Facebook-Löschungen: Manufacturing Consent

 


Dann erhalten Sie in der Regel allgemeine Textbausteine und dürfen weiter passiv konsumieren. In früheren Urteilen zu gesellschaftsrechtlichen Abfindungsfällen griff die Rechtsprechung im Schwerpunkt auf die historischen Anleihezinssätze langfristiger Papiere zurück.

Über Medien, Krieg und Terror


Daraus entsteht der typische Zinsstrukturverlauf einer ansteigenden Zinskurve mit abnehmendem Grenzwachstum. Zinsinformationen für Laufzeitbänder bis zu 30 Jahren stellen gute Näherungslösungen für die geforderte Laufzeitäquivalenz dar.

Um die praktische Unternehmensbewertung zu vereinfachen, kann über die Zielwertsuche-Funktion von Tabellenkalkulationsprogrammen ein einheitlicher Zinssatz ermittelt werden, mit dem die Diskontierung der prognostizierten Ausschüttungen bzw. Entnahmen vorgenommen werden kann. Dieser Zinssatz stellt dann den Basiszins für die Ermittlung des Kalkulationszinssatzes dar.

Um Verzerrungen der Zinsinformationen zu vermeiden, empfehlen IDW und Rechtsprechung die Ermittlung eines durchschnittlichen Basiszinssatzes, der aus dem einheitlichen Zinssatz der letzten drei Monate vor dem Bewertungsstichtag ermittelt werden kann. Der Dreimonatszeitraum findet eine Entsprechung bei der Ermittlung des durchschnittlichen Börsenkurses als Mindestwert der aktienrechtlichen Abfindung.

Wird zur Diskontierung nicht ein einheitlicher Zinssatz verwendet, sondern sollen die laufzeitgenauen Zinssätze verwendet werden, kommen Forward Rates zur Anwendung.

Forward Rates sind für phasengenaue Diskontierungen erforderlich, da nur so die Berücksichtigung des phasenbezogenen Verschuldungsgrades nach Marktwerten für die Diskontierung berücksichtigt werden kann. Die vom IDW vorgeschlagene Rundung des ermittelten Basiszinssatzes um 0,25 Prozentpunkte hat sich teilweise eingebürgert. Eine theoretische Fundierung dafür fehlt allerdings. Hier können Basiszinssätze für Bewertungsstichtage vom Leistungen Gesellschaftsrechtliche Unternehmensbewertung Sachverständiger für Gerichtsgutachten Schadensersatz Unternehmensbewertung bei Pflichtteilsanspruch und Zugewinnausgleich Fairness Opinions Steuerrechtliche Unternehmensbewertung Impairment Tests Unternehmensbewertung beim Unternehmenskauf und -verkauf Ermittlung von Betafaktoren und Kapitalkosten.

Ohne einen frei zugänglichen, unverzerrten und unzensierten öffentlichen Debattenraum gibt es keine Demokratie. Mangels Alternativen ist Facebook noch der einzige relevante öffentliche Debattenraum, in dem Normalbürger nennenswert viele andere Menschen erreichen und sich mit ihnen vernetzen können. Facebook besitzt - neben YouTube - als "Informationsstruktur abseits des Mainstreams" fast schon das Monopol als politische Plattform einfacher Bürger und Bürgerbewegungen.

Wobei auch YouTube nicht nur politisch unliebsame Kanäle löscht und spätestens auf Grundlage des neuen EU-Urheberrecht mit Uploadfiltern Inhalte blockiert, bei denen gar nicht klar ist, ob sie illegal sind. Rechtsanwalt Christian Solmecke erläutert in diesem Video die Fehlkonstruktion dieser neuen Rechtsnorm.

Da die Massenmedien ihren Einfluss verlieren, sind Publikationen, Kampagnen und Diskussionen auf Facebook und YouTube zumindest ein Zünglein an der politischen Waage, wenn nicht bereits ein Epizentrum politischer Beben. Das macht diese beiden Plattformen enorm gefährlich für die Mächtigen. Spätestens seit den von Facebook-Aktivisten begleiteten Aufständen des "Arabischen Frühlings" sperrten Diktaturen alle sozialen Netzwerke, die sie nicht selbst kontrollieren.

Für demokratische Hemmungen ist Donald Trump nicht bekannt. Dann wäre Facebook erledigt. Folglich versprach Zuckerberg, alles zu löschen, "was dafür sorgt, dass sich Leute in der Gemeinschaft unsicher fühlen".

Aufschlussreicherweise erlaubt Facebook den Nutzern nicht, selbst genau zu konfigurieren, was sie sehen wollen. Der Algorithmus definiert die Informationsblasen. Der Schweizer Tagesanzeiger berichtete bereits am Tom Curley, bis Leiter der Nachrichtenagentur Associated Press, erklärte in einem Vortrag vor Journalisten an der Universität von Kansas, "hohe Generäle hätten gedroht, dass man die AP und ihn ruinieren werde, wenn die Reporter weiterhin auf ihren journalistischen Prinzipien beharren würden.

Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass Facebook und Twitter binnen weniger Stunden nicht nur die gleichen systemkritischen Medienseiten löschten. Das sendet auch das Signal an alle anderen Seitenbetreiber: Postet selbst auf Euren privaten Accounts keine politischen Meinungen, sonst droht Euch die Löschung. Alle Nutzer, die darüber informiert sind, haben nun eine Schere im Kopf: Lieber nicht, sonst könnte mein Account gelöscht werden.

Das Ergebnis ist eine Orwellsche Dystopie.