechnung gegen den Zahlungsanspruch eines einzelnen Wohnungseigentümers zu verzichten.

Die Anfechtung von Beschlüssen der Wohnungseigentümerversammlung betrifft die Willensbildung innerhalb der Gemeinschaft und richtet sich daher nicht gegen den Verband, sondern gegen die übrigen Wohnungseigentümer. Der Einzelwirtschaftsplan gehört zu den unverzichtbaren Bestandteilen des Wirtschaftsplans.

Erfolgte die Sonderbelastung zu Unrecht, ist die Genehmigung aller Einzelabrechnungen insoweit für ungültig zu erklären. Dies gilt entsprechend für den umgekehrten Fall, dass statt einzelner Wohnungseigentümer zu Unrecht alle anteilig mit bestimmten Ausgaben belastet wurden KG, Beschluss vom Jahresabrechnung und Wirtschaftsplan in den Tatsacheninstanzen erfolgreich ihren Wohngeldanspruch geltend und wird sodann in einem Parallelverfahren bestandskräftig die Ungültigerklärung der Eigentümerbeschlüsse beschlossen, so ist der in der Rechtsbeschwerdeinstanz weiterverfolgte Antrag in Ermangelung einer Erledigungserklärung abzulehnen.

Auf nicht bestandskräftige Eigentümerbeschlüsse einer korrigierten Jahresabrechnung oder der inzwischen vorgelegten Jahresabrechnung kann der Wohngeldanspruch im Verfahren der weiteren Beschwerde nicht gestützt werden. Scheidet ein Verwalter während oder zum Ende eines Wirtschaftsjahres aus, muss daher grundsätzlich der neue Verwalter die Abrechnung für dieses Wirtschaftsjahr erstellen.

Eine Ausnahme besteht bei Rechtsmissbrauch und Schikane. Der Wirtschaftsplan für den fraglichen Zeitraum wird durch eine spätere Jahresabrechnung weder überholt noch verliert er seine Bedeutung Brandenburgisches OLG vom In der Instandhaltungsrückstellung gebundene Mittel können für andere Zwecke verwendet werden.

Erforderlich ist aber der Erhalt einer "eisernen Reserve" , der sich nicht abstrakt festlegen lässt, sondern von den Umständen des Einzelfalls, etwa dem Zustand der Anlage, ihrem Alter und ihrer Reparaturanfälligkeit abhängt. Sie muss für einen Wohnungseigentümer auch ohne Zuziehung eines Buchprüfers oder sonstigen Sachverständigen verständlich sein. Die Buchungsvorgänge sind in verständlicher Weise darzustellen. Der Beschluss über die Jahresabrechnung ist insgesamt aufzuheben, wenn die Einnahmen in der Abrechnung der Ausgaben in mehreren Punkten der Gemeinschaftsordnung widerspricht LG Konstanz vom Eine Veranlassung kann darin liegen, dass er bei Erstellung der Jahresabrechnung gesetzliche Vorgaben sowie die Vorgaben der Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung nicht beachtet hat LG Konstanz, Beschluss vom Die Einhaltung der Beschlussanfechtungsfrist für den in ein laufendes Anfechtungsverfahren eintretenden Wohnungseigentümer ist selbstständig zu beurteilen, da ein neues Prozessrechtsverhältnis und eine neue Rechtshängigkeit begründet werden LG Köln, Beschluss vom 1.

Eine teilrechtsfähige Wohnungseigentümergemeinschaft ist jedenfalls dann ein Verbraucher i. In einem solchen Fall beschränkt sich der Anspruch eines Miteigentümers nach Inkrafttreten der gesetzlichen Neuregelung darauf, dass die Eigentümerversammlung sich unter den geänderten rechtlichen Voraussetzungen erneut mit der Angelegenheit befasst und eine Entscheidung über das Ob und das Wie einer Änderung des Kostenverteilungsschlüssels trifft.

Setzt sich ein Wohnungseigentümer gegen eine Wirtschaftsplan zur Wehr, dem in Fortsetzung einer langjährig geübten Verfahrensgepflogenheit nicht das Kalenderjahr zugrunde liegt, so handelt er treuwidrig, wenn er den Übergang zu dem vom Gesetz oder der Teilungserklärung vorgesehenen Zeitraum nicht vor der Herstellung der Abrechnung einfordert und mit der Auswahl des Abrechnungszeitraumes keine materiellen Nachteile für ihn verbunden sind. Anders ist es, wenn die Verbindlichkeiten auf "Nachlässigkeit" beruhen hier: Ausnahmsweise ist die Anfechtung aber treuwidrig und damit erfolglos, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen: Der abweichende Zeitraum wurde über Jahre hinweg geduldet.

Für den anfechtenden Eigentümer entstehen keine materiell-rechtlichen Nachteile. Der Anfechtende hat nicht versucht, vor der Beschlussfassung darauf hinzuwirken, dass auf das Kalenderjahr umgestellt wird OLG München, Beschluss vom Eine Jahresabrechnung , die weder eine Gesamtabrechnung noch eine Aufstellung der Rücklangen und Kontostände zu Beginn und Ende der Abrechnungsperiode enthält , ist für ungültig zu erklären , selbst wenn in den Vorjahren ähnlich abgerechnet worden ist, ohne dass dies beanstandet worden ist.

Vereinbarung abweichender Verteilungsschlüssel kann unter folgenden Voraussetzungen konkludent vereinbart sein: Es liegt eine langjährige Übung vor hier: Alle Eigentümer wissen, dass der Verteilerschlüssel falsch ist und wollen diese Änderung.

Die Jahresabrechnung ist auf entsprechende Rüge hin insgesamt für ungültig zu erklären, wenn sie für einen durchschnittlichen Eigentümer ohne sachkundige Hilfe nicht vollständig und nachvollziehbar ist. GE , und WuM , Anders ist es, wenn aus dem Verwaltungsvermögen Verbindlichkeiten einzelner Wohnungseigentümer beglichen worden sind. Das gilt auch für Heizkostenabrechnungen, wenn die geleisteten Heizkostenvorschüsse nicht in der nächsten Heizkostenabrechnung, sondern in der Gesamtjahresabrechnung nebst den Einzelabrechnungen gutgebracht worden sind LG Berlin, Urteil vom Bei der Verbuchung von Zahlungen auf die Rücklage sind nur tatsächliche Zahlungen zu berücksichtigen.

Eine Jahresabrechnung , die weder eine Gesamtabrechnung noch eine Aufstellung der Rücklagen und Kontostände zu Beginn und Ende der Abrechnungsperiode enthält , ist für ungültig zu erklären, selbst wenn in den Vorjahren ähnlich abgerechnet worden ist, ohne dass dies beanstandet worden ist.

Daran fehlt es, wenn die für den Einzelfall beschlossene Änderung des Kostenverteilungsschlüssels einen Anspruch der betreffenden Wohnungseigentümer auf Gleichbehandlung in künftigen Fällen auslöst und so den allgemeinen Kostenverteilungsschlüssel unterläuft.

Steht ein Ersatzanspruch gegen einen Wohnungseigentümer in Rede, rechtfertigt dies nur dann eine von dem einschlägigen Umlageschlüssel abweichende Kostenverteilung , wenn der Anspruch tituliert ist oder sonst feststeht BGH, Urteil vom Ein Wohnungseigentümer muss sein Recht auf Einsichtnahme in Verwaltungsunterlagen grundsätzlich in den Geschäftsräumen des Verwalters ausüben.

Er kann sich dort auf seine Kosten Kopien anfertigen oder anfertigen lassen. Der gegen den Verwalter gerichtete Anspruch auf Auskunft zur Abrechnung und zum Wirtschaftsplan steht allen Wohnungseigentümers gemeinschaftlich als unteilbare Leistung zu. Machen die Wohnungseigentümer davon trotz Verlangens keine Gebrauch, knn der Verlangende allein Auskunft verlangen.

Ist nicht festzustellen, ob eine falsche Kostenverteilung sich nur auf die Einzelabrechnungen oder auch auf die Gesamtabrechnung auswirkt, ist das gesamte Abrechnungswerk für ungültig zu erklären. Steht ein Schadensersatzanspruch gegen einen Wohnungseigentümer in Rede, rechtfertigt dies nur dann eine von dem einschlägigen Umlageschlüssel abweichende Kostenverteilung, wenn der Anspruch tituliert ist oder sonst feststeht BGH, Urteil vom Die Regelungen der Heizkostenverordnung gelten für die Wohnungseigentümergemeinschaft unmittelbar; einer Vereinbarung oder eines Beschlusses über ihre Geltung bedarf es nicht.

In die Jahresgesamtabrechnung sind alle im Abrechnungszeitraum geleisteten Zahlungen, die im Zusammenhang mit der Anschaffung von Brennstoff stehen, aufzunehmen. Dies gilt auch dann, wenn die Heizkosten nicht darin berücksichtigt und zudem nicht für das gesamte Jahr, sondern nur für einen geringeren Zeitraum abgerechnet werden LG München I, Urteil vom Ohne abweichende Regelung in der Gemeinschaftsordnung sind an diesen Kosten im Innenverhältnis sämtliche Wohnungseigentümer zu beteiligen.

Die Gesamtabrechnung kann eine nähere Aufschlüsselung der in dem Abrechnungszeitraum eingegangenen Hausgeldzahlungen im Hinblick auf die Abrechnungszeiträume enthalten, für die sie geschuldet waren; weil die Jahresabrechnung eine reine Einnahmen- und Ausgabenrechnung darstellt, sind solche Angaben aber nicht zwingend erforderlich.

Diese rein infomatorischen Angaben nehmen an dem Vorgang der konstiutiven Begründung der Abrechnungsspitzen bzw. In den Einzelabrechnungen sind deshalb nur die Kosten der verbrauchten Brennstoffe umzulegen. Erforderlich ist eine Abwägung der gesamten Umstände des Einzelfalls. Die Voraussetzungen eines Anspruchs auf Änderung des Kostenverteilungsschlüssels bestimmen sich nicht nach der tatsächlich ausgeübten, sondern nach der rechtlich zulässigen Nutzung BGH, Urteil vom Eine Jahresabrechnung muss vollständig, übersichtlich und nachvollziehbar sein.

Dazu bedarf es einer geordneten Zusammenstellung der einzelnen Positionen, die rechnerisch aus sich heraus nachvollziehbar und für jeden Wohnungseigentümer bei Anwendung zumutbarer Sorgfalt auch ohne Zuziehung eine Buchprüfers oder sonstigen Sachverständigen verständlich und nachprüfbar sein muss. Auch wenn zu berücksichtigen ist, dass den Wohnungseigentümern aufgrund des Verwaltervertrags bekannt sein muss, dass dem Verwalter für verschiedene Tätigkeiten Sonderhonorare zustehen und es deshalb nicht bei der in der Wohngeldabrechnung ausdrücklich ausgewiesenen "Verwaltergebühr" sein Bewenden hat, müssen die Sonderhonorare des Verwalters erkennbar zusammenfassend ausgewiesen werden LG Karlsruhe, Urteil vom Vor der Beschlussfassung über die Bestellung eines Verwalters sind grundsätzlich Angebote von mehreren Verwaltern einzuholen.

Die dreijährige Verjährungsfrist für Wohngeldvorschüsse beginnt mit dem Ende des Jahres, in dem die Vorschüsse fällig sind. Der Beschluss über die Jahresabrechnung führt nicht zu einem Neubeginn der Verjährung.

Die "verstärkende" Wirkung des Beschlusses über die Jahresabrechnung für rückständige Vorschüsse besteht lediglich darin, dass der Korrekturvorbehalt, unter dem die Vorschusszahlungen stehen, entfällt BGH, Urteil vom Die grundsätzlich mögliche Teilanfechtung von Beschlüssen setzt die Abtrennbarkeit des angefochtenen Teils voraus. Dieses ist nicht gegeben, wenn die Reduzierung einer Sonderumlage begeht wird. In der Gemeinschaftsordnung können Untergemeinschaften mit eigener Verwaltungszuständigkeit und selbstständiger Beschlussfassungskompetenz ihrer Mitglieder errichtet werden und nur diese Gemeinschaften betreffende Stimmrechtsregelungen getroffen werden.

Ist in der Gemeinschaftsordnung bestimmt, dass die Kosten und Lasten für die Untergemeinschaften nicht nur getrennt zu ermittlen und abzurechnen sind, sondern jede Untergemeinschaft - soweit rechtlich zulässig - selbstständig verwaltet werden soll, hat der Verwalter hausbezogene Wirtschaftspläne und Jahresabrechnungen aufzustellen und den Untergemeinschaften zur Beschlussfassung vorzulegen BGH, Urteil vom Kleine Fehler der Abrechnung, die sich nur mit ganz geringfügigen Beträgen auswirken, sidn hinzunehmen und führen nicht zur Unwirksamkeit der Abrechnung.

Das Rechtsschutzbedürfnis entfällt ausnahmsweise, wenn der Erfolg einer Klage den Wohnungseigentümern oder der Gemeinschaft keinen Nutzen bringt. Eine Regelung in der Gemeinschaftsordnung, wonach Betriebskosten "grundsätzlich im Verhältnis der jeweiligen Wohnfläche" auf die einzelnen Eigentümer umgelegt werden, ist wegen Unbestimmtheit nichtig.

Das gilt auch und insbesondere dann, wenn die Sondereigentumseinheiten in der Teilungserklärung unter Circa-Angabe der Flächen "ca. Die Nachzahlungen sind wie jede Einnahme im Jahr des Eingangs zu verbuchen und müssen nicht gesondert aufgeschlüsselt werden. Die Bildung getrennter Rücklagen kann nicht wirksam durch Mehrheitsbeschluss beschlossen werden.

Wenn die Teilungserklärung die Bildung einer einheitlichen Instandhaltungsrücklage vorsieht, dürfen bisher bestehende getrennte Rücklagen durch Mehrheitsbeschluss in eine einheitliche Instandhaltungsrücklage überführt werden LG Düsseldorf, Urteil vom Beschlüsse einer Untergemeinschaft sind nichtig, soweit die Untergemeinschaft darin die ihr nach der Gemeinschaftsordnung zugewiesene Beschlusskompetenz überschreitet. Ist in der Gemeinschaftsordnung zwar geregelt, dass bestimmte Kosten von einzelnen Untergemeinschaften zu tragen sind, nicht jedoch, dass die Untergemeinschaften eigenständige Jahresabrechnungen erstellen, ist ein Vorgehen wie folgt empfohlen: Das gilt auch dann, wenn einzelne Positionen nur eine abgeschlossene Gruppe von Teil- Eigentümern betreffen.

Eine getrennte Beschlussfassung über einen Wirtschaftsplan kommt dann in Betracht, wenn die Teilungserklärung oder die Gemeinschaftsordnung die Bildung von selbstständigen Untergemeinschaften vorsehen LG Itzehoe, Urteil vom Beschlüsse der Wohnungseigentümergemeinschaft sind objektiv und normativ auszulegen, ohne dass es auf die subjektiven Vorstellungen der beteiligten Wohnungseigentümer ankäme.

Dabei ist vom protokollierten Wortlaut der Beschlüsse auszugehen. Gegenstand der Beschlussfassung über die Jahresabrechnung ist auch die Abrechnungsspitze. Der Vorbehalt einer Nachprüfung einzelner Positionen in der Jahresabrechnung muss nicht die Nichtigkeit des Beschlusses über die Genehmigung der Abrechnung zur Folge haben. Der Beschluss der Wohnungseigentümer über die Genehmigung der Jahresabrechnung ist infolgedessen nicht allein deshalb anfechtbar, weil der Verwalter eine von ihm freiwillig erstellte Saldenliste trotz gegenteiliger Ankündigung nicht an die Wohnungseigentümer versendet bzw.

Je nachdem wann die Jahresabrechnung im folgenden Wirtschaftsjahr beschlossen wird, wird nach dem Datum der Umschreibung des Wohnungseigentums im Grundbuch entweder der Verkäufer oder der Erwerber betroffen. Der Käulfer kann allenfalls im Innenverhältnis zum Verkäufer ggf.

Scheidt der Verwalter im Laufe des Wirtschaftsjahres aus seinem Amt aus, schluldet er — vorbehaltlich einer abweichenden Vereinbarung — die Jahresabrechnung für das abgelaufende Wirtschaftsjahr unabhängig davon, ob im Zeitpunkt seines Ausscheidens die Abrechnung bereits fällig war BGH, Urteil vom Durch Beschlussfassung können nur solche Angelegenheiten geordnet werden, über die nach dem WEG oder nach einer Vereinbarung die Wohnungseigentümer durch Beschluss entscheiden dürfen, anderenfalls bedarf es einer Vereinbarung.

Ein trotz absoluter Beschlussunzuständigkeit gefasster Beschluss ist nichtig. Ein Sondernutzungsrecht kann nur durch Vereinbarung, nicht aber durch bestandskräftig gewordenen Mehrheitsbeschluss begründet werden. Der Wohnungseigentümerversammlung fehlt hierzu die absolute Beschlusskompetenz. Das gilt grundsätzlich auch dann, wenn er für bereits abgeschlossene Bauabschnitte das durch Ausschreibung ermittelte preisgünstigste Unternehmen beauftragt hatte und nun einen nicht nur geringfügigen Folgeauftrag vergeben will.

Wendet sich ein Wohnungseigentümer gegen einen Negativbeschluss , weil er die Feststellung eines ablehnenden Beschlussergebnisses durch den Versammlungsleiter für unrichtig hält, so kann er die Beschlussanfechtung mit einem Antrag verbinden , der auf gerichtliche Feststellung eines positiven Beschlussergebnisses gerichtet ist. Im Fall einer solchen Antragsverbindung fehlt es für die Anfechtung des Negativbeschlusses nicht an einem Rechtsschutzinteresse.

Für einen zum Verwalter bestellten Wohnungseigentümer besteht bei der Beschlussfassung über seine Abberufung auch bei gleichzeitiger Entscheidung über die Beendigung des Verwaltervertrages nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes ein Stimmverbot.

Das Stimmenübergewicht eines Wohnungseigentümers bei der Entscheidung über seine Bestellung oder Abberufung als Verwalter genügt allein noch nicht, um unter dem Gesichtspunkt der Majorisierung einen Stimmrechtsmissbrauch zu begründen. Verhält sich ein Wohnungseigentümer bei Ausübung seines Stimmrechts rechtsmissbräuchlich, so ist die von ihm abgegebene Stimme unwirksam und bei der Feststellung des Beschlussergebnisses nicht zu berücksichtigen.

BGH, Beschluss vom Der Anspruch richtet sich einheitlich sowohl gegen den Verwalter wie auch gegen die Eigentümergemeinschaft. War der Anspruch gegen den Verwalter bereits anhängig, bevor der Wohnungseigentümer aus der Gemeinschaft ausgeschieden ist, besteht die Zuständigkeit der Wohnungseigentumsgerichte fort, auch wenn nach dem Ausscheiden der Antrag gegen die Gemeinschaft gerichtet wird KG, Beschluss vom Der Verwalter haftet den Wohnungseigentümern auf Schadensersatz wegen positiver Vertragsverletzung des Verwaltervertrags, wenn er es schuldhaft unterlässt, die Wohnungseigentümer auf den drohenden Ablauf von Gewährleistungsfristen hinzuweisen und eine Entscheidung der Wohnungseigentümerversammlung über das weitere Vorgehen herbeizuführen.

Wird dem Verwalter im Zusammenhang mit der Erläuterung und Genehmigung der Abrechnung Entlastung erteilt, so beschränkt sich die Entlastung auf das Verwalterhandeln, das in der Abrechnung seinen Niederschlag gefunden hat. Die Entlastung des Verwalters erfasst nur solche Vorgänge, die bei der Beschlussfassung darüber bekannt oder bei zumutbarer Sorgfalt erkennbar waren ; abzustellen ist dabei auf den Kenntnisstand aller Wohnungseigentümer.

Allein daraus, dass der Bauträger nach Ablauf der Verjährungsfrist einen Teil der Baumängel anerkennt und beseitigt, kann nicht gefolgert werden, dass er darauf verzichtet habe, auch gegenüber den weiteren Ansprüchen der Wohnungseigentümer die Einrede der Verjährung nicht zu erheben. Im übrigen setzt ein Verzichtswille voraus, dass der Verzichtende sich bewusst ist oder jedenfalls damit rechnet, Verjährung sei eingetreten BayObLG, Beschluss vom Das Grundeigentum , Dazu kann auch gehören, die Wohnungseigentümer auf die etwaige Notwendigkeit einer Begutachtung durch Sachverständige hinzuweisen.

Der Verwalter genügt seiner Verkehrssicherungspflicht , wenn er diese auf eine zuverlässige Hauswartfirma überträgt. Zu einer Überwachung der Hauswartfirma ist der Verwalter nicht verpflichtet, wenn über mehrere Jahre kein Anlass zu Beanstandungen bestand. Offen bleibt, ob den Verwalter kraft Gesetzes eine Verkehrssicherungspflicht trifft oder nur, wenn ihm die Verkehrssicherungspflicht vertraglich übertragen ist BayObLG, Beschluss vom Das gilt auch dann, wenn die veruntreuten Gelder auf solchen Konten angelegt waren, die auf den Namen des Verwalters — ohne eine sog.

Die Zustimmung des Verwalters reicht ebenso wenig wie ein Mehrheitsbeschluss. Versäumt er diese Pflicht hier: Für den geregelten Handel mit Optionen ist es Voraussetzung, dass die Basiswerte an liquiden Märkten gehandelt werden, um jederzeit den Wert der Option ermitteln zu können. Im Prinzip ist es jedoch auch möglich, dass der Basiswert beliebig gewählt werden kann, solange es möglich ist, die im Abschnitt Sensitivitäten und Kennzahlen beschriebenen nötigen Variablen zu bestimmen.

Im Geld englisch in the money ist eine Option, die einen inneren Wert besitzt. Aus dem Geld englisch out of the money ist eine Option, die keinen inneren Wert besitzt. Eine Option ist am Geld englisch at the money , wenn der Marktpreis des Basiswertes gleich oder nahezu gleich dem Ausübungspreis ist. Je nach Betrachtung kann dabei als Marktpreis des Basiswertes der Kassakurs oder der Terminkurs am Laufzeitende der Option zugrundegelegt werden.

Englische Begriffe zur Unterscheidung dieser beiden Betrachtungen sind at the money spot für den Kassakurs und at the money forward für den Terminkurs. Sensitivitätskennzahl, die angibt, welchen Einfluss der Preis des Basiswertes auf den Wert der Option hat. Das Delta ist beim sogenannten Delta-Hedging wichtig. Für den Inhaber der Option ist das Theta normalerweise negativ, eine kürzere Restlaufzeit bedeutet also immer einen geringeren theoretischen Wert. Das Rho einer Option gibt an, wie stark sich der Wert der Option ändert, wenn sich der risikofreie Zinssatz am Markt um einen Prozentpunkt ändert.

Für Kaufoptionen ist das Rho positiv, für Verkaufsoptionen negativ. Der Hebel wird errechnet, indem man den aktuellen Kurs des Basiswerts durch den aktuellen Preis der Option dividiert. Bezieht sich die Option auf ein Vielfaches oder einen Bruchteil des Basiswerts, muss dieser Faktor in der Rechnung entsprechend berücksichtigt werden. Man spricht hierbei vom Bezugsverhältnis Ratio.

Auch hier ist jedoch wieder zu beachten, dass sowohl das Delta und das Omega und die meisten anderen Kennzahlen sich ständig ändern. Trotzdem bietet das Omega ein relativ gutes Bild von den Chancen der entsprechenden Option. Je stärker der Preis schwankt, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit , dass sich der Wert des Basiswertes stark verändert und damit der innere Wert der Option steigt oder sinkt.

In der Regel gilt, dass eine höhere Volatilität einen positiven Einfluss auf den Wert der Option hat. In extremen Grenzfällen kann es sich jedoch genau umgekehrt verhalten. Die Restlaufzeit beeinflusst den Wert der Option ähnlich wie die Volatilität. Je mehr Zeit bis zum Ausübungsdatum vorhanden ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der innere Wert der Option ändert.

Ein Teil des Wertes der Option besteht aus diesem Zeitwert. Es ist theoretisch möglich, den Zeitwert zu berechnen, indem man zwei Optionen vergleicht, die sich nur durch ihre Laufzeit unterscheiden und ansonsten identisch sind.

Dies setzt aber den unrealistischen Fall eines nahezu vollkommenen Kapitalmarkts voraus. Der Anstieg des risikofreien Zinssatzes hat einen positiven Effekt auf den Wert von Kaufoptionen Call-Option und einen negativen Effekt auf den Wert von Verkaufsoptionen Put-Option , weil nach den gängigen Bewertungsmethoden die Wahrscheinlichkeit eines Kurs- oder Wertanstiegs des Basisguts an den risikofreien Zinssatz gekoppelt ist.

Das liegt daran, dass das Geld, das dank des Calls nicht in einen Basiswert investiert werden muss, zinsbringend angelegt werden kann. Je höher die Zinsen einer alternativen Geldanlage sind, desto attraktiver ist der Kauf eines Calls.

Beim Put ist die Situation umgekehrt: Je höher das Zinsniveau, desto niedriger ist der Zeitwert des Puts, weil man theoretisch den Basiswert der Option besitzen müsste, um das Verkaufsrecht in Anspruch nehmen zu können. Dividendenzahlungen im Falle von Optionen auf Aktien haben negativen Einfluss auf den Wert einer Kaufoption im Vergleich zur selben Aktie bei Dividendenlosigkeit, da während der Optionshaltedauer auf Dividenden verzichtet wird, die theoretisch durch Ausübung der Option vereinnahmt werden können.

Umgekehrt haben sie im Vergleich zur selben dividendenlosen Aktie einen positiven Einfluss auf den Wert einer Verkaufsoption, weil während der Optionshaltedauer noch Dividenden vereinnahmt werden können, die bei sofortiger Ausübung dem Optionsinhaber zuständen.

Im Falle einer für ihn nachteiligen Entwicklung im Preis des Basiswertes wird der Besitzer der Option sein Recht nicht ausüben und die Option verfallen lassen.