Was ist Rendite?

 


The website provider automatically collects and stores information that your browser automatically transmits to us in "server log files". No-European countries, war zones, disaster- and crisis-areas should not be approached.

Photo Gallery


Lassen Sie uns unsere Rundreise durch die Wunderwelt der Rendite beginnen. Sie leihen mir Euro, ich gebe Ihnen Euro zurück. Aber Sie haben mir ja auch Euro statt nur Euro geliehen. Die von mir gezahlten 2 Euro beziehungsweise 4 Euro sind nicht die Rendite, sondern der Gewinn.

Bei Renditeberechnung müssen wir das eingesetzte Kapital und den erhaltenen Gewinn miteinander vergleichen. Hier hilft die Prozentrechnung weiter. Reicht das, um den Begriff Rendite klar zu definieren? Auf zum nächsten Beispiel.

Sie leihen mir Euro, ich gebe Ihnen nach einem halben Jahr Euro zurück. Sie leihen mir Euro, ich gebe Ihnen nach einem Jahr Euro zurück. Bei der Renditebetrachtung spielt die Zeit eine Rolle. Wie lange ist mein Kapital gebunden? Wenn wir die beiden Transaktionen miteinander vergleichen wollen, müssen wir sie so umrechnen, dass wir in beiden Fällen den gleichen Zeitraum betrachten.

In der Finanzwelt ist das Jahr der Standardzeitraum. Das ist das berühmte p. Klingt halt cooler als jährlich und unterstreicht dezent die humanistische Bildung Ihres Bankers.

Zurück zu unserm Beispiel. Bezogen aufs Jahr sieht die Rechnung wie folgt aus: Sie leihen mir Euro und haben am Jahresende 2 Euro Gewinn gemacht. Die Rendite bezieht sich immer auf das eingesetzte Kapital und wird immer auf ein Jahr gerechnet. Das gilt auch, wenn der tatsächliche Investitionszeitraum kürzer ist. So werden die Renditen unterschiedlicher Investitionen vergleichbar. Verdient haben Sie aber trotzdem nur 50 Cent. Natürlich nicht so klar, wie ich das hier formuliert habe, sondern mit einem ordentlichen Schwung juristischem Zuckerguss verziert.

Sie geben mir Euro, ich ziehe 10 Euro Gebühren ab und investiere 90 Euro. Im nächsten Jahr gehe ich wieder über Los und ziehe wieder 10 Euro ein. Die verbleibenden 80 Euro investiere ich.

Ich habe hier einen beliebten Trick der Finanzjungs verwendet: Ich habe mit der Steigerung der Steigerung angegeben.

So lassen sich auch sehr überschaubare Summen zu beeindruckenden Prozenten aufblasen. Bevor jetzt die Kritiker kommen: Ja, das ist ein sehr simples Beispiel und in seiner Plumpheit mit ziemlicher Sicherheit so nicht durchführbar, weil verboten. Renditen müssen in Verkaufsprospekten effektiv angegeben werden, um solche Tricks zu verhindern.

Klären Sie vor jeder Investition, worauf sich die Rendite bezieht. Eine sich jährlich ändernde Nulllinie ist das optimale Einfallstor für Renditetricksereien. Die Sache muss noch nicht einmal illegal sein. Es herrscht Vertragsfreiheit, und es gibt keine wasserdichte Rendite-Definition. Sie müssen in jedem einzelnen Fall klären, wie Rendite definiert ist. Die Rendite einer Anleihe ist nicht mit deren Nominalzinssatz identisch, sondern hängt auch von aktuellem Kurs und Rest- Laufzeit ab.

Zur Veranschaulichung der Beziehung zwischen Rendite und Laufzeit kann die Renditestrukturkurve auch vereinfachend Zinsstrukturkurve genannt herangezogen werden.

Es wird die zeitliche Struktur von Anleiherenditen widergespiegelt, d. Im Normalfall verläuft eine Renditestrukturkurve steigend, so dass die Rendite einer längerfristigen Anleihe stets über den Renditen kurzfristiger Anleihen liegt.

Sinkt die Kurve, liegen somit die Anleiherenditen kurzer Laufzeit über den Anleiherenditen langer Laufzeit. Laufzeitrendite einer n-jährigen Anleihe ist als der konstante jährliche Zinssatz definiert, der den Anleihekurs heute gleich dem Gegenwartswert der künftigen Anleihe-Zahlung macht. Angenommen es wird eine Anleihe über zwei Jahre gehalten. Was den Anleger hierbei interessiert ist, zu wie viel Prozent sich die Anleihe nach Ablauf der zwei Jahre rentiert.

Die Periodenrendite einer Anleihe wird mit Return bezeichnet. Anwendung findet die Periodenrendite u. Dadurch wird ein Vergleich verschiedener Anlageformen ermöglicht und der Anleger kann ableiten, wie hoch der Ertrag aus seinen Aktien ist.

Beide Arten werden meistens als Durchschnittsrendite d. Die versprochene Rendite wird im Vorfeld nach bestimmten Konventionen berechnet ex-ante. Die tatsächliche Rendite hingegen ist ein nachträgliches Konzept ex-post , welches die tatsächlichen Wiederanlagemöglichkeiten berücksichtigt. Da versprochene Renditen sich oft nicht erreichen lassen, ist auch ex ante bereits zwischen versprochenen "geplanten" und zu erwartenden Renditen also dem Erwartungswert der Rendite zu unterscheiden.

So unterscheiden sich beispielsweise der vertraglich versprochene Fremdkapitalzinssatz von den Fremdkapitalkosten, also dererwartete Rendite der Fremdkapitalgeber, weil es zur Insolvenz kommen kann siehe Insolvenzrisiko und Kapitalkosten. Werte, die sich "im Mittel" möglicher Zukunftsszenarien realisieren lassen.

Die Berechnung von Erwartungswerten erfordert wiederum die Analyse von Chancen und Gefahren, die Planabweichungen auslösen können, also eine Risikoanalyse. Zur näherungsweisen Berechnung der in einem Jahr erzielten Rendite eines Portfolios , wobei im Laufe des Jahres Ein- und Auszahlungen vorgenommen werden, dient die Zinsformel von Hardy. Um die Renditen unterschiedlicher Anlageformen mit unterschiedlich langen Anlagezeiträumen bspw. Die Annualisierung erfolgt bei diskreten Renditen über das geometrische Mittel und nicht über das arithmetische Mittel.

Bei Risikoaversion steigt mit zunehmendem Risiko die Anforderung an die erwartete Rendite. Die risikogerechte Anforderung an eine Rendite nennt man Kapitalkosten.

Auf den Finanzmärkten wird das Eingehen von Finanzrisiken allgemein durch die Rendite entlohnt. Entsprechend verlaufen Rendite und Risiko symmetrisch, so dass eine hohe Rendite eine hohe Ertragskraft , aber auch ein hohes Risiko repräsentiert und umgekehrt.

Diesen Zusammenhang stellte erstmals die von Harry M. Markowitz im März aufgestellte Portfoliotheorie her. Dem Modell liegt das Bestreben zugrunde, mit einem gegebenen Risiko die maximale Rendite zu erzielen bzw. Es hat die bisherige eindimensionale Betrachtung der Rendite als alleiniges Entscheidungskriterium bei einer Anlage- oder Investitionsentscheidung abgelöst und begründete die risikoadjustierten Renditen. Hieraus kann abgeleitet werden, dass die risikoadjustierte Rendite umso geringer ist, je höher das anlagebedingte Risiko ausfällt und umgekehrt.

Das wichtigste Anlageziel der Anleger ist die Erzielung einer hohen Rendite, das jedoch durch das Risiko eingeschränkt wird. Als Punktschätzer für den Erwartungswert wird hierbei das arithmetische Mittel und die Standardabweichung die empirische Standardabweichung herangezogen.

Es kann bei der Betrachtung des Risikos in systematisches und unsystematisches Risiko unterschieden werden. Das systematische Risiko betrifft allgemein Kapitalanlagen, die den konjunkturellen Schwankungen des Marktes unterliegen Marktrisiko.