Europäische Wirtschafts- und Währungsunion

 

Mitglieder der EWWU sind formal alle 28 EU-Länder. Der Begriff wird im engeren Sinn manchmal auf die neunzehn Mitgliedstaaten beschränkt, die an der dritten Stufe teilnehmen, also den Euro als Währung eingeführt haben.

Die EZB sollte stabilitätsorientierte Entscheidungen übernehmen können, die sonst für die Regierungen in der nationalen öffentlichen Meinung nur schwer durchsetzbar gewesen wären.

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Mitglieder der EWWU sind formal alle 28 EU-Länder. Der Begriff wird im engeren Sinn manchmal auf die neunzehn Mitgliedstaaten beschränkt, die an der dritten Stufe teilnehmen, also den Euro als Währung eingeführt haben.

Dadurch würde das Vertrauen in den Euro schwinden und die Währung würde instabil werden. In den Militärbasen Akrotiri und Dekelia auf Zypern , die unter britischer Hoheit stehen und ebenso nicht zur EU gehören, wird nur mit dem Euro gezahlt. Manche Staaten wie Marokko wiederum haben ihre Währungen an einen Währungskorb gekoppelt, der zu einem bestimmten Anteil am Euro orientiert ist. Die Schweiz setzte von bis ein Wechselkurs-Fluktuationslimit. Insgesamt nutzen über vierzig Staaten den Euro oder eine von ihm abhängige Währung.

Im de jure zur Republik Zypern gehörenden Nordzypern gilt de facto die Türkische Lira als gesetzliches Zahlungsmittel. Befreit davon sind — durch Ausnahmeprotokolle — nur Dänemark und das Vereinigte Königreich. Nach allgemeiner Währungstheorie ist zu erwarten, dass der Euro zu einem vereinfachten Handel zwischen den Mitgliedern der Eurozone und sinkenden bzw. Es wird vermutet, dass dies von Vorteil für die Verbraucher und Unternehmen der Eurozone ist, da Handel in der Vergangenheit eine der Hauptquellen ökonomischen Wachstums war.

Infolge der ausgleichenden Wirkung des Arbitrage -Handels sollten bestehende Unterschiede schnell ausgeglichen werden. Dies führe zu verstärktem Wettbewerb zwischen Anbietern, niedrigeren Preisen für private Haushalte und damit zu niedriger Inflation und mehr Wohlstand der Verbraucher. Besondere Vorteile bringt der Euro für Reisende.

Innerhalb der Eurozone müssen sie kein Geld umtauschen bzw. Des Weiteren können sie in ihrem Reiseland die Preise nun ohne Probleme mit den Preisen des Herkunftslandes vergleichen. Die zukünftige Planung und die Kalkulation von Projekten werden erleichtert. Ein Anstieg der Investitionen führt zu einem höheren wirtschaftlichen Wachstum.

In politischer Hinsicht manifestiert der Euro die Zusammenarbeit der europäischen Staaten und ist ein greifbares Symbol europäischer Identität. In der Vergangenheit wurden die EU-Konvergenzkriterien hinsichtlich der Staatsverschuldung von fast keinem Land konstant eingehalten. Politisch ist für Ökonomen, welche die Bedeutung eines ausgeglichenen Staatshaushalts hoch einschätzen, fraglich, ob EZB und Europäische Kommission die Mitgliedstaaten zu hinlänglicher Haushaltsdisziplin anhalten können: Solche regionalen Unterschiede lassen sich mit der einheitlichen Geldpolitik der Eurozone durch die EZB nicht hinreichend abbilden.

Ein wesentliches volkswirtschaftliches Problem stellte zu Beginn die Festlegung der Wechselkurse der an der Einheitswährung beteiligten Währungen dar. Eine Volkswirtschaft, die mit überbewerteter Währung der Einheitswährung beitritt, wird im Vergleich ein höheres Vermögen, jedoch auch ein höheres Preisniveau höhere Kosten und Preise aufweisen als Staaten, die unterbewertet oder reell bewertet der Einheitswährung beitreten.

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu erhalten, ist eine Absenkung des Preisniveaus in prozentualer Höhe der Überbewertung notwendig.

Ein volkswirtschaftlicher Ausgleich der Überbewertung ist in der Währungsunion mangels Wechselkursmechanismus nur über innere Abwertung erreichbar. Ein weiterer Effekt betrifft die internationalen Rohstoffpreise , insbesondere den volkswirtschaftlich bedeutsamen Erdölpreis. Juni , rund einen Monat nach der Eroberung des Landes , wieder rückgängig gemacht wurde.

Schon vor, aber insbesondere nach der Bargeldeinführung des Euros im Januar wurden eventuelle Preissteigerungen durch die Währungsumstellung diskutiert. Die Statistikbehörden der europäischen Länder ermitteln monatsweise Verbraucherpreisindizes , um den Preisverlauf zu ermitteln. In den deutschsprachigen Euroländern konnten hierbei nur minimale Unterschiede festgestellt werden. In keinem der deutschsprachigen Euroländer stieg die Inflation im Frühjahr über Werte hinaus, die sie nicht auch schon im Sommer erreicht hatte.

Insgesamt war die Inflationsrate in den Jahren und sehr niedrig und unter dem Niveau der vorangegangenen Jahre. Auch über längere Zeiträume gesehen war die Inflation etwas niedriger als in den Jahren vor dem Euro.

Diese Inflationsrate war jedoch nicht über alle Produktgruppen gleich. Bei einzelnen Produktgruppen konnten stark überdurchschnittliche Preisanstiege festgestellt werden.

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass das in der Bevölkerung verbreitete Gefühl starker Verteuerung nicht unbegründet sei, da Anstiege in diesem Bereich stärker wahrgenommen würden als Fixkosten wie Miete oder Heizung, die unverändert geblieben waren. Die Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen einen Preisfall unter das Niveau von gegen Ende in verschiedenen Produktgruppen, darunter auch den Lebensmitteln.

Der Anteil derer, die eine schnellere Inflation wahrnahmen, stieg im ganzen Euroraum ab Januar rapide an. Sie wurde auch zum Wort des Jahres gewählt. Für die Diskrepanz zwischen der gemessenen, gesunkenen Inflation und der subjektiv gefühlten Inflation in der Zeit nach der Euro-Einführung gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Das Institut der Deutschen Wirtschaft weist schon in seiner Studie darauf hin, dass bestimmte alltäglich gekaufte Güter wie Lebensmittel tatsächlich überdurchschnittlich teurer wurden, was deutlich stärker wahrgenommen wurde als eine gegenläufige Entwicklung bei Produkten, die man seltener kauft, oder bei monatlich vom Konto abgebuchten Kosten.

Zur psychologischen Seite der Diskrepanz wurden u. Es ergab sich, dass durchweg die neuen Preise höher eingeschätzt wurden, als sie real waren.

Preissenkungen wurden gar nicht, Preiserhöhungen illusorisch verstärkt wahrgenommen. Das hierfür verantwortlich gemachte psychologische Phänomen ist der schon seit Jahrzehnten bekannte so genannte Bestätigungsfehler , bei dem die Beurteilung von Informationen dadurch beeinflusst wird, welche Erwartungen zuvor bestehen.

Den Erwartungen entsprechende Informationen werden als glaubwürdiger und wichtiger erachtet. Im Zusammenhang der Preiseinschätzung wirkt sich dies so aus, dass Umrechnungsfehler dann eher korrigiert werden, wenn sie der Erwartung zuwiderlaufen.

In einem sehr ähnlichen Versuch in Österreich waren die Ergebnisse gleich. Es wurde auch vermutet, dass die Wahrnehmung des Preises durch Rundungsfehler bei der Überschlagsrechnung in Deutschland etwa 1: In den psychologischen Studien zum Bestätigungsfehler konnte jedoch kein solcher Effekt festgestellt werden. Aufgrund der in den letzten Jahren festen Wechselkursentwicklung des Euro zu fast allen anderen bedeutenden Währungen und der anhaltenden fiskalpolitischen Schwierigkeiten der USA erwarten einzelne Ökonomen eine allmähliche Erosion und letztendlich die Ablösung des US-Dollars als Weltreserve- und Weltleitwährung.

Dies hängt jedoch auch damit zusammen, dass in den USA Einkäufe deutlich öfter mittels Kreditkarte bezahlt werden. Dadurch ist pro Person durchschnittlich weniger Bargeld im Umlauf. The evolution of reserve currency diversification, December , S. Nach Einführung des Euros erlebte Deutschland eine wirtschaftliche Schwächephase. Hierfür sehen Ökonomen mehrere Gründe, die zum Teil mit dem Euro zusammenhängen.

So sei Deutschland aufgrund politischer Fehler mit einem überhöhten Wechselkurs in die Euro-Währungsunion eingetreten, wodurch ein zu hohes Preisniveau entstand. Dies habe die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands verringert. Erst durch langjährige Lohnzurückhaltung der Tarifparteien sei es wieder zu einer Verringerung des Preisniveaus und damit zu einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit gekommen. Hans-Werner Sinn fasst die Realabwertung innere Abwertung wie folgt zusammen: Die Zinskonvergenz sorgte dafür, dass Kapital aus Euroländern mit niedriger Inflation abgezogen wurde und in Euroländer mit hoher Inflation floss, wo es zu einer wirtschaftlichen Überhitzung und später zu Zahlungsschwierigkeiten kam.

Länder wie Deutschland erlitten in dieser Zeit eine Investitionsschwäche. Zu den spezifisch für Deutschland positiven Auswirkungen zählt der gemessen an der deutschen Wirtschaftskraft relativ moderate Wechselkurs des Euros. Nach dem Sondergutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 5. Juli würde eine Wiedereinführung der Deutschen Mark zu einer erheblichen Aufwertung Preisniveauerhöhung gegenüber anderen Währungsräumen führen und somit dauerhaft die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft nicht nur in Europa, sondern weltweit erheblich beeinträchtigen.

Der Wechselkurs wird dabei immer auf insgesamt sechs signifikante Stellen d. Die Wechselkurse der Währungen der ursprünglich an der Währungsunion teilnehmenden Staaten wurden am Dezember von den Finanzministern festgelegt. Basis war dabei der Umrechnungswert der zuvor bestehenden ECU. Seit der Einführung des Euros als Buchgeld dürfen die teilnehmenden Währungen nur über eine Triangulation ineinander umgerechnet werden.

Dabei muss immer zuerst von der Ausgangswährung in den Euro und dann vom Euro in die Zielwährung umgerechnet werden. Eine Rundung ist dabei ab der dritten Euro-Nachkommastelle sowie in der Zielwährung erlaubt. Durch die Triangulation werden Rundungsfehler verhindert, die bei der direkten Umrechnung auftreten könnten, das Verfahren wurde deshalb von der Europäischen Kommission verbindlich vorgeschrieben. Eine Rundung von einzelnen Berechnungsfaktoren oder von Zwischenergebnissen würde zu einem anderen Gesamtergebnis führen.

Damit würde der Rechtsgrundsatz verletzt, dass die Einführung der neuen Währung die Kontinuität von Verträgen nicht berührt. War in einem Mietvertrag ein monatlich zu zahlender Mietzins vereinbart, der sich als Produkt aus Mietfläche und Quadratmeterpreis berechnet, ist nicht der Quadratmeterpreis in Euro umzurechnen und zu runden, sondern erst der monatliche Zahlungsbetrag.

Eine andere Vorgehensweise würde unter Umständen erhebliche Senkungen oder Erhöhungen der monatlichen Zahlungen bewirken vgl. Urteil des deutschen Bundesgerichtshofs vom 3. Von April bis Dezember wertete der Euro mehr oder weniger kontinuierlich auf; am Juli wurde wieder die Parität erreicht, am Diese Zinserhöhungspolitik konnte allerdings wegen der Abschwächung der US-Konjunktur nicht mehr fortgesetzt werden; erschwerend kam seit der zweiten Jahreshälfte die Subprime-Krise hinzu, die die US-Notenbank zu mehreren Leitzinssenkungen veranlasste, sodass der Euro erneut aufwertete und der EZB-Referenzkurs am Ihren Höchstwert erreichte die D-Mark am Ein hoher Eurokurs bringt für die europäische Wirtschaft sowohl Vorteile als auch Nachteile.

Vorteilhaft ist die Verbilligung der Rohstoffe , die weiterhin überwiegend in US-Dollar gehandelt werden. Nachteilig ist die Verteuerung der Exporte, die zu Absatzproblemen führen kann.

Insbesondere konnte sich Anfang die europäische Binnenwirtschaft mit einem überdurchschnittlichen Wachstum von der nur moderat wachsenden Weltwirtschaft abkoppeln. Der niedrige Eurokurs bis in das Jahr ist vermutlich teilweise auf seine damalige Nichtexistenz als Bargeld zurückzuführen, weswegen der Euro zunächst geringer bewertet wurde, als es allein aufgrund der Fundamentaldaten angemessen gewesen wäre.

Die wirtschaftlichen Probleme in der europäischen Gemeinschaft machten Investitionen in Europa für ausländische Anleger unattraktiv, was den Euro weiter schwächte. Kurz nach der Bargeldeinführung kam es zu einer Euro-Aufwertung. Die wirtschaftliche Erholung Europas seit , insbesondere der Exporte, hat die Aufwertung des Euros weiter unterstützt. Es gibt weitere Erklärungen, die auch zu der allgemeinen Annahme einer mittel- und langfristigen Fortsetzung des Euro-Wertzuwachses führen; es werden hierfür vorrangig drei Gründe angegeben:.

Der Index wurde vom Börsenportal Stooq. Basiswert sind Punkte am 4. Vor Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung am 1. Auch andere Unternehmen veröffentlichten Euro Currency Indizes. Die Berechnung wurde aber nach wenigen Jahren wieder eingestellt. Der Index ist der handelsgewichtete Durchschnitt im Vergleich zu diesen Währungen. Die Einfuhren werden nach dem einfachen Anteil der Partnerländer an den Gesamtimporten in das Euro-Währungsgebiet gewichtet.

Dies erfasst den Wettbewerb der europäischen Exporteure in ausländische Märkte gegenüber inländischen Produzenten und Exporteuren aus Drittländern.

Trotz der identischen Schreibweise wird der Name der Gemeinschaftswährung in verschiedenen Sprachen sehr unterschiedlich ausgesprochen:. In der deutschen amtlichen Sprachverwendung wird die Bezeichnung Euro unverändert auch im Plural verwendet. Allerdings weicht der umgangssprachliche Gebrauch hiervon ab: Dies ist ein Zugeständnis an die Länder, deren Währungsuntereinheit bereits vor der Einführung des Euros mit einer Form des Wortes Cent bezeichnet wurde, so z.

Frankreich und Belgien centimes , Italien centesimi oder Portugal centavos. Im Finnischen wird zudem die dort für die Untereinheit des Dollars bereits früher gebräuchliche Form sentti verwendet. Auch auf den Münzen selbst werden die Worte Euro und Cent übereinander geschrieben, wobei allerdings Euro in kleinerer Schrift als Cent erscheint.

Varianten wurden schon seit langem in der Romania für Währungsuntereinheiten benutzt vgl. Das Euro-Zeichen wurde von der Europäischen Kommission als Symbol für die europäische Gemeinschaftswährung eingeführt. Dass es überhaupt ein Symbol gibt, ist eher dem Zufall zu verdanken. Da es nur wenige Währungen gibt, für die ein Symbol existiert, hatte der Rat auch nie über ein Symbol diskutiert. Erst als Anfang ein Logo für Informationskampagnen gesucht wurde, fand man den Entwurf.

Daraus entstand die Idee, dieses Logo auch als Währungssymbol einzuführen. Ursprünglich sollte die Abkürzung ECU verwendet werden. Das Eurozeichen sollte in dieser Form nicht in Texten eingesetzt werden. Anlass der Ausgabe waren der Jahrestag der Paneuropa-Union und der Eine weitere Euro-Ausgabe mit zwei Stücken gab es ein Jahr später zum Jahrestag des Freundschaftsvertrages zwischen Deutschland und Frankreich.

Das Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union verwendet in seinen Schreibregeln das Eurozeichen nur zur grafischen Darstellung, populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen und für Werbezwecke. Für den Cent gibt es offiziell weder ein Zeichen noch eine Abkürzung. Inoffiziell wird die Untereinheit allerdings häufig abgekürzt Ct, Ct. Die Vorderseiten der Münzen aller Euroländer sind gleich, auf der Rückseite haben sie nationale Motivprägungen.

Dennoch kann im gesamten Währungsraum damit bezahlt werden. Seit werden die Vorderseiten der Münzen schrittweise erneuert, um die im Jahre hinzugekommenen EU-Länder ebenfalls darzustellen. Die deutschen Rückseiten besitzen zusätzlich noch ein Münzzeichen , das den Prägeort angibt.

Unter Gebrauchsbedingungen entsteht ein elektrochemisches Spannungsgefälle , das Nickel - Ionen aus der Legierung herauslöst. Dies löst jedoch entgegen ursprünglichen Befürchtungen keine allergischen Reaktionen aus. Das kann unter Umständen auch mit anderen Münzen — zum Beispiel der neuen türkischen 1-Lira-Münze, der kenianischen 5- Schilling -Münze oder mit Restbeständen der italienischen Lira-Münze — geschehen. Seit werden 2-Euro-Gedenkmünzen für den Umlauf ausgegeben. Sie unterschieden sich nur durch das Motiv auf der nationalen Seite von den Umlaufmünzen und sind im gesamten Euroraum gültig.

Deutschland startete mit seiner ersten Gedenkmünze der Bundesländerserie , auf der das Holstentor zu Lübeck abgebildet ist. Die Auflage betrug 31,5 Millionen. Dennoch wurden aber immer wieder 2-Euro-Münzen mit dem Bundesadler in erheblicher Stückzahl für Umlaufzwecke geprägt. Zum fünfzigsten Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge , dem März , gaben alle 13 Euroländer eine Gedenkmünze mit gemeinsamem Bild und Schriftzügen in der jeweiligen Landessprache bzw.

Januar erschien erneut eine Gemeinschaftsausgabe der mittlerweile 16 Euroländer anlässlich des zehnten Jubiläums der Wirtschafts- und Währungsunion.

Das Ausgabedatum ist symbolisch zu betrachten, da Neujahr ein offizieller Feiertag ist. Die deutsche Ausgabe erschien am 5. Januar und die italienische Münze als letzte der Serie am Anfang folgte die dritte Gemeinschaftsausgabe von nunmehr 17 Ländern anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Einführung des Euros als Bargeld.

Die Euroländer verausgaben neben den normalen Kursmünzen und den 2-Euro-Gedenkmünzen auch reine Sammlermünzen.

Teilweise belaufen sich die Nennwerte auf bis zu mehreren hundert Euro, und die Münzen enthalten Silber oder Gold. Die Prägeauflage ist meistens limitiert. Die Nennwerte sind beliebig, nur die Nennwerte der normalen Euro-Kursmünzen dürfen nicht für Sammlermünzen verwendet werden.

April wurde in Deutschland, vorerst in kleiner Stückzahl und nur in den Filialen der Deutschen Bundesbank erhältlich, eine 5-Euro-Münze als Sammlermünze mit blauem Ring herausgegeben. Dabei sind keine realen Bauwerke abgebildet, sondern es wurden die Stilmerkmale der einzelnen Epochen in eine typische Abbildung eingebracht: Jahrhunderts auf dem Euro-Schein. Bis Ende war anhand des Anfangsbuchstabens der Seriennummer auf der Rückseite eines Euroscheines zu ersehen, im Auftrag welcher nationalen Zentralbank er gedruckt wurde.

Deutschland hatte in diesem System den Buchstaben X zugewiesen bekommen. Jede Nationalbank spezialisiert sich auf höchstens vier Wertstufen. Heute lässt sich die Herkunft nur noch mit Hilfe des Druckereicodes feststellen, der sich bei jedem Schein auf der Vorderseite befindet, bei Banknoten der zweiten Serie rechts am oberen Bildrand. Der erste Buchstabe gibt die Druckerei an, in der er gedruckt wurde. Siehe mehr dazu im Artikel Eurobanknoten. In einigen Euroländern sind 1- und 2-Cent-Münzen für den Barzahlungsverkehr nicht gebräuchlich und werden nur in kleinen Stückzahlen für Münzsammler geprägt.

Zwar kann man auch mit 1- oder 2-Cent-Münzen zahlen; sie werden jedoch nicht als Wechselgeld herausgegeben. Schon vor der Euro-Einführung war die kleinste Nominale der finnischen Mark nicht das 1-Penni-Stück, sondern das Penniä-Stück gewesen und Beträge wurden entsprechend gerundet. In den Niederlanden seit 1. September ; entsprechend auch schon mit dem Gulden nach der Abschaffung der 1-Cent-Münze wurde dieses System später übernommen — begründet mit dem geringen Geldumlauf solcher Münzen.

Dagegen wird aber eingewendet, dass dies wegen der psychologisch wichtigen Schwellenpreise , die dann eher von —,99 auf —,95 herabgesetzt werden, nicht passieren würde. Zudem existieren in niederländischen und finnischen Geschäften immer noch warenbezogene Schwellenpreise, die oft auf —,99 enden. Erst die Summe an der Kasse wird auf- oder abgerundet. Die EU-Kommission machte am Zugleich müssten die Zentralbanken ausgerechnet von diesen Münzen besonders viele Exemplare herausgeben.

Insgesamt seien in den letzten elf Jahren 45,8 Milliarden solcher Kleinstmünzen in Umlauf gebracht worden. Die Kosten für die Cent-Münzen könnten etwa durch eine andere Materialmischung oder ein effizienteres Prägungsverfahren reduziert werden. Die Fälschungssicherheit der Eurobanknoten wird im internationalen Vergleich hoch angesehen. Um sie zu gewährleisten, sind die Scheine mit mehreren Sicherheitsmerkmalen ausgestattet. Bei der Produktion werden in das Banknotenpapier fluoreszierende Fasern und ein mittig verlaufender Sicherheitsfaden eingebracht, der in Gegenlicht dunkel erscheint und die Wertangabe als Mikrodruck trägt.

Bei Nutzung von infrarotem Licht reflektieren die Scheine in unterschiedlichen Farben. Ein Wasserzeichen in den Noten lässt im Gegenlicht das jeweilige Architekturmotiv und die Wertzahl erkennen. Das Durchsichtsregister in der linken oberen Ecke der Banknotenvorderseite lässt ebenfalls im Gegenlicht zusammen mit dem Rückseitenmotiv die Wertzahl erscheinen.

Dies passiert dadurch, dass auf Vorder- und Rückseite jeweils nur Teile der Wertzahl gedruckt sind, die sich erst bei der Durchsicht zusammenfügen. Am Rand der 5-, und Euro-Banknoten ist ein durchlaufender metallisierter Folienstreifen aufgebracht, der je nach Beleuchtungswinkel entweder das Euro-Symbol oder den jeweiligen Wert des Scheines als Kinegramm erscheinen lässt. Durch das Druckverfahren der Banknoten, ein Stichtiefdruckverfahren kombiniert mit — als Irisdruck ausgeführtem — indirektem Hochdruck , entsteht auf der Geldscheinvorderseite ein ertastbares Relief , das die Fälschung der Banknoten erschwert und zugleich Sehbehinderten die Unterscheidung der Banknoten vereinfacht.

Zudem besitzen die Euroscheine maschinenlesbare Kennzeichen, die eine automatische Überprüfung der Echtheit gewährleisten. Die Deutsche Bundesbank empfiehlt generell, sich niemals nur auf ein einziges Sicherheitsmerkmal zu konzentrieren, [90] [91] und weist gleichzeitig darauf hin, dass es weitere Sicherheitsmerkmale gebe, die aber nicht veröffentlicht werden. Mario Draghi Präsident der Europäischen Zentralbank stellte am Mai in Umlauf gebracht wurde.

Sie weist zusätzliche Sicherheitsmerkmale auf, z. Zwecks längerer Haltbarkeit ist die neue Banknote mit einem Schutzlack versehen und fühlt sich deshalb wächsern-glatt an. Neu ist, dass in der Europa-Serie, die mit einem neuen Euro-Schein und mit einem neuen Euro-Schein fortgesetzt wurde, [94] die Währungsbezeichnung nicht nur in lateinischer und griechischer Schreibweise EURO bzw.

Euromünzen sind wegen des niedrigeren Wertes nicht so stark von Fälschungen betroffen wie die Geldscheine, trotzdem müssen auch sie vor Fälschern geschützt sein. Dies und ein komplexes, dreischichtiges Herstellungsverfahren gewährleisten die Fälschungssicherheit der Münzen. Da falsche Centmünzen oftmals aus anderen Metallen hergestellt sind als die echten, lassen sie auch oft einen falschen Klang beim Fall auf eine Tischplatte entstehen.

Auch hinterlassen sie oft eine bleistiftähnliche Spur, wenn man sie über ein Blatt Papier streicht. In Deutschland wurden im ersten Halbjahr rund Dies bedeutete einen Anstieg gegenüber den vorigen Jahren. Mit acht Fälschungen auf An falschen Euromünzen wurden rund Europaweit wurden im ersten Halbjahr Dem Umlauf entzogene 1- und 2-Euro-Münzen wurden bis in Deutschland nicht durch Verbiegen oder Plattwalzen ihrer Oberflächen verunstaltet, sondern entkernt, also in Ring und Kern getrennt und nach Materialsorte sortiert.

Solch sortierter Schrott wurde u. Um eine schrittweise Konvergenz der Politiken zu erreichen, wurde als neues Koordinierungsinstrument die multilaterale Überwachung eingeführt.

Dabei diskutierte der Rat für Wirtschaft und Finanzen zweimal jährlich über Berichte, die die Europäische Kommission zur Wirtschaftsentwicklung und Wirtschaftspolitik der Mitgliedstaaten erstellte. Allerdings blieben die einzelnen Mitgliedstaaten in ihren Entscheidungen letztlich frei und eigenverantwortlich, es bestanden noch keinerlei Verpflichtungen und Zwangsmittel.

Ein weiterer Bestandteil der ersten Stufe war die Neuordnung der währungspolitischen Zusammenarbeit. Hierfür erhielt der Gouverneurausschuss, in dem die Präsidenten der nationalen Zentralbanken versammelt waren, neue Zuständigkeiten. Er konnte nun öffentliche Stellungnahmen zur währungspolitischen Lage in der Gemeinschaft abgeben und begann mit der Vorbereitung zur Gründung des Europäischen Währungsinstituts. Zudem galt ab der ersten Stufe die uneingeschränkte Kapitalverkehrsfreiheit , eine der vier Grundfreiheiten im Europäischen Binnenmarkt , dessen Umsetzung bereits in der Einheitlichen Europäischen Akte beschlossen worden war.

Mit der Ernennung des Euro zur Gemeinschaftswährung begann am 1. Von diesem Zeitpunkt an mussten die Zentralbanken aller Mitgliedstaaten politisch unabhängig sein. Zudem stellte der Europäische Rat auf Grundlage eines Kommissionsberichts fest, welche Mitgliedstaaten die EU-Konvergenzkriterien erfüllten und deshalb den Euro als Währung einführen durften. Mit Beginn der dritten Stufe wurden die Wechselkurse der Währungen der vom Europäischen Rat ausgewählten elf Mitgliedstaaten unwiderruflich festgelegt.

Für die Durchführung der Geldpolitik in diesen Staaten waren von nun an nicht mehr die nationalen Zentralbanken, sondern das Europäische System der Zentralbanken und insbesondere die EZB zuständig. Letztere sollten durch den Wegfall der Wechselkursunsicherheiten , die Verminderung von Transaktionskosten und die höhere Markttransparenz entstehen.

Vor allem die ärmeren Mitgliedstaaten erhofften sich von der gemeinsamen Währung einen höheren Anreiz für Direktinvestitionen aus den reicheren Ländern. Tatsächlich war der Wachstumsschub durch die EWWU wie schon bei der Einrichtung des Europäischen Binnenmarkts kaum nachweisbar; er überlagerte sich mit anderen wirtschaftlichen Ereignissen.

Die EZB sollte stabilitätsorientierte Entscheidungen übernehmen können, die sonst für die Regierungen in der nationalen öffentlichen Meinung nur schwer durchsetzbar gewesen wären. Umgekehrt wurde in den traditionell preisstabilen Ländern wie Deutschland befürchtet, dass durch die EWWU das Inflationsniveau insgesamt ansteigen würde.

Sie sollte das Bewusstsein für die europäische Integration stärken und damit das allgemeine friedenssichernde Ziel der Europäischen Union unterstützen. Nach dem Scheitern des Verfassungsvertrags wurde der entsprechende Artikel im Vertrag von Lissabon allerdings wieder gestrichen.

Mai das Inkrafttreten der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion zum 1. Nach Zustimmung des Ecofin-Rats führte Griechenland zum 1. Januar den Euro ein. März stellte Slowenien als erster der neu beigetretenen Staaten einen offiziellen Antrag zur Einführung des Euros zum 1. Mai empfahl die Europäische Kommission, Slowenien in die Eurozone aufzunehmen.

Juli genehmigte der Ecofin-Rat letztendlich die Euro-Einführung zum 1. Damit stieg zum 1. Juli wurde der endgültige Wechselkurs festgelegt. Land führte Lettland am 1. Als bisher letztes Land führte Litauen am 1.

Auch nach Gründung der Währungsunion setzte sich die Debatte darüber fort, ob sie mehr Vor- oder Nachteile mit sich bringe und in welche Richtung sie gegebenenfalls weiterzuentwickeln sei. Angesichts einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung und steigender Euro-Kurse herrschte dabei zunächst eine optimistische Einschätzung vor.

Darin wird versucht, Vor- und Nachteile von Währungsunionen abzuwägen und eine Kosten-Nutzen-Analyse zu erstellen, anhand derer untersucht werden kann, ob in einem bestimmten Fall eine Währungsunion sinnvoll ist. Ein Vorteil der Währungsintegration ist die Reduktion der Transaktionskosten , die sich sowohl für Unternehmen als auch für Haushalte durch die einheitliche Währung ergibt.

Beide Wirtschaftssubjekte profitieren dabei einerseits von den wegfallenden Gebühren für den Devisenumtausch und andererseits auch von der Beschränkung der Wechselkursunsicherheit. Ein weiterer Vorteil ist in der Erhöhung der Markttransparenz zu sehen. Diese führt zu einer Senkung der Informationskosten für die Individuen, die nun die Preise innerhalb des Währungsgebietes unmittelbar miteinander vergleichen können.

Ein Nachteil einer Währungsunion ist dagegen der Verlust flexibler Wechselkurse als Anpassungsmechanismus, wenn sich die Volkswirtschaften zweier Regionen oder Länder auseinanderentwickeln.

Wenn etwa die Produktivität in einer Region schneller steigt als in einer anderen, führt dies bei flexiblen Kursen zu einer Aufwertung der Währung in der produktiveren Region, wodurch das wirtschaftliche Gleichgewicht wiederhergestellt wird.

Das Gleiche gilt, wenn aufgrund von nur regionalen Tarifverträgen in einer Region die Arbeitslöhne langsamer steigen als in einer anderen. In einer Währungsunion kann ein Ausgleich hingegen nur über die Bewegungen der Produktionsfaktoren flexible Arbeitsplätze und flexibles Kapital erfolgen. Für die Europäische Währungsunion kommen die meisten Studien zu dem Ergebnis, dass derzeit kein optimaler Währungsraum vorliegt, da insbesondere die Mobilität der Arbeitskräfte zu niedrig ist.

Die einheitliche Geld- und Zinspolitik der Europäischen Zentralbank habe zudem die konjunkturellen Unterschiede zwischen den verschiedenen Mitgliedstaaten nicht hinreichend berücksichtigen können und daher in manchen Ländern prozyklische Effekte gehabt. Allerdings weisen manche Ökonomen auch darauf hin, dass die Währungsunion selbst zur Schaffung eines optimalen Währungsraums beitragen kann, indem beispielsweise durch die Gemeinschaftswährung vermehrt ökonomische Transaktionen zwischen den Mitgliedstaaten stattfinden.

Grund für die Einrichtung einer gemeinsamen Währung waren demnach auch hier eher politische als ökonomische Erwägungen. Ein weiteres Thema in der Debatte über die EWWU ist die Forderung nach einer Europäischen Wirtschaftsregierung , die traditionell vor allem von der französischen Regierung gefordert, von Deutschland dagegen abgelehnt wurde.

Während in Deutschland die Bundesbank von jedem politischen Zugriff ferngehalten worden und lediglich dem Ziel der Preisstabilität verpflichtet war, hatten in Frankreich und anderen europäischen Ländern die Notenbanken der Kontrolle der Regierung unterstanden und waren auch zu deren wirtschaftspolitischen Zielen herangezogen worden.

In den Verhandlungen zur EWWU setzte sich der stabilitätsorientierte deutsche Ansatz durch; dennoch blieb die Forderung nach einer europäischen Wirtschaftsregierung auch später erhalten. Eine europäische Wirtschaftsregierung würde eine gemeinsame Fiskal- und aktive Konjunkturpolitik in der EU möglich machen, wie sie von einem Teil des politischen Spektrums gewünscht, von anderen hingegen abgelehnt wird.

Die EU kann selbst keine Steuern erheben, und die von der Europäischen Kommission verwalteten Eigenmittel der Europäischen Union sind weder so umfangreich noch so variabel steuerbar, dass sie sich zu einer aktiven Konjunkturpolitik eignen würden. Sofern eine aktive Konjunkturpolitik grundsätzlich oder in speziellen Situationen gewünscht wird, ist diese jeweils Angelegenheit der einzelnen Mitgliedstaaten, die sich nur freiwillig untereinander koordinieren.

Ähnliches gilt für die Lohnpolitik , da Tarifregelungen meist national begrenzt sind. Allerdings verband sich diese französische Position meist auch mit der Forderung nach einer aktiveren EU- Industriepolitik , die in Deutschland als Schritt zu einem ordnungspolitisch falschen Staatsinterventionismus abgelehnt wurde. Von Bedeutung wurde der Konflikt in der Finanzkrise ab , als alle Mitgliedstaaten jeweils nationale Konjunkturprogramme aufstellten, die von der Europäischen Kommission lediglich koordiniert wurden.

So setzte etwa die von Irland angekündigte Garantie für seine nationalen Banken die übrigen Mitgliedstaaten unter Druck, mit ähnlichen Mitteln nachzuziehen. Während der Eurokrise vermehrten sich seitens bestimmter politischer Strömungen die Forderungen nach einer europäischen Wirtschaftsregierung und wurden etwa auch vom Präsidenten der Europäischen Zentralbank , Jean-Claude Trichet , aufgegriffen.

Diese sollte allerdings auf Ebene der gesamten EU, nicht nur der Euro-Staaten ansetzen und vom Europäischen Rat , nicht von der Europäischen Kommission oder von etwa neu zu schaffenden Institutionen geleitet werden. Um die Koordination innerhalb der EU zu erleichtern, existiert zudem der Vorschlag, verschiedene euro-relevante Ämter in Form eines Doppelhuts miteinander zu vereinigen, nämlich das des Kommissars für Wirtschaft und Währung , des Vorsitzenden im Rat für Wirtschaft und Finanzen und des Vorsitzenden der Euro-Gruppe.

September vom Rat für Wirtschaft und Finanzen beschlossen. Sie wurde unter der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft zum ersten Mal angewandt.

Six-Pack , ein Paket aus fünf Verordnungen und einer Richtlinie. Es enthält zwei Gesetze, die Rahmenbedingungen zum Abbau von volkswirtschaftlichen Ungleichgewichten schaffen sollen, ein Gesetz, das die Transparenz der mitgliedsstaatlichen Haushaltsdaten verbessern und somit deren Manipulation verhindern soll.

Drei weitere Gesetze reformieren den Stabilitäts- und Wachstumspakt. Zudem wurde intensiv über ein verändertes Sanktionsregime diskutiert, wobei die Vorschläge bis hin zum Entzug des Stimmrechts im Rat der EU und zum Ausschluss aus der Eurozone reichten.

Dadurch würde die Kommission gegenüber dem bisherigen Verfahren, bei dem Sanktionen erst nach einem Beschluss des Rates greifen, gestärkt werden. Eine entsprechende Initiative wurde auf dem Gipfel des Europäischen Rates im Oktober eingeleitet siehe unten.

Es waren keine klaren Mechanismen vorgesehen, was bei einer eintretenden krisenhaften Überschuldung einzelner Staaten jeweils zu tun sei. Unter dem Druck der sich ausbreitenden Finanzkrise wurde deswegen am März ein Notfallplan für Griechenland aus Kreditgarantien der anderen Euro-Länder vereinbart sowie am Dennoch wurde vor dem deutschen Bundesverfassungsgericht unter anderem von Peter Gauweiler und einer Gruppe um Joachim Starbatty Klage gegen den Stabilisierungsmechanismus erhoben.

Juli wurde die Klage im Bundesverfassungsgericht verhandelt. Dies wurde insbesondere in Deutschland meist als negative Entwicklung verstanden, weil der Länderfinanzausgleich Nehmerländern die Anreize nähme, ihre Defizite zu verringern und damit deren finanzielle Probleme verstärke und Abhängigkeit von den Geberländern zementiere. Auch wurde die Einrichtung einer europäischen oder internationalen Staatsinsolvenzordnung besprochen, die Klarheit für Gläubiger schüfe, wenn Staaten die Rückzahlung von Krediten nicht mehr leisten können.

Mitte wurde ein Ausschuss unter Leitung des Ratspräsidenten Herman Van Rompuy eingesetzt, der im Verlauf der belgischen EU-Ratspräsidentschaft einen detaillierten Vorschlag über das künftige Sanktionsregime für den Stabilitäts- und Wachstumspakt vorlegen sollte.

Der Abschlussbericht Van Rompuys wurde beim Oktobergipfel angenommen. Bereits kurz vor diesem Gipfel präsentierten die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy gemeinsame Vorschläge hierzu, wobei insbesondere die Idee, Mitgliedstaaten gegebenenfalls das Stimmrecht im Rat der Europäischen Union zu entziehen, für kontroverse Diskussionen sorgte.

Auf dem Gipfel des Europäischen Rates am Dezember stellte Van Rompuy einen konkreten Vorschlag für eine Vertragsreform vor. Dabei blieb die No-Bailout-Klausel in Art. Januar in Kraft treten. Der dauerhafte Stabilisierungsmechanismus könnte in diesem Fall unmittelbar den auf drei Jahre begrenzten Stabilisierungsmechanismus ablösen, der im Zuge der Eurokrise beschlossen wurde.

Zudem wurde eine Überarbeitung des Sanktionsmechanismus im Stabilitäts- und Wachstumspakt diskutiert. Dieser Vorschlag, der eine Vertragsänderung nötig gemacht hätte, wurde von Kommission und Europäischem Parlament als notwendig für eine Reform angesehen, aber von Frankreich und anderen Mitgliedstaaten abgelehnt und deshalb vom Europäischen Rat nicht aufgegriffen.

Automatische Sanktionsmechanismen wurden nicht eingeführt. Deutschland und Frankreich stellten zudem Anfang Februar Vorschläge zu einer verbesserten Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten der Eurozone im Fiskalbereich vor, die unter anderem eine Angleichung von Unternehmenssteuersätzen und der Lohnpolitik sowie ein einheitliches Renteneintrittsalter vorsehen. Der Pakt enthält allerdings nur Absichtserklärungen, keine neuen Rechtsverpflichtungen der Mitgliedstaaten.

Dies wurde am Rande eines am Oktober stattgefundenen Treffens des Europäischen Rates bekannt. Im Zentrum der Reform soll die Ausgestaltung einer Fiskalunion stehen, die es gestattet, in die Steuer- und Budgetgestaltung von Euro-Mitgliedsländern direkt einzugreifen, wenn sie finanzielle Hilfe der Partner erhalten. Im EU-Vertrag geregelte Zuständigkeiten: EWU ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Die drei Stufen der WWU: Die Währungsunion — Chance für Europa: Handbuch zur Europäischen Währungsunion , hrsg.

Theorie, Empirie, Praxis , 4. Handbuch zur Europäischen Währungsunion, Kapitel 2. Deutsch-Französische Allianz gegen den Stabilitätspakt 1 2 Vorlage: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. EZB kauft für 16,5 Mrd. Euro Staatsanleihen Memento vom Mai im Internet Archive ; Der Spiegel , Bundesbanker vermuten französisches Komplott. Gabriele Metzler , "Abolish the pound and you abolish Britain".

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Die Bedeutung für die Europäische Union unter politischer und internationaler Berücksichtigung. Inflationsentwicklung in Deutschland seit auf finanznachrichten. EU legt Euro-Wechselkurs für Estland fest. Nicht mehr online verfügbar. Ehemals im Original ; abgerufen am Denmark eyeing referendum on euro englisch.

A Theory of Optimum Currency Areas, in: The American Economic Review Auflage, Pearson Studium, München u. Die Welt , Ein Schein von Einigkeit. Die Konjunkturpakete in den einzelnen EU-Staaten. Wichtigste EU-Staaten wollen Banken unterstützen. Nachbarn beklagen niedrige Löhne in Deutschland. Trichet fordert europäische Wirtschaftsregierung. Merkel erschmust Minimalkonsens gegen Sarkozy Memento vom Juni im Internet Archive.

Barnier träumt vom Präsidenten Europas. Heftige Diskussion um EU-Haushaltskontrolle. Britische Ausnahmeregelung in EU-Wirtschaftsregierung. Brüssel legt neue Pläne zur Wirtschaftsführung vor. EU-Stützungsplan am Dienstag im Kabinett. Darf Deutschland für Griechenland zahlen? Aus der EU wird ab sofort eine Transferunion. Schäuble denkt an Europäischen Währungsfonds. Eine geordnete Insolvenz als Ausweg aus der Griechenland-Krise?