Zinsniveau

 

Die Leistungsbilanz (kurz LB) umfasst in der Volkswirtschaftslehre alle Ausgaben und Einnahmen einer Volkswirtschaft, darunter auch die Importe und Exporte von Gütern und Dienstleistungen in der volkswirtschaftlichen Zahlungsbilanz.

Es kann aber auch sein, dass es andere Standorte gibt, die eine höhere Rendite auf das eingesetzte Kapital bieten Emerging markets. Durch den erhöhten Ressourcenverbrauch steht nur noch ein geringerer Teil der inländischen Produktion für den Export zur Verfügung, die Exportmenge sinkt bei zunehmenden Importmengen, was zu einem Überschuss der Importe über die Exporte führt und damit die Leistungsbilanz tendenziell in ein Defizit führt. Das führt zu einer Annäherung der Zinsniveaus. Das Inlandsprodukt vermindert um Konsum und Staatsausgaben stellt die volkswirtschaftliche Ersparnis S dar, also:.

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Verschiebungen der Angebotskurve Die Elastizität des Angebots – Die Marktnachfrage Die Haushaltsnachfrage: Indifferenzkurve, Budgetgerade, Gossensche Gesetze, Normales/Anormales Verhalten der Nachfrage Die Marktnachfrage: Determinanten der Marktnachfrage, Verlauf der Nachfragekurve, Kurvenverschiebungen.

Euro in die Zahlungsbilanz ein, da der Verkauf von Währungsreserven zu einer Einnahme aus dem Ausland führt. Euro aus der Kapitalbilanz inkl. Kapital wurde also per Saldo im Ausland in der einen oder anderen Form angelegt. Insgesamt gleicht sich so die Zahlungsbilanz eines Währungsraumes immer aus. Für einen derartigen Abfluss von Kapital gibt es zwei Möglichkeiten. Einerseits könnte man annehmen, dass Deutschland ein schlechter Unternehmensstandort ist und es sich somit nicht lohnt, hier weiter zu investieren.

Es kann aber auch sein, dass es andere Standorte gibt, die eine höhere Rendite auf das eingesetzte Kapital bieten Emerging markets. Die damit verbundenen Zinszahlungen können dazu verwendet werden, den zukünftigen heimischen Konsum zu finanzieren.

Das kann sich z. Leistungsbilanzüberschüssen stehen Leistungsbilanzdefizite anderer Länder gegenüber, deren Verschuldung gegenüber dem Ausland also steigt. Viele keynesianische Ökonomen sehen in den im Euroraum bestehenden Leistungsbilanzdifferenzen eine Kernursache der Eurokrise , so etwa Heiner Flassbeck [11] , Paul Krugman [12] oder Joseph Stiglitz [13].

Verwendungsgleichung des Sozialprodukts für eine offene Volkswirtschaft:. Das folgende Beispiel soll die Entwicklung der Leistungsbilanz von Schweden in den Jahren — zeigen. Bei der Darstellung der Leistungsbilanz des Beispiellandes Schweden am rechten Bildrand ist zu erkennen, dass seit dem Jahr bis hin zum Jahr die Leistungsbilanz stetig steigt.

Dies bedeutet, dass der Export an Waren und Dienstleistungen in den Jahren — den Import überstiegen hat. Des Weiteren ist zu erwähnen, dass ein positiver Saldo, wie er hier vorliegt, zwangsläufig eine Zunahme der Forderungen gegenüber dem Ausland bedeutet.

Was bedeutet, dass die Einnahmen aus dem Handel mit Gütern und Dienstleistungen die diesbezüglichen Einzahlungen übersteigen. Ein solcher Überschuss entspricht einem Defizit in gleicher Höhe im Ausland. Die Höhe der Exporte und Importe eines Landes wiederum stehen dabei in einem engen Zusammenhang mit der Höhe der Ersparnisse und den Investitionen einer Volkswirtschaft. Dieser Zusammenhang lässt sich mathematisch wie folgt erklären:.

Das Inlandsprodukt vermindert um Konsum und Staatsausgaben stellt die volkswirtschaftliche Ersparnis S dar, also:. Setzt man beide Formeln in die oberste Gleichung ein, erhält man nach Umformung den Zusammenhang zwischen Ersparnis und Investition auf der einen und Nettoexport bzw.

Leistungsbilanzsaldo auf anderen Seite:. Dies zeigt, dass der Saldo der Ersparnisse und Investitionen dem Leistungsbilanzsaldo entspricht. Um die Wirkungen von Veränderungen bei der volkswirtschaftlichen Ersparnis bzw. Investition auf die Leistungsbilanz untersuchen zu können, wird bei der folgenden Betrachtung von einer kleinen offenen Volkswirtschaft mit vollkommener Kapitalmobilität ausgegangen.

Daraus folgt, dass die Höhe der Ersparnisse und Investitionen vom Weltzinssatz bestimmt werden. Bei einem hohen Weltzinssatz werden demnach die Ersparnisse höher als die Investitionen sein. Bei niedrigem Weltzinssatz wiederum werden die Investitionen höher als die Ersparnisse sein. Punkt 1 zeigt, dass bei einem niedrigen Weltzinssatz die Investitionen einer Volkswirtschaft höher als die Ersparnisse sind und sich ein Leistungsbilanzdefizit einstellt.

Punkt 2 zeigt den Weltzinssatz, in dem die Investitionen einer Volkswirtschaft den Ersparnissen entsprechen und die Leistungsbilanz ausgeglichen ist. Punkt 3 zeigt, dass bei einem hohen Weltzinssatz die Investitionen einer Volkswirtschaft niedriger als die Ersparnisse sind und sich ein Leistungsbilanzüberschuss einstellt. Wie bereits geschildert, führt die Verringerung des Weltzinssatzes zu einer Erhöhung der Investition.

Wenn dieser Verbrauch über die aus der inländischen Produktion zur Verfügung stehenden Ressourcen steigt, kann dieser nur durch Importe aus der übrigen Welt gedeckt werden. Durch den erhöhten Ressourcenverbrauch steht nur noch ein geringerer Teil der inländischen Produktion für den Export zur Verfügung, die Exportmenge sinkt bei zunehmenden Importmengen, was zu einem Überschuss der Importe über die Exporte führt und damit die Leistungsbilanz tendenziell in ein Defizit führt.

Umgekehrt lässt sich sagen, dass eine Erhöhung des Weltzinssatzes den Ressourcenverbrauch verringert, die Exportmengen steigen, die Importe zurückgehen und somit die Leistungsbilanz tendenziell einen Überschuss aufweist. Gemeint sind hier beispielsweise Veränderungen von Steuerabgaben T. Aber vor allem werden durch die verringerten Steuereinnahmen die staatlichen Ersparnisse T-G verringert und somit die volkswirtschaftliche Gesamtersparnis.

Daraus folgt, wie bereits im oberen Beispiel erwähnt, dass sich der Ressourcenverbrauch über die zur Verfügung stehende Produktion erhöht und somit die Importe die Exporte übersteigen. Die Leistungsbilanz würde damit tendenziell ein Defizit aufweisen. So führt beispielsweise eine relative Verbesserung der Exportpreise zu den Importpreisen zu einer Erhöhung des Realeinkommens einer Volkswirtschaft.

Die Volkswirtschaft kann aufgrund der verbesserten Terms of Trade für die gleiche Menge an Exporten mehr Importe realisieren. Dies lässt sich mit der Zunahme der realen Wechselkurse und der damit verbunden relativen Verteuerung inländischer Produkte erklären. Letztlich wird die Volkswirtschaft nicht nur weniger importieren, sondern auch weniger exportieren.

Die durch die Protektionspolitik erhoffte Verbesserung der Leistungsbilanz wird, da sowohl die Ersparnis als auch die Investition unberührt bleiben, nicht erreicht. Ersparnis einer Volkswirtschaft wirken und letztlich die Leistungsbilanz in ihrem Saldo beeinflussen.

Sollte der Zinssatz auf einem der internationalen Kreditmärkte steigen, werden Kreditnachfrager versuchen, sich Kredite auf einem anderen Kreditmarkt zu besorgen. Das führt zu einer Annäherung der Zinsniveaus. Sinkende Nachfrage und steigendes Angebot auf dem Kreditmarkt mit höherem Zinsniveau bedingen nun eine Annäherung der Zinsniveaus. Die Zinsentwicklung am Geldmarkt beeinflusst auch das Zinsniveau am Kapitalmarkt , da ein erhöhter Geldmarktzins zu einem Geldzufluss in diesen Markt zur Folge hat, was zu einem zinserhöhend wirkenden Geldabfluss auf dem Kapitalmarkt führt.

Die in der Boomphase bei erhöhtem Zinsniveau vorgenommenen Investitionen erweisen sich bei relativer Preisniveaustabilität als unrentabel, es sinken Gewinne und Arbeitskosten mit der Gefahr der Zunahme von Unternehmenskrisen. Denn zusätzliche Investitionen erhöhen die Geldnachfrage und damit das Zinsniveau. Es besteht zudem auf dem Aktienmarkt eine positive Korrelation zwischen Zinsniveau und erwarteter Aktienrendite.

Sind nämlich die Zinsen hoch, ist das Interesse an Aktien gering und deren Kursniveau niedrig, was eine hohe Dividendenrendite bedeutet. Zu erwähnen ist ferner der Einfluss des Zinsniveaus auf die Staatsfinanzen.

Ein defizitärer Staatshaushalt weist einen negativen Finanzierungssaldo auf, in welchem die Zinsausgaben für Staatsschulden wie Staatsanleihen berücksichtigt sind.

Erhöht sich das Zinsniveau, steigt — unter sonst gleichbleibenden Verhältnissen — der negative Finanzierungssaldo weiter an und erfordert eine zusätzliche Neuverschuldung des Staates, die auf den Kapitalmärkten zu einem weiter steigenden Zinsniveau beitragen kann.

Dieser sich selbst verstärkende Prozess kann Staaten mit hoher Staatsschuldenquote durch eine ungünstige Zinslastquote in eine Finanzkrise führen, wie dies bei der Eurokrise und insbesondere der griechischen Staatsschuldenkrise der Fall war. Die Erwartungen von Auf- oder Abwertungen üben vielfach einen stärkeren Einfluss auf die Geldbewegungen aus als das internationale Zinsgefälle.

Allgemein gilt, dass das nominale Zinsniveau umso höher liegt, je höher die tatsächliche oder erwartete Inflationsrate ist. Mit ihrer Zinspolitik als Aktionsparameter beeinflussen die Zentralbanken vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung das kurzfristige Zinsniveau ihres Landes. Diese ist für die Bestimmung der Leitzinsen zuständig und hat sich für drei Aggregate entschieden, und zwar für einen Zinssatz für das Hauptrefinanzierungsgeschäft , für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und für die Einlagefazilität.

Das Niedrigzinsniveau benachteiligt alle Gläubiger wie Kapitalanleger Sparer oder Versicherungen , auch betriebliche Pensionsrückstellungen und begünstigt alle Schuldner wie Kreditnehmer Unternehmensfinanzierung , hochverschuldete Staaten. Dies gilt umgekehrt auch für das Hochzinsniveau.