Wie sich Zinssätze auf Immobilienwerte auswirken

 

30/06/ · „Die Zinssätze für Bankeinlangen und die Kapitalmarktrenditen und damit auch die Hypothekenzinsen können aber nicht ins Bodenlose fallen“, so Bargel. „Es gibt ökonomische und Author: Michael Fabricius.

Angenommen, die Immobilie kostet Beim Rendite-Check Immobilien analysieren Vermögensberater in einer vereinfachten Finanzplanung, wie sich Ihr Vermögen — auch unter steuerlichen Gesichtspunkten — entwickelt, wenn Sie beispielsweise ein Haus kaufen und selbst nutzen, eine Eigentumswohnung als Geldanlage vermieten möchten oder eine Immobilie erben oder vererben. All jene Faktoren spielen auch mit, wenn es um die Entwicklung des Immobilienmarktes geht.

Finanzkrise? Zinssätze und Immobilienpreise waren von zentraler Bedeutung!

Zinssätze, Immobilienpreise und Inflation: Die Kontroverse der

Lesen Sie mehr zu diesem Thema: Drei Zinssätze sind hierbei von Bedeutung. Sie bestimmen, zu welchen Bedingungen sich Geschäftsbanken bei den Noten- und Zentralbanken entweder Geld beschaffen oder dieses anlegen können.

Die Rede ist von dem Hauptrefinanzierungszins, dem Einlagenzins und dem Spitzenrefinanzierungszins. Die Zinssätze haben eine Orientierungsfunktion für die Geldmärkte, also das Interbankengeschäft, und wirken indirekt steuernd auf die Kapitalmärkte, also die Preise für Anleihen, Aktienkurse aber auch Immobilienpreise sowie den Eurokurs. Der Hauptrefinanzierungssatz ist der wichtigste Zinssatz für den Euroraum. Auf ihn wird Bezug genommen, wenn man vom Leitzins spricht.

Das etwas sperrige Wort ist leicht erklärt: Der Hauptrefinanzierungssatz bezeichnet den Zinssatz, zu dem sich Kreditinstitute bei der Zentralbank Geld beschaffen, sich also refinanzieren können. Dafür müssen die Geschäftsbanken notenbankfähige Sicherheiten hinterlegen. Grundlage der zinspolitischen Kursrichtung ist die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum.

Um das zu erreichen, können Zinsen entweder angehoben oder auch gesenkt werden. Erhöht die Zentralbank den Zinssatz, verteuert sich die Geldaufnahme für die Kreditinstitute. Senkt sie den Satz, stellt sie den Banken sozusagen billiges Geld zur Verfügung. Die Banken wiederum, geben diese Konditionen zumeist an ihre Kunden weiter. Der Spitzenrefinanzierungssatz dient ebenfalls der Liquiditätsbeschaffung. Er gibt an, zu welchen Konditionen sich Geschäftsbanken kurzfristig über Nacht Geld bei der Zentralbank beschaffen können.

Mit den Übernachtkrediten können sich Kreditinstitute sehr schnell, zum Beispiel auch zur Erfüllung der gesetzlichen Mindestreserven, refinanzieren. Die Einlagenfazilität bezeichnet indes den Zinssatz, zu dem Geschäftsbanken über Nacht überschüssiges Geld bei den Notenbanken parken können Übernachtanlage.

Die Einlagenfazilität markiert die Untergrenze des Zinskorridors. Im Vereinigten Königreich erfolgte die Anpassung demnach unverzüglich und uneingeschränkt. Dornbusch, Favero und Giavazzi stellen dann jedoch die entscheidende Frage, ob diese Asymmetrien überhaupt weiterhin bestehen werden, wenn die Währungsunion erst Realität ist.

Viel hinge von der Geschwindigkeit ab, mit der die EU-weiten liquiden Märkte für beispielsweise Industrieanleihen sich entwickeln. Bestimmte politische und steuerrechtliche Änderungen würden bei Hypotheken und anderen Schulden zu einer Verlagerung von variablen auf feste Zinssätze beitragen und die Unternehmen bestärken, sich von der Fremdfinanzierung zur Eigenkapitalfinanzierung zu orientieren.

Sie treten an die Stelle der bisherigen Sätze, die von den nationalen Zentralbanken gesondert festgelegt wurden. Zwar hat eine Konvergenz stattgefunden, sie ging jedoch von den nationalen Sätzen aus, die Anfang noch recht weit auseinander lagen. Entweder werden die Sätze angesichts der deflationären Tendenz im gesamten Euro-Währungsraum höher sein als sie es in Ländern wie Deutschland oder Frankreich normalerweise wären, oder sie werden für Länder wie Spanien und Irland zu niedrig angesiedelt, was zu einer Überhitzung und einem Boom-Bust-Zyklus führen würde.

Dieses Argument wird insbesondere von den Gegnern einer frühen Teilnahme des Vereinigten Königreichs an der Währungsunion ins Feld geführt vgl. De Grauwe zufolge lassen zwei Faktoren das zweite Szenario sehr wahrscheinlich erscheinen.

Mit Blick auf diesen letzten Aspekt gehen die Meinungen jedoch darüber auseinander, ob eine zentralisierte Überwachung tatsächlich eine Verbesserung darstellen würde vgl. Im Rahmen der WWU. Die Inflation würde nur um 0,09 Prozent zulegen.

Ähnliche Betrachtungen gelten für Spanien. Hierzu zählen die stärkere Konkurrenz, die Druck auf die Gewinnmargen ausübt, die Weiterführung einer restriktiven Steuerpolitik, sowie offizielle Politiken zur Eingrenzung des Lohnanstiegs. Diese Analyse wird die Sorgen derjenigen nicht ganz zerstreuen können, die wie de Grauwe eine Explosion der Preise für Immobilien befürchten, die durch die höhere Mobilität des Kapitals und den Wegfall des Währungsrisikos innerhalb der WWU begünstigt wird.

Dies könnte zu einer Neuauflage der wirtschaftlichen Ereignisse der späten achtziger und frühen neunziger Jahre führen. Wie bereits festgestellt wurde, spiegeln sowohl die hohen Zinssätze im Vereinigten Königreich als auch die Bevorzugung zinsvariabler Hypotheken inflationäre Erwartungen wider, die auf vorangegangen Erfahrungen beruhen.

Die Teilnahme an der WWU würde das Vereinigte Königreich auf die allgemein niedrigen Inflationsprognosen für den Euro-Währungsraum insgesamt festschreiben, wobei die Immobilienpreise sich stabilisieren würden, sobald die Auswirkungen der anfänglich niedrigeren Zinssätze durchschlagen. Ob es eine WWU der "zwei Geschwindigkeiten" mit einem Kern rund um den "D-Mark-Block" einerseits und mit einer Peripherie andererseits geben soll oder nicht, steht inzwischen nicht mehr zur Debatte.

Aber schon aufgrund wirtschaftlicher Analysen hätten sich zwei der "Nichtteilnehmer" Dänemark und Schweden sicher als "Kern"-Länder qualifiziert. Diese Analyse des Verlaufs fügt sich ausgezeichnet in einen vertrauten Rahmen - die in den sechziger und siebziger Jahren zwischen "Ökonomen" und "Monetaristen" geführte Streitfrage, was zuerst kommen sollte: Der Vertrag von Maastricht schlug tatsächlich die Balance zwischen beiden. Er gewährte den Ökonomen die vorherige nominale Konvergenz und den Monetaristen eine zentralisierte Geldpolitik in den Händen einer unabhängigen Zentralbank.

Bereits vor der Errichtung des Fonds verbesserten diese Wirtschaften ihre relative Position. Irland hat seine Position dank einer sehr hohen Wirtschaftswachstumsrate sensationell verbessert. Österreich, Belgien, Dänemark und Luxemburg. Das Vereinigte Königreich, Schweden und Finnland liegen knapp darunter. Die Folge ist eine Streubreite von etwa 95 Prozentpunkten rund um den Durchschnitt zwischen dem reichsten Mitgliedstaat, Luxemburg, und dem ärmsten Mitgliedstaat, Griechenland.

Mit Blick auf die Beschäftigungslage zeigt sich eine stärker divergierende Situation. Sie korreliert weder mit dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts noch mit dem Pro-Kopf- Bruttoinlandsprodukt vollständig. Portugal erfreute sich dagegen eines mit Spanien vergleichbaren Wirtschaftswachstums, und hier beträgt die Arbeitslosenquote die Hälfte des Durchschnitts. Gleichartige Unterschiede können in den reichen EU Mitgliedstaaten beobachtet werden. Obwohl diese Unterschiede teilweise durch konjunkturelle Faktoren erklärt werden können wie im Falle des Vereinigten Königreichs , scheinen strukturelle Unterschiede ausschlaggebender zu sein wie im Falle Dänemarks und der Niederlande.

Werden die Statistiken auf regionaler Ebene und nicht auf der Ebene der Mitgliedstaaten ermittelt, stechen drei Fakten klar hervor:.