Elektronisches Geld

 

Der Vorsitzende des Zentralausschusses und der Polizeigewerkschaftschef Reinhard Zimmermann und der Stellvertreter Alfred ISER besuchten aufgrund der internen Probleme die betroffene Abteilung (II/14 - .

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Themen des Wahlprogramms

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Vorsitzender Reinhard Zimmermann Auszug aus dem Editorial " An dieser Stelle darf ich mich für die professionelle und sehr gute Zusammenarbeit zwischen Dienstgeber- und Dienstnehmervertretung bedanken. Vieles haben wir weitergebracht. Vieles haben wir nachhaltig geändert. Vieles liegt aber noch vor uns.

Ich werde mit meinem Team auch weiterhin hauptverantwortlich die Anliegen der Kolleginnen und Kollegen vorantreiben. Wir gehen gemeinsam in die Zukunft und gemeinsam werden wir in den nächsten Jahren die Zukunft gestalten. Selbstverständlich werden wir auch die in der Broschüre enthaltenen Themen in den zuständigen Gremien einbringen.

I nach langwierigen und zähen Verhandlungen entsprochen und daher werden mit 1. Dezember alle PolizeischülerInnen exekutivdienstlicher Ausbildung und im fremden-und grenzpolizeilichen Bereich — Aspiranten im E2c-Schema entlohnt. Ordentlichen Landeskonferenz am Auch die übrigen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt. Gerhard Karner, Sektionschef Mag. Michael Kloibmüller, Landespolizeidirektor Mag. Über Initiative der Polizeigewerkschaft mit Unterstützung von Bundesminister Sobotka erfolgte eine Änderung des Waffengesetzes die SPÖ reklamierte leider eine 9mm-Beschränkung ins Gesetz, ohne der sie der Änderung nicht zugestimmt hätte.

Während multifunktionales E-Geld die mehr oder weniger universelle Nutzung der Kaufkraft zur Tätigung von Zahlungen gestattet, ist beim begrenzt funktionalen elektronischen Zahlungsmittel die Nutzung der Kaufkraft auf ganz bestimmte Verkaufsstellen an bestimmten Standorten beschränkt.

Ein Beispiel dafür wären elektronische Zahlungsmittel, die nur innerhalb eines Verbunds öffentlicher Verkehrsmittel einer Stadt akzeptiert werden. Sie stellt aufsichts- und zivilrechtliche Regeln für die Erbringung von Zahlungsdiensten auf, unter die Überweisungen , Lastschriften und Kartenzahlungen fallen. Sie definierte E-Geld in Art. Januar anzuwenden und ersetzt die PSD 1.

Der monetäre Wert muss eine Forderung an den Anbieter darstellen, gegen Zahlung eines Geldbetrages geschaffen und durch eine elektronische Speicherung repräsentiert werden. E-Geld-Produkte werden je nach Art des Speichermediums in hardwaregestützte und softwaregestützte Produkte unterteilt. Softwaregestützte Produkte hingegen funktionieren auf der Basis spezieller PC-Software, mit welcher elektronische Werteinheiten in der Regel über Telekommunikationsnetze z.

Zum hardwaregestützten E-Geld gehören Zahlungen über Telekommunikationsnetze, die mittels eines Kartenlesegeräts und eines Personal Computers mit Internetzugang geleistet werden.

Es wird ein bei vielen deutschen Bankkarten integrierter Chip genutzt, auf den am Geldautomaten Beträge bis zu Euro geladen werden können. Netzgeld oder Cyberwallet wird beim elektronischen Handel neben den klassischen Systemen im Zahlungsverkehr wie Nachnahme , Kreditkarte , Rechnung und Lastschrift genutzt.

Die Speicherung des elektronischen Geldes erfolgt auf einem Datenträger beim Nutzer z. Um Netzgeld zu erhalten, muss zunächst reguläres Buchgeld s. E-Geld-Institut oder das herausgebende Kreditinstitut transferiert werden beispielsweise per Überweisung. Die Gruppen können ihre Schriften einfach selbst online veröffentlichen.

Aber eine gewissen Sehnsucht ist noch da. Schon schrieb Vera Gaserow in der taz, es gebe gar keine richtige linke Bewegung mehr. Und wo ist die Bewegung heute? So wie sich das Feld der sozialen Bewegungen in den letzten Jahrzehnten gewandelt hat, so muss sich auch der taz-Zugang zu ihnen wandeln.

Für uns darf nicht die Professionalität einer Organisation oder eines sozialen Netzwerks darüber entscheiden, wie stark wir ein Thema aus dem Bereich sozialer Bewegungen einschätzen.

Und auf solche Entwicklungen müssen wir in Zukunft aufmerksamer reagieren. Wie interessant finden wir es, für wie relevant halten wir es? Das sind die entscheidenden Fragen für uns. Aber selbst systematisch Fälle von sexuellen Übergriffen zu recherchieren, hat nicht geklappt — auch wenn das auf Konferenzen immer wieder angedacht und angemahnt wurde. Den einen fehlten die Ressourcen, andere fühlten sich nicht zuständig oder waren mit aus ihrer Sicht interessanteren Recherchen beschäftigt.

Wir verdaddeln sie auch gern mal. Wir sind immer noch ganz stark vom Tageszeitungmachen geprägt. Für die Zukunft sollten wir jetzt lernen, ein für die taz wichtiges Thema schnell mit Recherchepower zu besetzen — nicht für ultimo, aber für so lange wie nötig.

Warum ändern wir das nicht? Armut gab es für die taz nur in Entwicklungsländern. Letztere sind ebenso persönlich betroffen, wenn es an ihr mangelt — Stichwort niedriges Gehalt und drohende Altersarmut. Barbara Dribbusch traf für diese Geschichte drei Frauen, ihre Geschichten sind kein Sozialdrama, sondern erzählen vom Alltag mit wenig Geld.

Und so bestechend, selbst am Kiosk. Dass wir über soziale Gerechtigkeit offenbar trotzdem zu wenig berichten, hat ganz verschiedene Ursachen. Es gibt nicht viele nachrichtliche Ereignisse, an denen sich hier Berichterstattung aufhängen lässt. Geschichten verharren in der Opferperspektive und wiederholen sich, leider. Für eine Tageszeitung gilt nicht zuletzt ein aktueller Aufhänger als Kriterium für ein Thema.

Doch Armut ist eben oft ein leiser, latenter Zustand. All diese Gründe sollten uns nicht davon abhalten, das Thema stärker in den Fokus zu nehmen. Dann müssen wir eben kreativer werden, neue Erzählformen finden — etwa in Langzeitprojekten, unmittelbaren Protokollen von Betroffenen oder Systemanalysen, die die Problematik greifbar machen. Warum nicht einmal im Jahr einen taz-Armutsbericht, der selbst Anlass schafft? Die Volkszählung war ein riesiges Thema für die taz.

Gemessen daran, was damals skandalisiert wurde, haben wir gar nicht genug Platz, um das zu beschreiben, was heute passiert. Internetkonzerne wissen in bestimmten Bereichen mehr über uns als wir selbst. Geheimdienste schöpfen permanent Daten ab. Regierungen versuchen, im Internet Wahlen zu beeinflussen. Künstliche Intelligenz erleichtert möglicherweise das Leben von vielen, bringt andererseits aber auch Gefahren mit sich, wie etwa Jobverlust. Warum kommt das Thema digitale Demokratie und Datenschutz bei uns zu kurz?

Eine kulturell-gesellschaftliche Auseinandersetzung und eine aus Verbraucherschutzperspektive sind noch am stärksten in der taz vorhanden. Was fehlt, ist eine harte politische Auseinandersetzung in den Ressorts Inland und Ausland — hier wäre auch der internationale Kontext wichtig. Und dessen Antwort dann in die Zeitung bringt. Ein Ressort Digitale Demokratie klingt erstmal utopisch — wäre aber ein klares Signal der taz, die Wichtigkeit des Themas zu unterstreichen. Wir haben ihn in den vergangenen Jahren erfolgreich gestärkt.

So kann es funktionieren, ein Thema mit eigenen Recherchen und Zugängen immer wieder auf die Agenda zu setzen, auch wenn die dpa-Themenvorschau und der Sitzungsplan des Bundestags das nicht vorgeben. Ich stimme uneingeschränkt zu, dass der taz gerade im Bereich Digitalisierung und dessen Auswirkungen oft die Expertise und auch die übergeordnete Einordnung fehlt. Durch die Komplexität des Themas halte ich ein Ressort alleine deshalb für sinnvoll, wenn dadurch auch externe Fachleute die taz hier besser wahrnehmen und sich einbringen.

Dann aber Ressort übergreifend berichten! Als Spezialisten sollten diese Kollegen doch mindestens an Artikeln mitschreiben können. Warum werden eigentlich keine Artikel von Blogs und ähnlichen Seiten nachgedruckt? Warum gibt es zum Beispiel nicht alle zwei-drei Tage einen ausgewählten Beitrag von netzpolitik. So teuer kann das doch nicht sein — und auf diese Weise müsste man nicht alles selbst machen, sondern zuallererst die richtigen Partner identifizieren.

Ja, wir müssen das Thema Digitales stärken. Aber ein neues Ressort wäre noch mehr Wasserkopf, noch eine Ressortleitung. Einfacher, billiger und flexibler wäre es, diese Themen in den bestehenden Ressorts zu stärken. Wenn es sein muss, durch neue Fachredakteure. Noch bringt die gedruckte Tageszeitung der taz mit Abstand das meiste Geld ein. Wir müssen im Netz Geld verdienen und haben mit dem freiwilligen Bezahlen auch ein Modell dafür.

Aber die Zahl sinkt sogar — entgegen dem Branchentrend. Wir müssen Reichweite wollen! Um langfristig Geld zu verdienen, sollten wir welches ausgeben: Nicht nur für die Steigerung der Reichweite, sondern auch für die Entwicklung starker digitaler Produkte.

Mithilfe der Genossenschaft können wir konkrete Projekte finanzieren. Das müssen wir gezielter für Investitionen in die Zukunft nutzen. Denn wir brauchen sogar mehr Geld als bisher. Deswegen müssen wir taz-Mitarbeitende besser bezahlen. Kai Schöneberg, taz Hausblog, Die taz verkauft ein Lebensgefühl: Wir sind Kirche, Verein, Mythos, anfassbares Lebensgefühl einer alternden linksökologischen Szene, ein gesellschaftspolitisches Zuhause.

Pressevielfalt, Gemeinwohlökonomie und Genossenschaftswesen. Wer bei unserem freiwilligen Online-Finanzierungsmodell taz zahl ich tzi mitmacht, findet unabhängigen Journalismus, die Idee des Solidarmodells, die politische Bedeutung und ein Überleben der taz im digitalen Zeitalter wichtig.

Doch unsere Stärke ist gleichzeitig unsere Schwäche. Sie steuerten satte 15,58 Millionen Euro zu unseren Erlösen bei — das macht 57 Prozent. Es gibt das Argument, die Einstellung der Werktagsausgabe würde ja auch Kosten sparen, etwa für Druck, Vertrieb und Zustellung, aber insgesamt wären das momentan nur 6,33 Millionen Euro.

Um ein Printabo unter der Woche zu ersetzen, reicht ein ePaper zum jetzigen Preis oder ein Wochenendabo nicht, geht man davon aus, dass Redaktion und Verlag nicht schrumpfen sollen. Die taz muss also ihre journalistische Arbeit an mehr Menschen verkaufen. Das kann klappen, denn immer mehr Menschen zahlen auf einem der verschiedenen Kanäle für ein journalistisches Produkt der taz. Das läuft aber auch auf einen Bewusstseinswandel in der Redaktion hinaus: Wir müssen bereit sein, dafür zu kämpfen, unseren Journalismus zu verkaufen.

Die Zeit des blinden Vertrauens darauf, dass die Genossenschaft und die Geschäftsführung das Ding schon schaukeln werden, muss vorbei sein. Das E-Paperabo ist tatsächlich zu preiswert. Beim Tagesspiegel kostet es z. Die taz sollte ihr wichtigstes Kapital, ihre Glaubwürdigkeit, besser schützen. Hier bedarf es dringend klarer Regeln — für Verlag und für Redaktion.

Einzelne Geschäftsbereiche lassen sich zwar monetär getrennt bilanzieren — aussagekräftig ist aber nur die taz-Gesamtbilanz, weil die einzelnen Bereiche voneinander abhängig sind: Der Shop macht Gewinn und etabliert sich gerade als eigene Marke — dennoch ist er vom publizistischen Image der taz und ihrer Reichweite digital wie analog abhängig.

Doch egal, wie jemand zahlt, die taz ist essenziell von ihrem Ruf abhängig. Daraus ergeben sich folgende Schlussfolgerungen.

Berlin wird immer teurer. Mit dieser Entwicklung endet ein Teil des ungeschriebenen Geschäftsmodells der taz in einer Stadt mit günstigen Mieten und bezahlbarem Bier: In einigen Kiezen haben sich die Mieten aber seit fast verdoppelt. Berufsjahr bei ,42 Euro brutto, weitere Steigerungen nach Berufsjahren gibt es nicht.

Der Tarif liegt laut DJV vom 4. Berufsjahr bei Euro, dann bei und ab dem Berufsjahr bei Euro — Zulagen sind da noch nicht enthalten. Wir bekommen also bei für uns günstiger Rechnung zwischen 67 und 53 Prozent des normalen Gehalts.

Die Geschäftsführung versucht diese Lohnlücke allmählich zu verkleinern. Geht es in diesem Tempo weiter, bekommen wir um das Jahr herum Tariflohn. Der Tarif liegt bei 79 bis Cent, allerdings für längere Zeilen.

Rechnet man das mit ein, zahlt die taz zwischen 55 und Cent pro Zeile. Aus dem steigenden wirtschaftlichen Druck kann eine Gefahr für das Geschäftsmodell der taz resultieren: Schon heute sind viele Mitarbeitende auf Zusatzverdienste angewiesen, auch um für die Rente sparen zu können. Vermutlich werden es immer mehr werden. Es gibt allerdings keine Evaluierung im Haus zu der Frage, wie sich die neue Lage in Berlin auf die Mitarbeitenden auswirkt. Vielleicht sollten wir auch langsam relisieren, dass wir nicht mit dem selben Stellenumfang wie bisher ein dynamischen Onlineunternehmen werden.

Durch die Crowd finanzierte Medien sind nur deswegen möglich, weil sie nicht so viele uneffiziente Altlasten mitschleppen müssen Abteilungen deren einzige Funktion die Selbsterhaltung ist, müssen überdacht werden wenn wir zukunftsfähig werden wollen.

Das Redaktionsstatut von enthält lediglich die Aufforderung, externes Sponsoring bei Reisen und Recherchen sichtbar zu machen, was die Redaktion teilweise auch umsetzt. Es gibt aber keinerlei schriftlich fixierte Regeln zur Annahme von Geschenken, Einladungen zu Essen oder Reisen durch Institutionen oder für Nebentätigkeiten, sei es die Mitarbeit in der Öffentlichkeitsarbeit einer Organisation oder die Moderation von Veranstaltungen.

Unabhängigkeit und freie Berichterstattung sind aber essenziell, um das Geschäftsmodell der taz zu schützen. Aus diesen Gründen sollte die taz dringend geeignete Compliance-Regeln erarbeiten. Zu den Compliance Regeln müsste meiner Meinung nach auch gehören, dass Juristen, die für euch arbeiten, nicht gleichzeitig für andere die Pressefreiheit bekämpfen dürfen, nur weil sie von ihrer Mandantschaft dafür bezahlt werden.

Ich kann euch gern unter drei präzise über einen Fall dieser Art von Parteienverrat an der Pressefreiheit berichten, weil ich selbst davon betroffen war.

Es ging dabei um einen hauptamtlichen Mitarbeiter der Stasi, der bis heute in Berlin immer noch in gehobener Postion tätig ist. Darüber gab es im Dezember eine Debatte im Tagesthema, dem taz-weiten Mailverteiler, und eine etwa zweimonatige Diskussion in der Onlinerunde der taz inklusive Gastbeitrag eines kritischen Redakteurs, der die Entscheidung infrage stellte. Es folgte ein Hausblog-Eintrag von Geschäftsführer Andreas Bull, um die Annahme der Finanzspritze — die an keinerlei Bedingungen gebunden war — zu erklären.

Bei der Annahme solcher Gelder besteht ein Grundkonflikt mit dem Selbstverständnis der taz, die sich als konzernunabhängig definiert. Auch da geht es um die Frage, ob die taz ihren Ruf schädigt. Dennoch ist es notwendig, dass ein neues Statut der taz Regeln enthält, wie mit solchen Fällen umzugehen ist. Wie wird Transparenz hergestellt über die Erlöse aus umstrittenen Quellen und wer definiert, was umstritten ist?

Teil dieser Berichtspflicht wäre auch, möglicherweise geschäftsschädigende Auswirkungen etwa durch Anzeigen der Bundeswehr zu evaluieren.

Mitarbeitende in Aboabteilung und Genossenschaft führen persönliche Telefonate im Falle von Kündigungen. Es wäre also möglich, Zahlen zu monetären Verlusten wegen Erlösen aus umstrittenen Quellen zu erheben und GenossInnen und Mitarbeitenden zugänglich zu machen.

Dadurch wären wichtige Vertriebsstrukturen unwirtschaftlich geworden, zum Beispiel das Logistiknetz, mit dem nachts die überregionalen Tageszeitungen durch die Republik gekarrt werden. Damit wäre auch die Postzustellung nicht mehr möglich, weil die taz von Speditionen nachts direkt von den Druckereien in die Postzentren gefahren werden muss. Vertrieb und Geschäftsführung der taz halten es heute für denkbar, dass Print zunächst in einigen, etwa ländlichen Regionen, am Kiosk und in Bahnhofsbuchhandlungen stirbt, weil einzelne Grossisten ihr Geschäft dort einstellen.

Doch selbst wenn Springer die gedruckte Bild einstellt — derzeit scheint sie als bundesweit sichtbarer Imageträger für Axel Springer weiter wichtig zu bleiben —, könnten die verbliebenen Tageszeitungen durchaus neue Wege für den Vertrieb finden. Sie könnten etwa die Zahl der Nachtfahrten reduzieren und effizienter auslasten, sagt der Vertrieb der taz.

Der Druck der taz ist in absoluten Zahlen günstiger geworden — die Kosten pro gedruckter Ausgabe steigen aber beständig, wegen der sinkenden Auflage.

Ob das noch weiter gelingt, ob eine Reduzierung der Druckstandorte und der absoluten Kosten weiter möglich ist — alles offen. Das wird vertriebs- und drucktechnisch wirtschaftlich nicht möglich sein. Sollte sich diese Aussage als zu radikal erweisen, zeigt eine Prognose doch ganz deutlich: Nur taz zahl ich wächst schneller als nach diesem Modell nötig.

Allerdings ist hier die Prognose sehr unsicher. Das Printabo unter der Woche im Jahr einzustellen, ist utopisch, sollte es keine Wunder in allen Bereichen geben. Die Rechnungen sind exemplarisch. Die taz sollte nicht nur online denken. Seit vielen Jahren habe ich etwas in der Schublade, was ich nur sehr mal "ausgepackt" habe. Es geht um die Frage, wie man mehr Abos gewinnen könnte - eine Frage, die sich sehr viele Medien stellen.

Mein Modell sieht so aus: Es wird ein neues Abo angeboten, das noch teurer als das gegenwärtig teuerste Abo ist. Das Besondere an diesem neuen Abo: Das Modell ist alles andere als ausgereift. Es wären verschiedene Varianten denkbar.

Etwa das Abo kostet 70 Euro und jemand überweist uns Euro, d. Der Kern des Modells ist aber ein anderer: Das Ganze wird nämlich redaktionell begleitet, d. Nur dann hätte so ein Abo-Modell überhaupt eine Chance, relevante Zahlen zu erreichen.

Es gibt auch unter den taz-LeserInnen genug Leute, die Geld haben. Und es gibt recht viele Leute, die gerne helfen wollen. Mit so einem Abo hätte man zweierlei: Eine Zeitung, die man gerne liest und gleichzeitig das Gefühl, damit auch für andere etwas Gutes zu tun. Das könnte auch ein Stück mit dazu beitragen, dass man sich nicht so schnell von einem Abo wieder trennt. Sicherlich ist das Ganze nicht bis zum letzten Detail durchdacht oder gar ausgereift.

Es gäbe noch so Einiges zu klären, zu ändern usw. Ich wollte es erst einmal nur als eine Idee einwerfen, die vielleicht andere weiter entwickeln. Finde ich schon klar verständlich, dass hier gemeint ist, wenn keine anderen Monetarisierungsstrategien genug einbringen, ist man weiter auf das Geschäft durch das Printabo angewiesen. Ende hatten wir noch Immerhin flacht die Geschwindigkeit des Rückgangs der Abozahlen in den letzten Jahren, vor allem , ab.

Allerdings zum Preis sehr hoher Werbekosten durch unrentable Probeabos. Dafür war das Wachstum in den vergangenen vier Jahren bei der taz am wochenende und den ePaper-Abos kontinuierlich niedrig. Bleibt das so, werden wir zu wenig einnehmen, um die erodierende taz unter der Woche zu ersetzen. Aus den Entwicklungen der letzten Jahre lassen sich folgende Szenarien für die Printzeitung unter der Woche ableiten. Abozahlen sind bei der IVW um rund 1.

Verlust von 9,23 Mio Euro bei einem Ende der Werktagsausgabe ergibt sich aus Aboeinnahmen Werktags , abzüglich gesparter Druck- und Vertriebskosten zzgl Druck- und Vertriebskosten am Wochenende].

Wie viele Reserven hat die taz, sollte die Erlöslücke nicht geschlossen werden? Zuletzt sprang bei Verlusten die Genossenschaft ein. Bei andauernden Verlusten könnte die taz Rettungskampagnen starten, ihr neues Haus teuer vermieten und in eine billige Platte nach Marzahn ziehen oder Leute entlassen.

Oder aber — und darauf baut dieser Report — wir nutzen die Zeit der relativen Stärke, um eine Zukunftsoffensive zu starten. Die taz lebt aktuell ökonomisch von der Printausgabe. Daher ist es dringend nötig, das Papierabo weiter zu bewerben und nicht jedes Jahr an der Preisschraube zu drehen. Aus meiner Perspektive gibt es im linken Spektrum drei Zeitungen in Deutschland: Aber warum nicht mit dem ND eine verstärkte Kooperation eingehen und hier Ressourcen teilen.

Gerade im Kulturteil könnte die taz vom ND profitieren. Das es so finster aussieht, hätte ich nicht gedacht: Ihr solltet sofort alles auf epaper umstellen und alle nur noch am Wochenende mit der Holz-Wochenend-taz beliefern. Und ihr solltet ihnen mit guten Argumenten solange es geht den alten Preis abknöpfen. Das schafft mehr Luft. Aber die guten Argumente müssten endlich mal kommen. Unabhängigkeit ect das ist noch keine Perspektive.

Eine Perspektive könnte sich nur entwickeln, wenn ihr endlich begreift, dass die TAZ nur eine Zukunft hat, wenn sie sich öffnet ohne beliebig zu werden: Nicht als Ansammlung lauter Minderheiten sondern in die Mehrheits Gesellschaft hinein.

Ähnlich wie die Grünen im Bund das gerade versuchen. Sorry, das ist wirklich absurdes Retro und wird euch noch das Genick brechen und entfremdet euch natürlich auch immer weiter von der "Gründergeneration". Was den Grünen gelungen ist, habt ihr noch vor Euch. Die haben inzwischen mehr als doppelt soviel Mitglieder wie ihr Abonnenten. Und wieviel Wähler sie haben und wieviel Leser ihr habt Im digitalen Zeitalter geht es immer weniger darum, die "richtige" Meinung zu irgendeinem Thema in der Zeitung zu verbreiten, da hat das Netz euch und uns alle längst überholt.

Gesucht werden bestenfalls originäre Meinungen, die einen nicht bestätigen sondern eher irritieren. Vielleicht müsst ihr mehr in Richtung eines "konstruktiven Journalismus" denken der auch lösungsorientiert ist. Mich würde ja interessieren, was das für Leute sind, die sich für ein neues ePaper-Abo entscheiden. Wie sich taz zahl ich entwickelt, ist kaum abzuschätzen.

In der Vergangenheit gab es bei neuen taz-Produkten stets ein starkes Wachstum zu Beginn — da schlugen die Fans zu — und dann ein allmähliches Abflachen. Weil taz zahl ich anders ist, sind diese Erfahrungen schwer übertragbar. Wir sprechen also offenbar eine neue Zielgruppe an. Wir sollten nicht warten, bis die Phase des schnellen Wachstums bei taz zahl ich vorbei ist — sondern bereits jetzt über mehr Personal und neue Konzepte nachdenken. Die Texte sind weiterhin kostenlos. Wir blenden aber an prominenter Stelle ein, dass es sich um einen besonders umfassend recherchierten Text handelt, für den es sich vielleicht ziemen würde, extra zu zahlen.

Damit wäre auch unsere Idee, grundsätzlich immer kostenlos zugänglich zu sein, nicht verletzt. Es ist auch denkbar, für bestimmte Leistungen online wirklich Geld zu verlangen, etwa für eine spezielle Kuratierung der Texte. Wie begründet ihr den Zuwachs ab ca. Ich glaube eine derartige Prognose braucht eine Erklärung Das scheint mir gerade für diejenigen wichtig, die freiwillig bezahlen. Die Reichweite der taz ist online seit nach allen verfügbaren Messmethoden gesunken.

Bei der Konkurrenz sieht das anders aus. Dabei haben wir exzellente Voraussetzungen, das zu ändern. Die taz hat, im Verhältnis zu ihrer Druckauflage, beispielsweise überproportional viele Fans auf Facebook und eine starke Offline-Community in Form unserer sehr erfolgreichen Genossenschaft.

Nur übersetzt sich das nicht auf Seitenzugriffe auf taz. Mehr dazu in der nächsten These. Wichtiger als die absoluten Klickzahlen scheint mir der Aufbau und die Pflege einer taz-Gemeinschaft zu sein. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass die taz mit hohen Klickzahlen ausreichend Geld verdienen wird. Wichtiger scheinen mir die Klickzahlen von denjenigen zu sein, die der taz verbunden sind, als Abonnenten, GenossInnen, online-UnterstützerInnen.

Das Geschäftsmodell der taz funktionierte in den letzten Jahren. Die taz ist seit Gründung im Schnitt defizitär. In der Vergangenheit hat die taz immer wieder Geld gesammelt — vor der Jahrtausendwende, um die Insolvenz mit Rettungskampagnen abzuwenden, dann mit einer Zukunftsstrategie: Mit Teilen des Geldes ist ab auch die damals entstandene Onlineredaktion finanziert worden.

Das neue Haus bildet eine Ausnahme, es ist tatsächlich eine verzinste Geldanlage, weil hier konkreter Gegenwert in Form einer Immobilie entsteht, es stellt also keine Investition in den laufenden Betrieb dar. Redaktion und Verlag sollten jetzt gemeinsam beginnen, eine entsprechende Strategie zu erarbeiten. Das Problem der taz scheint vielmehr, Ressourcen für dauerhafte Änderungen umzuschichten und Ideen konsequent zu evaluieren und notfalls zu beenden. Im Rahmen des Reports haben wir einige Ideen gesammelt — und kamen immer wieder zu dem Schluss, dass nichts umsetzbar ist, wenn wir nicht radikale Schritte wagen, um Ressourcen freizuschaufeln.

Ein Produkt auf den Markt werfen und es dann nicht mehr anfassen — das funktioniert nicht. Produkte wie das ePaper werden nur noch als App interessant sein. Darauf müssen wir reagieren. Alle Vorschläge sind nichts, wenn wir nicht wissen, woher die Ressourcen dafür kommen.

Im Zuge der Recherche für diesen Report haben wir einige Ideen angerissen. Etwa die, die taz täglich radikal auf 16 Seiten zu reduzieren. Das würde Arbeitszeit freisetzen, für eine längere Besetzung der Ressorts und hochwertige Geschichten etwa — wie viel, wäre zu evaluieren. Die Umstellung müsste offensiv kommuniziert werden, nicht als Verzicht, sondern als Schritt zur Transformation: Wir schaffen nicht weniger Inhalte, wir schaffen sie an anderer Stelle. Unklar ist, ob damit Kosten gespart werden können, weil die Drucklogistik ja trotzdem aufrechterhalten würde.

Ebenso radikal wäre es, die Zeitung gleich nur noch Montag, Mittwoch und Freitag zu machen. Dann müssten wir uns in tazt umbenennen. Ein solcher Vorschlag kam auch von einer Leserin während einer Fokusgruppenbefragung. Die Idee mit 16 Seiten hat Charme. Die Verlinkung für weiterführende Infos ebenfalls. Spart nicht an den lokalen Infos - baut sie aus, gern auch differenziert. Die Idee nicht an allen Tagen zu erscheinen ist hingegen der langfristige Tod der taz und daher abzulehnen.

Spätestens in der Seiten-taz lieber schon jetzt gleich hätte ich gerne eine Verlinkung ins Netz zu weiterführenden Informationen. Nicht bei jedem Artikel, aber bei ausgewählten Artikeln.

Wenn die taz mein Fenster zu Informationen ist, dann muss es möglich sein, dieses Fenster auch zu öffnen. Ich glaube, es ist eine schlaue Idee, die tägliche Ausgabe beizubehalten, aber zu kürzen — wenn das mit dem Vertrieb möglich ist. Eine Tageszeitung bietet mir heute eine Art Nachrichtenübersicht. Das alles ist heute wichtig.

Wenn sie 16 oder sogar nur acht Seiten hat, kann ich alles lesen. Auch Themen, die mich vielleicht sonst nicht interessieren. Das erweitert den Horizont und stellt ein Gegenmodell zum überquellenden Internet dar. Mehr Infos kann ich dann ja vielleicht noch auf taz.

Ich könnte mir auch eine taz mit EVT Sonntag vorstellen, die nur als ePaper erscheint, und deren Umfang wir je nach Nachrichtenlage variieren. Die Onliner bekämen am Samstag Unterstützung für taz. Ein sonntägliches ePaper, Auslieferung ab Samstagabend zw. Oder sich nach der tollen Transparenz der taz mit diesen austauschen. Finde die Idee gut, habe allerdings bereits ein E-Paper-Abo der taz. Die Wochenzeitung hat — auch wegen besserer Vertriebsmöglichkeiten — eine deutlich höhere Lebenserwartung als die tägliche Printzeitung.

Viele erhalten sie per Post erst am Nachmittag, andere gar erst am Montag. Also fehlt die Zeitung beim Frühstück am Samstagmorgen.

Das wäre vor allem dann angebracht, falls die Logistik für den Vertrieb der täglichen Printausgabe zusammenbricht. Die Wochenend-Zeitung würde Donnerstagabend gedruckt und postalisch versandt.

Im Idealfall könnten wir sie so früh verschicken, dass wir auch auf die heute übliche nächtliche Lieferung der gedruckten Zeitung zu den Postzentren verzichten können und die Zeitung trotzdem sicher am Freitag ausgeliefert wird. Es wäre auch möglich, schon auf dieses Modell umzustellen, wenn es noch einen täglichen Vertrieb gibt. Die Freitagsausgabe wäre dann die dicke taz fürs Wochenende — und die Redaktion hätte freitags printfrei.

Das würde enorme Ressourcen freisetzen, in manchen Ressorts wie taz. Layouter, die Grafiken für online machen. Ressorts, die bis 20 Uhr arbeiten. Auch jetzt habe ich häufig das Problem, dass die taz am Samstag zum Frühstück fehlt und dann gar erst am Montag kommt.

Das Erscheinen der Wochenend-taz auf Freitag vorzuziehen, wäre für den Kioskverkauf schwierig. Freitag ist kein gelernter Kiosktag für Wochenpublikationen. Das ist der Donnerstag Zeit, stern etc. Den Freitag als Kiosktag für Wochenendleser zu etablieren, würde daher wohl viel Zeit brauchen — wahrscheinlich die beschränkte Möglichkeiten der taz auch überfordern. Eine Wochenendzeitung mit Stand vom Donnerstagabend könnte aber genau auf diese Käufer zu angestaubt wirken, wenn freitags wichtige Dinge passieren.

Und gerade die Zufallskäufer sind ja wichtig, wenn die taz über den eigenen engen Kosmos hinauswirken will. Ich glaube nicht, dass Menschen gezielt am Donnerstag oder Samstag an den Kiosk gehen und dann mehrere Publikationen kaufen. Wenn, dann schwächt uns die Konkurrenz an diesen Tagen eher als dass sie uns hilft. Ich fände es super, wenn die taz. Nicht zu vergessen all die Wochenendheimfahrer, die die taz mit in den Zug nehmen könnten.

Sie ist inzwischen eine richtige App für das Apple-Betriebssystem iOS, und bei Android waren wir sogar schneller als andere. Sie ist nicht mehr wie zuvor eine Art eBook. Es gibt keine extra Elemente und auch keine Aktualisierung nach dem sehr frühen Printredaktionsschluss 17 Uhr, für manche Seiten bereits deutlich früher. Die App weiterzuentwickeln bitte endlich automatische Downloads bei iOS finde ich super.

Aber warum etwas wegnehmen? Es ist doch ein riesen Vorteil, dass bei digitalen Medien zusätzliche Funktionen fast keine Kosten verursachen. Wieso also das faksimile der Zeitungsseite entfernen? Gerade als ehemaliger Print Leser ist diese Ansicht interessant. Links, Kommentare aus dem Netz einbinden, Videos Das wäre ein Mehrwert für den man auch höhere Preise nehmen könnte.

Es wäre toll wenn in die App endlich wieder die Funktion zum Kauf von Einzel-Ausgaben zurückkommen würde. Hallo Michael, wir haben schon häufiger über den Einzelverkauf nachgedacht, und uns verschiedene Modelle dazu angeschaut. Uns erscheint es sinnvoller zu sein, die wenigen Entwicklungsressourcen lieber für die Verbesserung der App ein zu setzten.

Vielleicht liegt das auch einfach daran, dass es nicht so viele Leser auf dem Smartphone gibt wie in anderen Formaten. Hier die Zahlen vom letzten Wochenende de, Dazu muss man sagen, dass es möglich ist die Adroid-App so einzustellen, dass der Download automatisch erfolgt, was bei iOS noch nicht geht.

In so fern hinkt der Vergleich ein wenig. Dann wissen wir das die App auf dem Tablet mehr genutzt wird als auf dem Telefon: Wir haben aktuell aktive Installationen von Kunden auf dem Phone und auf einem Tablet. Diese Zahlen beruhen auf den aktvierten Push-Notifications, und sind deshalb recht genau.

Wir sollten also nicht nur für die App auf dem Smartphone werben. Es spricht aber vieles dafür das Smartphone mehr hervor zu heben, weil das Medium für junge Menschen interessant ist. Es aber auch noch viele Nutzer gibt, für die ein PDF interessanter ist. Was vor allen dann interessant ist, wenn wir in der App mehr haben, als in der gedruckten Ausgabe. Wir generieren jeden Tag hochwertige journalistische Inhalte, die meisten davon verschwinden aber nach der Veröffentlichung schnell im Archiv.

Als einzelne Projekte gab es in der taz schon Bücher mit zusammengestellten Artikeln. Solche Wege, unsere Inhalte mehrfach zu verwerten, können wir konsequenter verfolgen. Was es nicht gibt: Aus meiner Sicht spricht auch überhaupt nichts dagegen, Ausschnitte aus Büchern über einen Zeitraum von zwei oder drei Wochen abzudrucken.

Das gab es früher häufiger, ist aber leider aus der Mode gekommen. Bei AutorInnen aus der taz müsste man das halt transparent machen. Wenn wir möglichst viele Menschen mit unserem Journalismus erreichen wollen — und das wollen wir ja, weil er gut ist —, brauchen wir auch neue und vielleicht ganz andere Produkte. Die taz muss dringend jeden Hype mitmachen. Krawallo — das taz-Portal für junge Linksradikale.

Nähe entsteht auch durch Stimme, das zeigen die Fokusgruppenbefragungen für diesen Report. Unschlagbarer Vorteil des gehörten Worts: Ich kann nebenbei noch putzen, Fahrrad fahren oder Fotos sortieren. Dominic Johnson könnte zum Beispiel einmal die Woche einem interessierten Publikum erzählen, was es Neues in Afrika gibt, oder Ulrike Herrmann könnte den Kapitalismus kritisieren — ausführlicher und tiefergehender, als es in der Zeitung möglich ist. Der Aufwand, so denn er in einen taz-Workflow eingearbeitet ist, ist begrenzt.

Es ist leichter und und günstiger, qualitativ hochwertige Podcasts zu erzeugen, als ebenjenes mit Videos zu schaffen. Es könnte taz-Köpfe stärken, prominenter machen. Man kann Podcasts super einfach auf den Blogs einbinden und auf taz. Das hält Leute auf der Page. Es gibt dort einen Markt für tazzige Themen. Die Multimillionen Downloads, die öffentlich-rechtliche Radiosender generieren, werden wir vielleicht nicht schaffen.

Es ist aber auch die Chance, ein neues, vielleicht auch jüngeres Publikum anzusprechen und neue Formate und Inhalte für die taz zu entdecken, die sich vielleicht auch auf den geschriebenen Journalismus ausweiten lassen. Oder den auf der Bühne.

Dazu Leute, die, salopp gesagt, einfach Bock darauf haben - das reicht ja schon fast. Natürlich gilt es aber eine Umsetzung genau zu erörtern. Gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die zusätzliche Reichweite genug wäre, um den Aufwand zu rechtfertigen? Wie sind Zahlen aus anderen Häusern z. Unsere Inhalte funktionieren generationenübergreifend.

Wir müssen sie nur je nach Zielgruppe auf den richtigen Kanälen mit der richtigen Ansprache verbreiten. Zum Beispiel als App nach dem Vorbild Tinder. Artikel werden mit Überschrift, Teaser und Bild angezeigt. Wischt man nach rechts, verschwindet der Text einfach. Zwischendurch wird mal ein Tom eingeblendet oder eine Karikatur. Die App dient auch als Plattform für den Verlag und die Werbung.

Denkbar wäre etwa, dass nach einer noch zu definierenden Anzahl von Artikeln ein Produkt aus dem taz-Shop eingeblendet wird. Die App wählt automatisch Artikel aus dem Angebot von taz. Sie wird einmal am Tag aktualisiert, jeden Abend ab 18 Uhr kann man so das best of taz frisch tindern. Teaser, Überschriften und Bilder sind identisch mit taz. Weil die taz schon bei ihren Eltern auf dem Frühstückstisch lag, ist die Marke bei den Kindern schon verankert.

Das kann eine Seite sein, ein kleines Heft oder eine App.