Kanada, ein Überblick

 


Sara Jeannette Duncan, Damit hat sich die Einfuhr in den letzten zehn Jahren verdreifacht, während die Ausfuhr sehr stark schwankte.

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Im hauptsächlich von Inuit bevölkerten Territorium Nunavut ist Inuktitut die Mehrheitssprache und eine von drei Amtssprachen. Am weitesten verbreitet sind Chinesisch 1, Millionen Sprecher , Italienisch etwa Jahrhunderts noch die dritthäufigste Sprache Kanadas, ist mit etwa bis vorwiegend älteren Sprechern mittlerweile fast ausgestorben, [47] jedoch bestehen Kontakte zu schottischen Hochschulen, die Kanadiern Sprachkurse anbieten.

Zwischen und erhielten die Schulen Mittel aus dem Multikulturalismusprogramm der Regierung. Mit der Kolonialisierung kamen zunächst vor allem französische Katholiken und anglikanische Engländer nach Kanada. In späteren Einwanderungswellen kamen wiederum katholische Iren und Italiener, aber auch ukrainische Duchoborzen hinzu. In Toronto setzten sich die Methodisten durch. In Opposition zu den Katholiken, die eher dem Ultramontanismus zugeneigt waren les bleus , aber auch zu den dominierenden Anglikanern, die vom Oranier-Orden unterstützt wurden, bildeten sich antiklerikale Gruppen vor allem les rouges.

Hinzu kommen die Zeugen Jehovas und zahlreiche andere Gruppen. Die katholischen Missionare waren unter den Ureinwohnern erfolgreicher als die protestantischen, und so überwiegt dort der katholische Anteil. Dazu kommen indigene Glaubensorganisationen, wie die Shaker Church. Mit den jüngsten Einwanderungswellen verstärkten sich nichtchristliche Religionsgemeinschaften wie Hindus, Muslime, Juden, Sikhs und Buddhisten.

Die Volkszählungen von , und ergaben: Nach einer Umfrage von fühlten sich die Muslime in Kanada deutlich stärker integriert als in europäischen Staaten. Kanada hat, gemessen an der Bevölkerung, eine der höchsten Einwanderungsraten unter den Flächenstaaten der Welt.

Je nach Lage des Arbeitsmarkts wird eine Mindestpunktzahl im Januar Die persönliche Punktzahl setzt sich aus Punkten für den aktuellen Bildungsstand und die Berufserfahrung zusammen, aus Punkten für die vorhandenen Sprachkenntnisse in Englisch und Französisch sowie für das Alter, für Verwandte und frühere Aufenthalte in Kanada.

Das Immigrations-Programm wurde am 1. Juli dahingehend angepasst, dass ohne ein bestehendes Arbeitsangebot nur noch Personen zum Skilled Worker -Programm zugelassen werden, die Erfahrung in einem von 29 festgelegten Berufen nachweisen können. Die notwendige Summe beläuft sich derzeit September für eine alleinstehende Person auf Geburtstag für sechs Monate oder länger gelebt hat. Die Einwanderung erfolgt in zwei Stufen. Zunächst wird eine unbefristete Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung erteilt.

Einwanderer, die noch nicht eingebürgert sind, haben Residenzpflicht. Dies bedeutet, dass man Nachweise für die vorgegebene Zeit in Kanada erbringen, oder mit jemandem verheiratet sein muss, die oder der die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt.

Neben dem Programm für qualifizierte Einwanderungswillige steht eine gesonderte Regelung für Gastarbeiter, die keine Perspektive für eine Einbürgerung bekommen.

Die Gastarbeiter erhalten Arbeitsgenehmigungen, die in der Regel für einige Monate gelten und nur selten die Dauer eines Jahres übersteigen. Sie gelten nur für den Arbeitgeber, der die Arbeitskräfte ins Land holt, eine Kündigung ist mit dem Verlust der Aufenthaltsgenehmigung verbunden.

Während das Programm für Gastarbeiter ursprünglich für Pflegekräfte in Haushalten, Kindermädchen und Arbeiter in der Landwirtschaft eingeführt wurde, wird es inzwischen für alle Tätigkeiten des Niedriglohnbereichs eingesetzt. Häufigste Herkunftsstaaten von Migranten nach Geburtsland [64]. Die Verfassung Kanadas besteht aus schriftlichen Rechtsquellen und ungeschriebenem Gewohnheitsrecht. Das Statut von Westminster von gewährte die vollständige gesetzgeberische Autonomie, und mit dem Verfassungsgesetz von wurden die letzten verfassungsrechtlichen Bindungen zum britischen Mutterland gelöst.

Letzteres enthält einen Grundrechtskatalog die Kanadische Charta der Rechte und Freiheiten sowie Bestimmungen betreffend das Vorgehen bei Verfassungsänderungen. Kanada gehört somit zu den freiesten Gesellschaften der Welt. Theoretisch liegt die exekutive Staatsgewalt beim Monarchen, wird aber in der Praxis durch das Kabinett formal ein Komitee des kanadischen Kronrates und durch den Vertreter des Monarchen, den Generalgouverneur, ausgeübt.

Der Monarch und dessen Vertreter sind unpolitisch und üben überwiegend zeremonielle Funktionen aus, um die Stabilität der Regierung zu garantieren. Der Premierminister ist üblicherweise der Vorsitzende jener Partei, die im Unterhaus die meisten Sitze hält und das Vertrauen der Mehrheit der Abgeordneten besitzt. Er wird vom Generalgouverneur eingesetzt und führt als Regierungschef das Kabinett an. Da er über weitgehende Befugnisse verfügt, gilt er als mächtigste Person des Staates.

Er ernennt die übrigen Kabinettsmitglieder, Senatoren , Richter des Obersten Gerichtshofes , Vorsitzende von Staatsbetrieben und Behörden und kann die Vizegouverneure der Provinzen vorschlagen. Julie Payette ist seit dem 2. Oktober Generalgouverneurin von Kanada. November Premierminister und leitet das Das kanadische Bundesparlament besteht aus dem Monarchen und zwei Kammern, dem demokratisch gewählten Unterhaus engl.

House of Commons , frz. Jedes Mitglied des Unterhauses wird im relativen Mehrheitswahlrecht in einem von Wahlkreisen gewählt. Das Frauenwahlrecht wurde eingeführt. Zuvor konnte der Premierminister den Wahltermin nach Belieben festsetzen, doch musste eine Neuwahl spätestens nach fünf Jahren erfolgen.

Die Senatoren haben keine feste Amtszeit, sondern können ihr Amt bis zum Der Einfluss des Senats ist bedeutend geringer als jener des Unterhauses. Kanadas Rechtssystem spielt eine wichtige Rolle bei der Interpretation von Gesetzen. Der Oberste Gerichtshof ist das höchste Gericht und die letzte Instanz. Die neun Mitglieder werden auf Vorschlag des Premierministers und des Justizministers vom Generalgouverneur ernannt. Die Besetzung von Richterämtern auf unteren Stufen fällt in die Zuständigkeit der Provinz- und Territorialregierungen.

In den Provinzen sind die obersten Gerichte die Courts of Appeal. Ihre Urteile sind allerdings, im Gegensatz zu denen des Obersten Gerichtshofs in Ottawa, in den anderen Provinzen nicht bindend, wenn sie auch nicht ohne Einfluss sind. Als weitere Rechtsquelle gelten gelegentlich noch immer der Londoner Court of Appeal und das britische House of Lords. Deren Entscheidungen aus der Zeit vor sind immer noch bindend, es sei denn, der kanadische Oberste Gerichtshof hat sie aufgehoben.

Dies ist für die Rechtsstellung der indigenen und der frankophonen Bevölkerung von erheblicher Bedeutung, da ältere Verträge mit der britischen Krone weiterhin gültig sind. Kanada ist ein in zehn Provinzen und drei Territorien gegliederter Bundesstaat. Diese subnationalen Einheiten können in geographische Regionen gegliedert werden.

Breitengrades und westlich der Hudson Bay. Die Provinzen verfügen über einen hohen Grad an Autonomie , wogegen in den Territorien die Bundesregierung zahlreiche Verwaltungsaufgaben selbst übernimmt.

Alle Provinzen und Territorien besitzen ein Einkammerparlament und einen Premierminister als Regierungschef. Der kanadische Monarch wird in allen Provinzen durch einen Vizegouverneur vertreten, [71] der gleichrangig mit dem Generalgouverneur ist und überwiegend zeremonielle Aufgaben wahrnimmt. In den Territorien übernimmt ein von der Bundesregierung ernannter Kommissar die Aufgaben eines Vizegouverneurs. Während in den meisten Bundesverfassungen föderaler Staaten allein die Gesetzgebungskompetenzen des Bundes explizit aufgezählt werden, führt das Verfassungsgesetz von engl.

Constitution Act, , frz. Loi constitutionnelle de nicht nur in Art. Hiernach verfügen die Provinzen über das Gesetzgebungsrecht u.

Seit gibt es jedoch erneute Bestrebungen in diese Richtung. Gerade Letzteres ist infolge der sehr komplizierten kanadischen Verfassungsprozeduren indes wenig wahrscheinlich.

Zwar ist Kanada ein relativ junges Land, die Rechtsordnung hat jedoch eine lange Tradition. Das Strafrecht hingegen ist Sache des Bundesstaates und in allen Provinzen einheitlich. Beide Rechtssysteme sind in die Verfassung eingeflossen. Deren Kern entstand mit der Gründung Kanadas und wurde zuletzt grundlegend durch das Verfassungsgesetz von und die Kanadische Charta der Rechte und Freiheiten ergänzt.

Kanada schaffte die Todesstrafe für Verbrechen in Friedenszeiten ab, auch im Kriegsstrafrecht. Auslöser war die erfolgte Verurteilung des damals jährigen Steven Truscott zum Tode. Er wurde nach zehn Jahren Haft auf Bewährung entlassen und freigesprochen. Es unterhält diplomatische Beziehungen zu Kuba und beteiligte sich nicht am Vietnam- oder am Irakkrieg. Enge Beziehungen unterhält das Land traditionell zum Vereinigten Königreich und zu Frankreich , über die Mitgliedschaft im Commonwealth of Nations und in der internationalen Organisation der Frankophonie auch zu anderen ehemaligen britischen und französischen Kolonien.

Einen wichtigen Teil der kanadischen Identität bildet die Unterstützung der Multilateralität. Der spätere Premierminister Lester Pearson trug wesentlich zur Beilegung der Sueskrise bei und wurde dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Die Friedenssicherung veränderte uns, machte uns auf eine gewisse Weise besser. Verschiedene internationale Vereinbarungen entstanden auf kanadische Initiative und wurden in diesem Land verabschiedet. Ich scheue mich niemals davor, für Punkte einzutreten, an die ich glaube — ob es sich um eine Erklärung handelt, dass ich Feminist bin, ob es sich darum handelt, dass in der Einwanderung eine Quelle unserer Kraft liegt und dass muslimische Kanadier einen essentiellen Anteil am Erfolg unseres Landes haben, heute und in Zukunft.

Die kanadischen Streitkräfte engl. Canadian Forces , frz. Forces canadiennes entstanden in ihrer jetzigen Form , als Heer , Marine und Luftwaffe organisatorisch zusammengeführt wurden. Die Truppen umfassten rund Kanada gab knapp 1,3 Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder 20,6 Mrd. US-Dollar für seine Streitkräfte aus und lag damit weltweit auf Platz Aufgrund der engen Bindungen an das britische Mutterland waren kanadische Truppen am Burenkrieg , am Ersten Weltkrieg und am Zweiten Weltkrieg beteiligt.

Seit stellt Kanada einen bedeutenden Teil der Friedenstruppen der Vereinten Nationen und war an mehr Friedensmissionen beteiligt als jede andere Nation seit ohne Ausnahme. Im föderalistischen Kanada gibt es kein einheitliches nationales Bildungssystem , jedoch unterliegt der tertiäre Bildungsbereich einer einheitlichen staatlichen Qualitätskontrolle und die meisten kanadischen Universitäten sind Mitglied in der Association of Universities and Colleges of Canada AUCC , weshalb der Standard allgemein als ausgeglichen gilt.

Daher unterscheiden sich in einigen Provinzen Schuleintrittsalter fünftes oder sechstes Lebensjahr und Dauer der Grundschulzeit bis Klasse 6 oder 7. Da das Bildungssystem Chancengleichheit anstrebt, erfolgt der Übergang von einer Schulstufe in die andere ohne Leistungsprüfung.

Zwei Prozent der Schulen liegen in privater, überwiegend kirchlicher Hand. Etwa zehn Prozent der Schüler besuchen eine Privatschule. Während der Schulbesuch kostenfrei ist, werden an den Hochschulen Studiengebühren unterschiedlicher Höhe fällig.

Dies berührt einen Grundzug der kanadischen Hochschulentwicklung, denn die frühen Institutionen waren fast alle kirchlichen Ursprungs. Erst entstand die erste säkulare Hochschule und die zweite Kanadas, die Dalhousie University in Halifax. Letztere wurde ursprünglich in Toronto gegründet und zog erst nach Hamilton um. Sie geht auf die Baptist Convention of Ontario zurück. Colleges verleihen meist nur 3- bis 4-jährige Bachelor -Abschlüsse z.

In diversen Hochschulrankings nehmen einige kanadische Universitäten Spitzenpositionen ein: Kanadische Schüler gehörten damit zu den besten von allen teilnehmenden Ländern und schnitten deutlich besser ab als die aus den benachbarten Vereinigten Staaten. Die Umweltpolitik Kanadas hat ungewöhnliche naturräumliche Grundlagen, vor allem ist aber die Gemengelage der Interessen eine spezifisch kanadische. Kanadas Natur ist zum bedeutendsten Faktor für den Tourismus geworden.

Dazu tragen 43 National- und weit über Provinzparks sowie weitere Schutzgebiete bei, die vor allem riesige Waldgebiete beinhalten. Doch kollidieren touristische, Erhaltungs-, Erholungs- und wissenschaftliche Interessen mit den Verwertungsinteressen der Rohstoffindustrie und gelegentlich den Interessen der Ureinwohner.

Ohne den Widerstand von Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace , die in Vancouver gegründet wurde, oder dem Western Canada Wilderness Committee sowie den lokalen Indianern würden auch diese Urwälder sicherlich nicht mehr existieren. Die Unternehmen der Holzindustrie sind so eng mit den politischen Eliten der Provinzen verbunden, dass erst internationaler Druck und häufig Zwang der Bundesregierung und der Gerichtshöfe die Bestände in einigen Fällen retten konnten vgl.

Dagegen haben sich Wissenschaftler und zahlreiche Umweltverbände zusammengeschlossen, und die lange unbedeutende Green Party of Canada [90] konnte bei der Wahl von knapp sieben Prozent der Wähler gewinnen.

Zudem nimmt es beim Wasserverbrauch den Eine weitere Gefahr für die Urwälder, aber ebenso sehr für die riesigen nachgewachsenen Wälder stellt der in Kanada Mountain Pine Beetle genannte Bergkiefernkäfer dar. Er hat bereits mehrere Millionen Hektar Wald vernichtet. In beiden Fällen kam es nicht nur zu häufigen Zwangsumsiedlungen der Ureinwohner wie der Innu in Labrador, sondern auch zu erheblichen Umwelt- und Gesundheitsbelastungen wie beim Abbau der Athabasca-Ölsande in Alberta.

Im Nordosten British Columbias kam es allein bis zu sieben von der Polizei als höchst gefährlich eingeschätzten Anschlägen auf Gasleitungen der Encana Corporation , in denen stark giftiger Schwefelwasserstoff transportiert wird. April unterzeichnete die Regierung das Kyoto-Protokoll , und verpflichtete sich, die Treibhausgas-Emissionen bis um sechs Prozent zu senken. Stattdessen stiegen die Emissionen von bis um mehr als ein Viertel. Rechtlich liegt der Umweltpolitik vor allem der Canadian Environmental Protection Act von zugrunde.

Jede Provinz hat zudem ein eigenes Umweltministerium. Kanada gehört zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt lag es mit umgerechnet 1.

Platz, bei der Kaufkraftparität mit 1. Beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt das Land mit Im Index der menschlichen Entwicklung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen , der auch nicht-ökonomische Faktoren berücksichtigt, belegt Kanada den zehnten Platz. Das Vermögen pro erwachsene Person beträgt Der Mindestlohn unterscheidet sich in jeder Provinz und wird von den einzelnen Provinzen selber festgelegt.

Beschäftigte des Staates Kanada erhalten mindestens den Mindestlohn, der in der Provinz gilt, in der sie beschäftigt werden. Im Jahre lag er zwischen 10,72 Saskatchewan und 13,00 Dollar Nunavut. Ebenfalls haben einigen Bundesstaaten jährliche automatische Anpassungen z.

Anpassung an Teuerungsraten eingeführt. Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil der Urproduktion , also des primären Wirtschaftssektors, was auf den Reichtum an natürlichen Ressourcen zurückzuführen ist. Zahlreiche Stauseen liefern Strom und bilden damit das Rückgrat der Energieproduktion. Kernkraftwerke lieferten im Jahr genau Dabei spielen die Automobil- und die Luftfahrtindustrie eine bedeutende Rolle, hinzu kommen Metallindustrie, Nahrungsmittelverarbeitung sowie Holz- und Papierindustrie.

Ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen die chemische und die elektrotechnische Industrie, vor allem aber der Hightech-Bereich. Dies hängt zum Teil mit geologisch bedingten Hemmnissen zusammen, mit dem inzwischen sehr hohen Lohnniveau und dem wachsenden Widerstand gegen die Zerstörungen der Umwelt.

War die Wirtschaft in der ersten Hälfte des Jahrhunderts noch weitgehend auf den Export nach Europa orientiert, vor allem in das Britische Empire , so wurden die Handelsbarrieren zum Nachbarland USA nach dem Zweiten Weltkrieg allmählich weitgehend abgebaut. Mit dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen wurde diese Freihandelszone auf Mexiko ausgedehnt. Es soll die geringe Zahl der Patente erhöhen und zu mehr Investitionen im Forschungs- und Entwicklungsbereich anregen. Es soll zugleich die Zusammenarbeit von staatlichen Bildungseinrichtungen und industriellen Komplexen fördern.

Auch die in British Columbia ansässigen International Woodworkers of America galten als kommunistisch, wurden aber integriert. Wenig später wurden die Kommunisten ausgeschlossen. Closed Shops sind rechtlich zulässig und in vielen Branchen üblich. Die Finanzkrise ab blieb nicht ohne Wirkungen auf die kanadische Wirtschaft.

Der Staatshaushalt umfasste Ausgaben von umgerechnet ,0 Mrd. US-Dollar , dem standen Einnahmen von umgerechnet ,5 Mrd. Diese frühen Blätter hingen weitgehend von Zuwendungen der Regierung und von Anzeigenerträgen ab, kaum von Käufern und Abonnenten. Dies sollte sich in Kanada als Dauerzustand erweisen. Ähnliches galt für Joseph Howes Novascotian in Halifax.

Die meisten Zeitungen hingen von Parteien ab, insbesondere den Reformern den heutigen Liberalen und den Konservativen, und zwar meist als Organe bestimmter politischer Führer. Dagegen kauften wiederum die dortigen Konservativen die Toronto News als Parteiorgan. Bis in die er-Jahre hinein blieben die Quebecer Blätter dabei von der jeweiligen Regierung abhängig. Blätter, die nicht einer der Führungsgruppen angehörten, wie die kommunistische Presse, wurden immer wieder verboten.

Der von streikenden Druckern gegründete Toronto Star ging, wie die meisten Arbeiterzeitungen ein. Doch gab es bereits 47 Tageszeitungen, gar Die Verbreitung des Radios ab den 30er Jahren und des Fernsehens ab den 50er Jahren kostete die Zeitungen den Verlust vieler Werbekunden, so dass nur noch 89 Tageszeitungen existierten.

Die Erlaubnis, in beiden Bereichen der Medien, Fernsehen und Printmedien , Unternehmen zu erwerben, war lange umstritten, doch seit Brian Mulroney gibt es darin keine Begrenzung mehr. Im englischen Sprachraum ist Postmedia Network führend, sie bieten in den meisten Provinzhauptstädten die führende Tageszeitung an. Mit dem Radio experimentierte zunächst Guglielmo Marconi ab , gelang ihm die erste drahtlose Signalübertragung über den Atlantik von Cornwall nach Neufundland.

Er war auch der erste, der eine private Sendelizenz in Kanada erhielt. Im Jahre bestanden bereits 60 Radiostationen. Erst entschied das britische Judicial Committee of the Privy Council , dass der Staat die Oberaufsicht über die Radiokommunikation zu Recht beanspruche.

Bis dahin hatte sich die Zahl der Radioempfänger binnen fünf Jahren auf eine Million verdoppelt. Es entstanden nur fünf zentrale Sender, deren Sendungen von privaten Distributoren weitergeleitet wurden. So entstand ein gemischtes System staatlicher und privater Sender, in dem den privaten Sendern nur eine regionale Ausstrahlung gestattet wurde. Kanada wurde eines der Länder mit den meisten Radiostationen, und eines der ersten mit Satellitensendern.

Dennoch ist die US-amerikanische Konkurrenz stark vertreten. Dabei sind US-Sender über Kabel praktisch überall zu empfangen.

Hier spielt TVA die wichtigste Rolle. Inwiefern das Internet die entstandene Medienmacht relativieren kann, ist noch offen, zumal alle etablierten Medien in diesem neuen Markt zunehmend engagiert sind.

Die Interessen der unabhängigen Medienunternehmen vertritt seit die Assoziation der kanadischen Film- und Fernsehproduktion. Bei der Rangliste der Pressefreiheit , welche von Reporter ohne Grenzen herausgegeben wird, belegt Kanada Platz 22 von Ländern. Die Ballungsräume des Westens sind, wie im Osten, hauptsächlich nahe der amerikanischen Grenze durch Verkehrssysteme verbunden, sieht man einmal von der Anbindung Edmontons ab.

Dies ist vor allem dem politischen Willen der kanadischen Regierung zu verdanken, die allein durch drei transkontinentale Eisenbahnlinien und diverse Stichbahnen die weit auseinander liegenden Provinzen miteinander verbinden wollte.

Lorenz, in den südlichen Prärieprovinzen und im Bereich der Frasermündung um Vancouver. In Kanada von Bedeutung sind Überlandbusse. Dieses wird auch als Abkürzung in Herkunftsangaben z. In Deutschland waren es im selben Jahr 4,3 Tote.

Das Land hat eine im weltweiten Vergleich hohe Motorisierungsrate. Air Transat und Air Canada fliegen auf internationalen und innerkanadischen Strecken, wobei Air Canada aus einer Eisenbahngesellschaft hervorging. Im Ersten Weltkrieg stellte Kanada bereits In den 30er Jahren erfolgte ein massiver Ausbau der Flughäfen, so dass mehr als die Hälfte der gesamten Luftfracht in Kanada bewegt wurde und das Land Flugplätze aufwies.

Februar zum National Aviation Day erklärt. Die Eisenbahn ist im Jahrhundert vom kanadischen Staat umfassend gefördert worden, um die Besiedlungspolitik zu unterstützen und die nationale Einheit zu sichern. Dazu sollten die Distanzen zwischen den Provinzmetropolen durch transkontinentale Eisenbahnlinien überwunden werden. Der überregionale transkontinentale Güterverkehr wird von den beiden Bahngesellschaften Canadian Pacific Railway und Canadian National Railway durchgeführt.

Betreiberin des öffentlichen Schienenpersonenverkehrs ist die VIA Rail Canada , der regionale Güterverkehr wird von vielen privaten Gesellschaften betrieben. Zu diesen Hauptlinien kommen zahlreiche Nebenlinien, die zum Teil in privater Initiative wiederbelebt worden sind, wie die Esquimalt and Nanaimo Railway auf Vancouver Island. Wo keine natürlichen Wasserwege bestanden, baute man ab Anfang des Für die wirtschaftliche Entwicklung Kanadas ab war der Lachine-Kanal von entscheidender Bedeutung.

In Zentralkanada war das Kanu schon seit jeher das gegebene Transportmittel, und auch heute noch sind viele Seen mit Fährschiffen ausgestattet und der Warenverkehr folgt dem Wasser. Die digitale Infrastruktur gilt insbesondere in den Städten als sehr leistungsstark und eine der besten der Welt. Viele Kanadier können noch heute ihre Wurzeln zurück zu diesen Ländern verfolgen und sind stolz auf ihre Herkunft.

Der in vielen Städten ursprünglich vorherrschende britische Geist wurde mit der zunehmenden Einwanderung aus anderen Ländern weitgehend verwischt. Am deutlichsten ist er noch in Victoria zu erkennen. Dies gilt auch für das frankophone Kanada, das ebenfalls starken Einflüssen durch die Einwanderung ausgesetzt ist.

Beide Länder sind in Personalunion verbunden. Die Verbindungen Kanadas zu anderen frankophonen Ländern sind in der Organisation internationale de la Francophonie institutionalisiert und es gibt einen regen kulturellen Austausch mit Frankreich.

Insbesondere in Vancouver spöttischer Name: Die Kulturformen der weit über First Nations , wie die Indianer sich ganz überwiegend selbst bezeichnen, sind nicht einheitlich. Die verschiedenen Gruppen entwickelten eigene Identitäten und kulturelle Strukturen. Im Binnenland dominierten Jagd, Sammeln und Flussfischerei. Durch die Verbreitung des Pferdes entwickelte sich nach ein Reiternomadismus.

Die nicht mit den Indianern verwandten Inuit im Norden des Landes, von denen man genau Ein Beispiel dafür stellt das Emblem der Olympischen Winterspiele in Vancouver dar, ein Inuksuk , das aus aufeinander gestapelten Steinen besteht und eine menschliche Gestalt symbolisiert. Die frühesten kommerziellen Erfolge feierten jedoch die bildenden Künste der Inuit schon seit den späten er Jahren.

Zudem waren die rund 25 Gemeinden, deren Bewohner nicht mehr autark-nomadisch lebten, nun auf Geldeinnahmen angewiesen, zu denen ihnen der Kunsthandel verhalf. Daneben bestehen weiterhin einfache Gesangsformen und der Kehlgesang Throat singing. Früh bekannt waren dabei die Masken und Totempfähle der Pazifikküste, die noch heute eine wichtige Rolle im Selbstverständnis, aber auch auf dem Kunstmarkt spielen.

Ähnlich wie die Literatur verfolgt die indianische Kunstszene aber nicht nur traditionelle Elemente, sondern verbindet sie mit euro-kanadischen Mitteln. Andere Indianerkünstler produzieren losgelöst von diesen Traditionen in deren Genres und mit deren Mitteln.

Dabei sind dennoch Künstler mit einem spezifisch indianischen Weg, wie Norval Morrisseau , oder der Bildhauer und Schnitzkünstler Bill Reid , der das Werk Charles Edenshaws fortführte, erst seit den 60er-Jahren anerkannt worden. Seit der Kolonisierung ab dem frühen Jahrhundert brachten die Einwanderer, je nach ethnischer Zusammensetzung, verschiedene europäische Musiktraditionen nach Kanada. John Braham war einer der ersten Sänger, die im ganzen Land bekannt wurden ab , ähnlich Jenny Lind.

Zudem bestanden zahlreiche Kirchenchöre und philharmonische Gesellschaften. Populär waren Balladen, Tanzmusik und patriotische Hymnen. Mit dem Ersten Weltkrieg und der danach anwachsenden Schallplattenindustrie war der Höhepunkt selbst gemachter Musik, aber auch der Operngesellschaften überschritten. Sir Ernest MacMillan war der erste und einzige kanadische Musiker, der zum Ritter geschlagen wurde, und weitere Sänger sangen auf den wichtigsten Bühnen.

Erst Feldforscher wie Marius Barbeau , W. Wenn man von kanadischer Musik sprach, so war es nun die Gesamtheit der Folkmusik , die man im Land antraf.

Doch blieb die Musikausbildung konservativ, d. Dennoch entstanden in den er-Jahren Musikerverbände, die nach dem Krieg die Suche nach kanadischer Identität auch in der Musik stärkten. Auch wurde diese Musik vom Staat gefördert, Sammlungen traditioneller und indianischer Musik inspirierten die aufgeschlossenere Generation.

Die Abkopplung der kanadischen Musik von der ausländischen Avantgarde endete. Die CMCC forderte die Regierung auf, die Künstler gegen die Vermarktungspolitik meist ausländischer und auf einen ausländischen Markt gerichteter Musikkonzerne zu unterstützen. Wichtige Interpreten sind bzw. Auf dem Gebiet der klassischen Musik ist der bekannteste Kanadier sicherlich Glenn Gould — , der einer breiteren Öffentlichkeit als begnadeter Interpret vor allem der Werke Johann Sebastian Bachs bekannt ist.

Berühmtheit erlangte der damals Jährige im Jahr mit einer aufsehenerregenden Einspielung der Goldberg-Variationen. Tafelmusik und das St. Lawrence String Quartet haben verschiedene Preise gewonnen. Auch Werke der Komponisten R. Als erster Filmemacher gilt James Freer — , ein Farmer, der ab Dokumentationen vorführte. Auf Anraten von John Grierson , der als Vater des britischen und kanadischen Dokumentarfilms gilt, wurde der National Film Act verabschiedet, ein Gesetz, das es gestattete, Propagandafilme für Kriegszwecke zu drehen.

Den gleichen Zielen dient die Auszeichnung mit dem Genie Award , die jedes Jahr für die besten kanadischen Filme erfolgt. Kanada ist auch als Hollywood des Nordens bekannt. Der französische Film ist innerhalb von Kanada häufig erfolgreicher als der englische, weil der Quebecer Filmmarkt von US-Produktionen kaum direkt erreicht wird.

Bekannte kanadische Schauspieler sind: Die kanadische Literatur ist anfangs dadurch gekennzeichnet, dass sie häufig von Autoren stammt, die entsprechend ihrer ethnischen Herkunft bestimmte Erwartungen an das Land herantrugen.

Doch überwiegt inzwischen der Drang, die eigene Kultur, die sich entwickelt hat, in ihrem Reichtum zu erfassen, ohne die Wurzeln abzuschneiden. Jahrhunderts drangen indigene igloo und lokale Wortschöpfungen moose in die Literatur ein, aber auch französische gopher in die englische und umgekehrt. Dennoch wird die englische Sprache im ganzen Land verstanden und von übergreifenden Sprachstandards dominiert. In der französischen Literatur kommt als weiteres Element eine starke Anbindung an Frankreich und seinen Lebensstil hinzu, woraus sich eine Skepsis gegenüber dem als britisch aufgefassten Rest-Kanada partiell erklärt.

Ein hervorstechendes Merkmal kanadischer Literatur ist der Humor, der allerdings eher untergründig, zuweilen schwarz, und oft als Understatement eingesetzt wird.

Dabei spielen regionale Traditionen des Erzählens und des Anekdotischen eine wichtige Rolle, weniger die Themenwahl — es sei denn, es handelt sich um lokale Besonderheiten oder Unterschiede zwischen den ethnischen Gruppen. Doch auch dort sind Klischees fast unausweichlich. Dabei steht das Landleben überproportional im Vordergrund, während die Städte lange beinahe ignoriert wurden. Europa gilt als Hort der Verfeinerung, aber auch der extremen Regionalisierung, der Nachbar als Land der sozialen Härte und der Fixierung auf ökonomischen Erfolg.

Historisch gesehen flossen vor allem französische, englische und irische Stile zusammen, die in ihren Heimatländern en vogue waren. Jewitt , — bis zur präzisen Analyse reicht Susanna Moodie: Mit der Konföderation stellte sich die Frage nach der nationalen Kultur.

Ab Ende des Jahrhunderts dominierten vier Figuren die literarische Szene: Duncan Campbell Scott — , Charles G. Die Weltwirtschaftskrise brachte eine zunehmende Beschäftigung mit sozialen Problemen mit sich, der Zweite Weltkrieg wiederum zwang zur Beschäftigung mit Fragen der Macht, der Not, des Todes und wiederum der Heimkehr. Nach dem Krieg unterwarf Merrill Denison — den übertriebenen Nationalismus einer satirischen Betrachtung, und auch Autoren der Linken kritisierten den politischen und wirtschaftlichen Weg und die zunehmende Dominanz der USA.

Nischenmärkte entstanden, deren Publikum dennoch Autoren ernähren konnte. Sowohl die einzelnen Kulturen, als auch Frauen meldeten sich verstärkt zu Wort, wie etwa Margaret Atwood.

Nach etwa wurden staatliche Mittel in einer konservativeren Phase zurückgefahren. Autoren wie Timothy Findley — versuchten sich gegen Restriktionen zu wehren, indianische Literatur fand Vertreter in Eden Robinson Haisla , geb.

Seit den 70er Jahren hat sich das Interesse an kanadischer Literatur verstetigt. Wie in den meisten Künsten, so ignorierten die ersten Zuwanderer aus Europa weitgehend die Kunst der Ureinwohner. Als Material herrschten Stein und Holz vor, Ziegel sind selten. Ähnlich wie in der Bildhauerei kamen die in Frankreich und England vorherrschenden Stile jedoch, bedingt durch die Kommunikationsverhältnisse, mit deutlicher Verspätung an.

Das galt auch für die Übernahme der Klassik , nachdem die Briten Kanada erobert hatten. Dennoch nahm die Malerei zwangsläufig die Ureinwohner auf, denn sie sollten für die Berichterstattung bei Hof dargestellt werden. Jahrhunderts brachten Briten und die aus den USA geflohenen Loyalisten neue Einflüsse, die sich vor allem in den neuen Siedlungen, wie Toronto, dominierend bemerkbar machten. In der Architektur bevorzugte man neo-klassische und neo-gotische Motive, wie in Europa, doch erhielt der britische Einfluss immer mehr Übergewicht.

Mit dem repräsentativen Ausbau Ottawas und jeder Provinzhauptstadt versuchte man eine spezifisch kanadische Tradition auszudrücken.

Zwischen und herrschten historisierende Stile vor, wobei sich die mitgebrachten Stile anderer europäischer Völker, wie der Italiener bemerkbar machten. Mit der Industrialisierung drangen neue Bautypen, wie Stahlbrücken oder Bahnhöfe vor, neue Materialien, vor allem Metalle dominierten. In der Skulptur herrschten historische Monumente auf Plätzen vor, vor allem Kriegsdenkmäler nach dem Ersten Weltkrieg.

Die Group of Seven versuchte eine kanadische Malerei zu entwickeln; sie bezog ihre Inspiration aus der Landschaft. Als eine der ersten nahm Emily Carr dabei nicht nur die spezifische Landschaft des Westens auf, sondern auch die grandiose Kunst der Indianer der Pazifikküste.

Gegen sie und den Surrealismus entstanden die Plasticiens, allen voran Guido Molinari und Claude Tousignant , Struktur- und Farbfragen traten stärker in den Vordergrund. Hingegen unterscheidet sich die Architektur kaum von der internationalen. Der Fotograf Yousuf Karsh gehörte zu den bedeutendsten Porträtfotografen des Die Produktion von Nahrungsmitteln hängt stark von den natürlichen Bedingungen ab.

Höchster Berg des Landes und zweithöchster Nordamerikas ist der 5. Höchster Berg ist mit m der Barbeau Peak. Im Osten des Landes liegen die nördlichen Appalachen und die Laurentinischen Berge , erstere erreichen auf kanadischem Gebiet Höhen bis , letztere bis m.

Der wichtigste Fluss ist der 3. Kanadas zweitlängster Fluss ist der Mackenzie River 1. Weitere bedeutende Flüsse sind der Yukon 3.

An der Westküste findet man maritimes Klima mit hohen Niederschlägen, da sich die feuchte, vom Pazifik kommende Luft am Westrand des Küstengebirges abregnet. Eines der trockensten Jahre war das Jahr , das trockenste Das wärmste Jahr in Kanada war das Jahr Dennoch ist nur noch ein geringer Teil davon Urwald.

Hingegen ist die von Natur aus geringere Artenvielfalt im Norden eher durch Rohstoffunternehmen und Holzeinschlag gefährdet. Die nördlichsten Gebiete sind zu weniger als einem Zehntel mit den für die Polargebiete typischen Moosen bedeckt. Die Vegetation der niederschlagsreichen Pazifikküste wird von Wäldern aus dichten, hohen Douglasfichten, westlichen Red Cedars und Hemlocktannen beherrscht.

Das Prärieland ist zu trocken, um mehr als vereinzelte Baumgruppen hervorzubringen. Vom ursprünglich weiten, hügligen Grasland ist heute nur noch wenig übrig; es ist dem Weizengürtel gewichen. Vor allem an der Pazifikküste und in den Flusssystemen spielen Lachse eine überaus wichtige Rolle in der ansonsten nährstoffarmen Region. Neben diesen überwiegend im Salzwasser lebenden Fischen sind die zahlreichen nacheiszeitlichen Seen Habitate für etwa Fischarten.

Diese relativ geringe Zahl hat ihre Ursache in den Vergletscherungsphasen des Landes, die die Fischpopulationen immer wieder auslöschten. Hinzu kommen zahlreiche Parasitenarten. Aber auch die Fische der Ozeane, die die Flüsse aufwärts schwimmen, sind nicht ungefährdet, da Fischzuchten ihnen den Lebensraum streitig machen und neue Krankheiten einschleppen. Das gilt insbesondere für Lachszuchten. Weiter im Süden findet man Wapitis , während es in dichter besiedelten Landstrichen vor allem kleinere Säugetiere, wie Grau - und Backenhörnchen , Wiesel und Otter gibt.

In den westlichen Bergen gibt es Dickhornschafe und Berg- oder Schneeziegen. Fünf Milliarden Vögel kommen jeden Sommer in die borealen Wälder. Heute bestehen 92 solcher Gebiete mit einer Gesamtfläche von etwa Am Manitobasee findet sich eine Kolonie von Nashornpelikanen , deren Zahl wieder auf fast 2.

Bemerkenswert ist der mit etwa 6. Sie sind aber nur ein Teil der aus über Von diesen Arten ist kaum die Hälfte beschrieben.

Bis waren 1. Hinzu kamen, um nur einige zu nennen, 1. Wie überall, so beeinflussten geographische, klimatische und historische Faktoren die Fauna und Flora Kanadas.

Danach hob sich das Land, das von der gewaltigen Last befreit wurde, vielfach um mehrere Dutzend Meter, gewaltige Wassermassen sammelten sich in riesigen Seen, wie dem Agassiz-See , der mehr als Diesen sich vergleichsweise schnell wandelnden Bedingungen passten sich Pflanzen, Pilze und Tiere an und eroberten die eisfreien Gebiete sukzessive zurück.

Etwa um diese Zeit rückten die ersten Menschen dem sich zurückziehenden Eis nach. Eine wichtige Rolle spielten dabei die sogenannten Refugia, die während der gesamten oder eines Teils der Vereisungsphase eisfrei blieben. Das bekannteste von diesen eisfreien Refugia ist Beringia, wo viele arktische Formen überlebten, und das eine Landbrücke nach Nordostasien darstellte.

Wahrscheinlich existierten weitere Refugia auf Ellesmere lsland, auf den Queen Charlotte Islands und auf Baffin lsland. Zur schnellen Ausbreitung zahlreicher Arten haben zudem Warmperioden, insbesondere das Hypsithermal vor ca.

Die wohl wichtigste Quelle der Wiederausbreitung von Flora und Fauna waren wahrscheinlich die südlichen, heute überwiegend in den USA gelegenen Gebiete, die nie von Gletschern bedeckt waren. Sieht man von den Cypress Hills im Süden von Alberta und Saskatchewan ab, die eisfrei blieben, so war der gesamte Süden vereist.

Sie dürfte die Bisonherden nord- und ostwärts getrieben haben oder sie dazu veranlasst haben, sich in Flusstälern und Refugien wie die Cypress Hills zurückzuziehen. Ihnen folgten die menschlichen Jäger. Liste der Städte in Kanada. Bei der Volkszählung des Jahres ermittelten die Behörden eine Gesamtzahl von Toronto ist mit 5. Weitere Ballungsräume sind die Bundeshauptstadt Ottawa - Gatineau 1. Zwei weitere Ballungsräume weisen eine Einwohnerzahl von weniger als Jahrhundert gegründet wurden, so entstanden die Metropolen im Wesentlichen im Dementsprechend besteht der Stadtkern aus oftmals unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden, zwischen denen vor allem seit den 70er Jahren zahlreiche Hochhäuser entstanden.

Die Volkszählungen von und ergaben eine Einwohnerzahl von Dies entspricht einer Bevölkerungsdichte von etwa 3,2 bzw. Weite Teile des Nordens sind hingegen nahezu unbewohnt. Fast vier Fünftel der Kanadier leben in Städten. Fast zwei Drittel von ihnen leben in den Provinzen Ontario In den Prärieprovinzen lebten rund 5,5 Millionen Menschen, davon 3. Der Norden ist noch dünner besiedelt. Nunavut mit seinen Kanada ist ein Einwanderungsland. Sieht man von den indianischen Gruppen und den Inuit ab, die vor Jahrhundert ein weiterer Einwanderungsschub, diesmal aus Europa.

Zunächst kleine Gruppen kamen vor allem aus England, Frankreich, aber auch aus den italienischen Herrschaftsgebieten, aus dem Heiligen Römischen Reich bzw. Jahrhunderts in den Westen des Landes kamen. Inzwischen wächst auch die Zahl der Zuwanderer aus Süd- und Südostasien.

Die meisten kamen aus dem Gebiet der späteren Sowjetunion, viele kamen aber auch aus Österreich-Ungarn. Von bis verdreifachte sich die Bevölkerung des Reichs auf 68 Millionen. Die meisten Einwanderer aus dem Reich kamen aus Südwestdeutschland, wo Erbteilung, Frühindustrialisierung und Bevölkerungswachstum zu stärkerer Entwurzelung und Verarmung geführt hatten, als in den prosperierenden Gebieten.

Die Wachstumsrate der Bevölkerung ist, vor allem aufgrund der nach wie vor hohen Einwanderungsquote, die höchste innerhalb der G8 -Staaten. Die Nettomigrationsrate belief sich im Jahr auf 6,2 pro Einwohner und sank bis kontinuierlich auf 5,62; bis stieg sie wieder leicht auf 5,65 an.

Die Geburtenrate betrug im Jahr 11,41 pro Einwohner, sank bis auf 10,99, die Sterberate lag bei 7,61, der Geburtenüberschuss also bei 3, Für schätzt man die Geburtenrate auf 10,28 pro Einwohner. Die Sterberate stieg von 7,39 im Jahr auf 8,09 im Jahr Die Kindersterblichkeit sank von 5,08 pro Einwohner im Jahr auf 4,63 im Jahr ; sprang sie wieder auf den Stand von um wieder leicht auf 4,85 zu sinken.

Kanada wies im Jahr eine Ärztedichte von 1,91 pro Einwohner auf. Für wurde sie auf 79,43 Jahre geschätzt, für auf 80,1. Dabei lag die Lebenserwartung der Mädchen bei 83,91, die der Jungen hingegen nur bei 78,69 Jahren. Für liegt die Schätzung bei 84 bzw. Das mittlere Alter der erwerbsfähigen Bevölkerung liegt bei 42 Jahren, die Schätzung für liegt bei 43,7 Jahren.

Der Median ist seit von knapp 26 auf 39,5 Jahre gestiegen. In Kanada unterscheidet man drei Gruppen indigener oder autochthoner Völker: Letztere sind ganz überwiegend Nachfahren von Europäern, die mit indianischen Frauen eine Verbindung eingegangen waren.

Sie haben zwei eigene Sprachen entwickelt, das Michif , das fast nur französische Substantive und Cree-Verben kennt, und das Bungee , das aus Cree und Schottisch-Gälisch entstand. Zahlreiche weitere Kanadier haben indianische Vorfahren. Nach dieser Sitte geschlossene Ehen waren erst ab vor dem britischen Gesetz gültig. Die Indigenen verteilten sich auf folgende Gruppen:. Im Schnitt sind die auch als Aboriginals bezeichneten Ureinwohner erheblich jünger als die übrige Bevölkerung.

Die Interessen der indigenen Bevölkerung werden staatlicherseits von Indian and Northern Affairs bzw. Affaires indiennes et du Nord vertreten. Es ist neben den Inuit vor allem mit den als Indians bezeichneten First Nations befasst. Das Ministerium ist für die Anerkennung von Individuen zuständig, aber auch für die Anerkennung von Gruppen als Stämme bands , von denen es eine Liste führt. Im Jahr waren Gruppen als Stämme anerkannt. Die Indigenen selbst sehen sich allerdings eher in eigenen Organisationen, wie der Versammlung der First Nations oder anderen Organisationen vertreten.

Die Indianer besitzen erst seit das volle Wahlrecht, die Inuit erst seit Letzteren steht seit ein eigenes Territorium namens Nunavut zur Verfügung. Die First Nations haben zahlreiche Einzelabmachungen mit der Bundesregierung und den Provinzen getroffen, die vielen ein Traditionelles Territorium zugestehen, in denen sie besondere Rechte und Pflichten haben.

Zugleich kommt es nach wie vor zu Auseinandersetzungen um Landrechte und den Abbau von Bodenschätzen, wie die Grassy-Narrows-Blockade , der Streit um die Urwälder am britisch-kolumbianischen Clayoquot Sound oder der Widerstand der Kitchenuhmaykoosib Inninuwug in Ontario zeigen. Seither rücken die Folgen der zwangsweise durchgeführten Assimilation und der Vernichtung der indigenen Kulturen zunehmend in den Mittelpunkt.

Seit wird der Juni als National Aboriginal Day bzw. Heute werden über Sprachen als Muttersprachen angegeben. Nach der Volkszählung von sprachen zu Hause Das entsprach 58 bzw. Von denjenigen, die eine Immigrantensprache angaben, sprachen 2. Italienisch, Polnisch und Griechisch waren hingegen rückläufig. Amtssprachen sind Englisch und Französisch. In der Kanadischen Charta der Rechte und Freiheiten , im Amtssprachengesetz und in den Amtssprachenverordnungen ist die Zweisprachigkeit festgeschrieben, die vom Amtssprachenkommissariat durchgesetzt wird.

In den Bundesgerichten, im Parlament und in allen Institutionen des Bundes sind Englisch und Französisch gleichberechtigt. Die Bürger haben das Recht, Dienstleistungen des Bundes in englischer oder französischer Sprache wahrzunehmen. In allen Provinzen und Territorien wird den sprachlichen Minderheiten der Schulunterricht in eigenen Schulen garantiert, ein Anrecht, das lange umstritten war. Neubraunschweig ist die einzige Provinz, deren Verfassung die Zweisprachigkeit garantiert.

In Ontario kennen einzelne Gemeinden Französisch als zweite Amtssprache. Die Wahl der Hauptstadt des seinerzeitigen Britisch-Nordamerika durch Königin Victoria fiel wohl auf Ottawa, weil es an der Grenze zwischen franko- und anglophonem Gebiet lag. Alle Regionen haben nicht-englisch- oder -französischsprachige Minderheiten.

Im hauptsächlich von Inuit bewohnten Nunavut ist Inuktitut die Mehrheitssprache und eine von drei Amtssprachen.

Am weitesten verbreitet sind Chinesisch 1. Jahrhunderts noch die dritthäufigste Sprache, ist mit etwa bis 1. Mit der Kolonialisierung kamen zunächst vor allem französische Katholiken und anglikanische Engländer nach Kanada.

Auf sie geht die Abspaltung Neubraunschweigs zurück. In späteren Einwanderungswellen kamen wiederum katholische Iren und Italiener, aber auch ukrainische Doukhobor hinzu. In Toronto setzten sich die Methodisten durch. In Opposition zu den Katholiken, die eher dem Ultramontanismus zugeneigt waren les bleus , aber auch zu den dominierenden Anglikanern, die vom Oranier-Orden unterstützt wurden, bildeten sich antiklerikale Gruppen vor allem les rouges.

Mit dem Lord's Day Act von wurde ein weitgehendes Arbeitsverbot am Sonntag durchgesetzt, das bis in die er Jahre Gültigkeit beanspruchte, und das der Oberste Gerichtshof erst endgültig abschaffte. Die Mormonen bilden einen Schwerpunkt in Alberta. Hinzu kommen die Zeugen Jehovas und zahlreiche andere Gruppen. Die katholischen Missionare waren unter den Ureinwohnern erfolgreicher als die protestantischen, und so überwiegt dort der katholische Anteil. Dazu kommen indigene Kirchen, wie die Shaker Church.

Vielfach bestehen regionale religiöse Formen fort, wurden umgeformt oder revitalisiert. Die jüngsten Erhebungen beinhalten keine Fragen mehr nach der Zugehörigkeit zu einer Religionsgruppe. Die Volkszählungen von und ergaben Nach einer Umfrage von fühlten sich die Muslime in Kanada deutlich stärker integriert als in europäischen Staaten.

Kanada hat die höchste Einwanderungsquote unter den Flächenstaaten der Welt. Je nach Lage des Arbeitsmarkts wird eine Mindestpunktzahl im Januar Die persönliche Punktzahl setzt sich aus Punkten für den aktuellen Bildungsstand und die Berufserfahrung zusammen, aus Punkten für die vorhandenen Sprachkenntnisse in Englisch und Französisch sowie für das Alter, für Verwandte und frühere Aufenthalte in Kanada.

Das Immigrations-Programm wurde im Herbst dahingehend angepasst, dass ohne ein bestehendes Arbeitsangebot nur noch Personen zum Skilled Worker Program zugelassen werden, die Erfahrung in einem von 38 festgelegten Berufen nachweisen können Mai Die notwendige Summe beläuft sich derzeit Mai für eine alleinstehende Person auf Geburtstag für sechs Monate oder länger gelebt hat.

Die Einwanderung erfolgt in zwei Stufen. Zunächst wird eine unbefristete Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung erteilt. Einwanderer, die noch nicht eingebürgert sind, haben Residenzpflicht. In dieser Zeit muss man Nachweise für die vorgegebene Zeit in Kanada erbringen, oder mit jemandem verheiratet sein, die oder der die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt. Indianer, in Kanada First Nations genannt, besiedelten Nordamerika vor mindestens Aus der Zeit ab etwa 9.

Ab etwa v. Gruppen aus dem Westen erreichten um v. Dort fanden sich Speerschleudern. Pferde gejagt; sie verschwanden ebenso wie die Megafauna. Dabei lässt sich Kupferbearbeitung bereits um v. Es war das einzige erreichbare Metall in Nordamerika und wurde überaus weiträumig gehandelt. Dabei war es von hohem Wert. Im Westen reichen die Spuren bis vor v. Auch in den Plains lassen sich Dörfer nachweisen.

Als wichtigste kulturelle Veränderung der Plateaukultur im westlichen Binnenland gilt der Übergang von der Nichtsesshaftigkeit zur Halbsesshaftigkeit mit Winterdörfern und sommerlichen Wanderzyklen vor rund 4. Eine ähnliche Entwicklung vollzog sich früher an der Küste, deren Kulturen sich mit den Küsten-Salish in Beziehung bringen lassen. Gegen Ende der Epoche lassen sich erstmals Plankenhäuser nachweisen. Einige Salish waren bereits vor v. Die Waffe erreichte die Ostküste, konnte sich aber erst rund drei Jahrtausende später im Westen gegen die Speerschleuder durchsetzen - sie war den dortigen Lebensverhältnissen lange Zeit angemessener.

Manche Dörfer, meist aus Langhäusern bestehend, waren wohl schon ganzjährig bewohnt. Ihre typischen Begräbnishügel, die Mounds , erscheinen auch in der westlichen Schild-Kultur, beispielsweise im südlichen Ontario.

Kupfer wurde im ganzen Osten Nordamerikas verbreitet. Fernhandel war weit verbreitet und reichte westwärts bis zum Pazifik. Im Norden überwogen kleinere nomadische Gruppen, während sich im Süden ein Zyklus saisonaler Wanderungen durchsetzte, deren Mittelpunkt feste Dörfer waren. Die Küstenkultur wurde zwischen v. Eine Schicht führender Familien beherrschte den Handel sowie den Zugang zu Ressourcen und hatte die politische und spirituelle Macht. Auch hier tauchen erstmals Begräbnishügel auf.

In einigen Regionen herrschten Steinhaufengräbern cairns vor, wie etwa um Victoria. Die Kultur war von Plankenhäusern, oftmals monumentalen Schnitzwerken Totempfählen , komplexen Zeremonien und Clanstrukturen gekennzeichnet.

Im Gegensatz dazu gestatteten die Klimabedingungen und starke vulkanische Aktivität im Nordwesten keine dauerhafte Ansiedlung. Um setzte sich eine erneute Wanderung von Alaska nach Grönland in Bewegung.

Aus der Vermischung der Kulturen ging wohl die Thule-Kultur hervor, die bis etwa bestand. Ihre Angehörigen sind die Vorfahren der heutigen Inuit. Dieser landete am Die französischen Kolonisten teilten sich in zwei Hauptgruppen: Zwischen und kam es in Nordamerika zu vier kriegerischen Konflikten zwischen Engländern bzw. Briten und Franzosen, die jeweils Nebenschauplätze von Erbfolgekriegen in Europa waren.

Auch wurden Rechte der französischen Kanadier eingeschränkt. Für die französischsprachige Bevölkerungsmehrheit galt das französische Zivilrecht und Französisch war als Sprache in der Öffentlichkeit anerkannt; durch die Zusicherung der freien Religionsausübung konnte die Bevölkerung an der römisch-katholischen Konfession festhalten und die Kirche ihre erschütterte Macht wieder festigen.

Darüber hinaus spielte sie bis in die Gegenwart in Konkurrenz zu den Protestanten eine zentrale Rolle in der Missionierung. Der Quebec Act verärgerte jedoch die Bewohner der Dreizehn Kolonien, die darin eine unzulässige Beschränkung ihrer nach Westen gerichteten Expansion sahen.

Beiden Kolonien gewährte man ein Parlament. In Kanada wird der Krieg bis heute als erfolgreiche Abwehr amerikanischer Invasionsversuche betrachtet. Die britisch- und französischstämmige Bevölkerung entwickelte durch den Kampf gegen den gemeinsamen Feind ein kanadisches Nationalgefühl, die Loyalität der britischen Krone gegenüber wurde gestärkt. Doch wurden die Rebellionen von rasch niedergeschlagen. Lord Durham empfahl daraufhin in seinem Untersuchungsbericht die Einsetzung einer selbstverantwortlichen Regierung und die allmähliche Assimilierung der französischen Kanadier.

Bis erhielten auch die übrigen Kolonien in Britisch Nordamerika eine eigene Regierung, was die Gruppen, die sich um einen Anschluss an die USA bemühten, im Osten entscheidend schwächte. Breitengrad als gemeinsame Grenze festlegte. Ungenauigkeiten im Grenzverlauf führten immer wieder zu diplomatischen Verwicklungen. Während des Sezessionskriegs in den Vereinigten Staaten erkannten führende Politiker die Notwendigkeit, amerikanischen Expansionsbestrebungen einen starken Bundesstaat entgegenzustellen, und berieten in drei Verfassungskonferenzen über die Schaffung einer Konföderation.

Daraus resultierte das Verfassungsgesetz , das am 1. Neufundland lehnte den Anschluss ab. Neufundland hingegen hatte den Beitritt abgelehnt und blieb bis britisch. Mit den Indianern schloss Kanada zwischen und elf Verträge ab, die ihnen gegen geringe Kompensationen Reservate zuwiesen, ihnen aber ihre gewohnte Lebensweise garantierten.

Bis in die er, in manchen Gegenden sogar bis in die 80er Jahre versuchte man sie zwangsweise zu assimilieren. So verbot man den Schülern den Gebrauch ihrer Muttersprachen, jede Form der Tradierung wurde so gut wie möglich unterbunden.

Die Indianer durften weder Anwälte engagieren, um ihre Ansprüche vor Gericht zu vertreten, und bis durften sie nicht an Parlamentswahlen auf nationaler Ebene teilnehmen, die Inuit sogar bis Als die Regierung versuchte, gegen den Widerstand des französischsprachigen Bevölkerungsteils den obligatorischen Kriegsdienst einzuführen, kam es zur Wehrpflichtkrise von Das Statut von Westminster garantierte die gesetzgeberische Unabhängigkeit, gewisse verfassungsrechtliche Bindungen blieben jedoch weiter bestehen.

Das Land war besonders stark von der Weltwirtschaftskrise betroffen, als Reaktion darauf entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten ein gut ausgebauter Sozialstaat. Kanada erklärte dem Deutschen Reich den Krieg. Die britische Kolonie Neufundland, die sich nicht dem Bundesstaat angeschlossen hatte und von bis ein unabhängiges Dominion gewesen war, trat nach einer lange andauernden politischen und wirtschaftlichen Krise als letzte Provinz der Konföderation bei.

Seit den Wahlen vom 4. Trotz einiger politischer Zugeständnisse ist die Unzufriedenheit unter den Ureinwohnern immer noch hoch. Kanadische Monarchie , Wahlen in Kanada. Die Verfassung besteht nach angelsächsischer Rechtstradition aus schriftlichen Quellen und ungeschriebenem Gewohnheitsrecht. Das Statut von Westminster von gewährte die vollständige gesetzgeberische Autonomie und mit dem Verfassungsgesetz von wurden die letzten verfassungsrechtlichen Bindungen zum britischen Mutterland gelöst.

Theoretisch liegt die exekutive Staatsgewalt beim Monarchen, wird aber in der Praxis durch das Kabinett, ein Komitee des kanadischen Kronrates und durch den Vertreter des Monarchen, den Generalgouverneur, ausgeübt.

Der Monarch und dessen Vertreter üben hauptsächlich zeremonielle Funktionen aus. Der Premierminister ist üblicherweise der Vorsitzende derjenigen Partei, die im Unterhaus die meisten Sitze hält und das Vertrauen der Mehrheit der Abgeordneten besitzt. Er wird vom Generalgouverneur eingesetzt und führt als Regierungschef das Kabinett. Er ernennt die übrigen Kabinettsmitglieder, Senatoren , Richter des Obersten Gerichtshofes , die Vorsitzenden von Staatsbetrieben und Behörden und er kann die Vizegouverneure der Provinzen vorschlagen.

September bis September Generalgouverneurin von Kanada. Ihr folgte David Johnston im Amt. Das Bundesparlament besteht aus dem Monarchen und zwei Kammern, dem demokratisch gewählten Unterhaus engl. House of Commons , frz. Jedes Mitglied des Unterhauses wird im relativen Mehrheitswahlrecht in einem von Wahlkreisen gewählt 49a. Allgemeine Wahlen werden vom Generalgouverneur angesetzt, wenn der Premierminister dies vorschlägt, oder wenn die Regierung bei einem Misstrauensvotum unterliegt.

Es gibt keine Mindestdauer für eine Legislaturperiode , eine Neuwahl muss spätestens nach fünf Jahren erfolgen. Zuvor konnte der Premierminister den Wahltermin nach Belieben festsetzen, doch musste eine Neuwahl spätestens nach fünf Jahren erfolgen.

Im Senat , auch Oberhaus engl. Die Sitze sind nach Regionen aufgeteilt, wobei diese seit nicht mehr angepasst wurden. Die Senatoren haben keine feste Amtszeit, sondern können ihr Amt bis zum Ihr Einfluss ist bedeutend geringer als der der Abgeordneten im Unterhaus.

Die Spitze des Rechtssystems bildet der Oberste Gerichtshof. Er ist zugleich die letzte Instanz. Die neun Mitglieder werden auf Vorschlag des Premierministers und des Justizministers vom Generalgouverneur ernannt. Die Besetzung von Richterämtern auf unteren Stufen fällt in die Zuständigkeit der Provinz- und Territorialregierungen. Diese Aufteilung gilt nicht für das Strafrecht , das Sache des Bundesstaates und in allen Provinzen einheitlich ist. Beide Rechtssysteme sind in die Verfassung eingeflossen.

Deren Kern entstand mit der Gründung Kanadas und wurde zuletzt grundlegend durch das Verfassungsgesetz von und die Kanadische Charta der Rechte und Freiheiten ergänzt.

In den Provinzen sind die obersten Gerichte die Courts of Appeal. Ihre Urteile sind allerdings, im Gegensatz zu denen des Obersten Gerichtshofs in Ottawa, in den jeweils anderen Provinzen nicht bindend, wenn sie auch nicht ohne Einfluss sind. Deren Entscheidungen aus der Zeit vor sind nach wie vor bindend, es sei denn, der kanadische Oberste Gerichtshof hat sie aufgehoben. Das gleiche gilt sogar für Entscheidungen bis für den Rechtssprechungsausschuss des Privy Council.

Dies ist für die Rechtsstellung der indigenen und der frankophonen Bevölkerung von erheblicher Bedeutung, da ältere, mit der britischen Krone abgeschlossene Verträge, weiterhin gültig sind.

Kanada ist ein in zehn Provinzen und drei Territorien gegliederter Bundesstaat. Diese Einheiten können in Regionen gegliedert werden. Breitengrades und westlich der Hudson Bay. Seit gibt es jedoch erneute Bestrebungen in diese Richtung. Die Provinzen verfügen über einen hohen Grad an Autonomie, während in den Territorien die Bundesregierung zahlreiche Verwaltungsaufgaben selbst übernimmt. Alle Provinzen und Territorien besitzen ein Einkammerparlament und einen Premierminister als Regierungschef.

Die Monarchin wird in allen Provinzen durch einen Vizegouverneur vertreten, der gleichrangig zum Generalgouverneur ist und überwiegend zeremonielle Aufgaben wahrnimmt. In den Territorien übernimmt ein von der Bundesregierung ernannter Kommissar die Aufgaben eines Vizegouverneurs. Dagegen war der Handelsumfang mit China Importe 30,3 Milliarden, Exporte 6,7 vergleichsweise gering, doch steigen diese Zahlen weiter stark an. Seit der US-Dollar gegenüber dem kanadischen stark im Wert gesunken ist, wird in beiden Ländern nicht mehr über eine Währungsunion diskutiert.

Seit übersteigt der Wert der Energieexporte aus Kanada den der Kraftfahrzeugindustrie. Enge Beziehungen unterhält das Land weiterhin zum Vereinigten Königreich , aber auch zu Frankreich , darüber hinaus durch die Mitgliedschaft im Commonwealth of Nations und als Teil der internationalen Frankophonie auch zu anderen ehemals britischen und französischen Kolonien. Einen wichtigen Teil der kanadischen Identität bildet die Unterstützung der Multilateralität.

Der spätere Premierminister Lester Pearson trug wesentlich zur Beilegung der Sueskrise bei und wurde dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Verschiedene internationale Vereinbarungen entstanden auf kanadische Initiative und wurden in diesem Land verabschiedet. Canadian Forces , frz. Forces canadiennes entstanden in ihrer jetzigen Form , als Heer, Marine und Luftwaffe organisatorisch zusammengeführt wurden.

Die Truppen umfassten rund Aufgrund der engen Bindungen an das britische Mutterland waren kanadische Truppen am Burenkrieg , am Ersten und am Zweiten Weltkrieg beteiligt. Seit stellt Kanada einen bedeutenden Teil der Friedenstruppen der Vereinten Nationen und war an mehr Friedensmissionen beteiligt als jede andere Nation.

Im föderalistischen Kanada gibt es kein einheitliches nationales Bildungssystem. Daher unterscheiden sich in einigen Provinzen Schuleintrittsalter 5. Lebensjahr und Dauer der Grundschulzeit bis Klasse 6 oder 7. Da das Bildungssystem Chancengleichheit anstrebt, erfolgt der Übergang von einer Schulstufe in die andere ohne Leistungsprüfung. Etwa zehn Prozent der Schüler besuchen eine Privatschule. Das Leistungsniveau der Privatschulen gilt als sehr hoch und Kanada ist das einzige OECD-Land, in dem die Schülerschaft der Privatschulen selbst nach Einbeziehung des familiären und sozioökonomischen Hintergrundes mehr lernt, als die Schülerschaft an öffentlichen Schulen.

Während der Schulbesuch kostenfrei ist, werden an den Hochschulen 60 Studiengebühren unterschiedlicher Höhe verlangt. Dies berührt einen Grundzug der Hochschulentwicklung, denn die frühen Institutionen waren fast alle kirchlichen Ursprungs. Erst entstand die erste säkulare Hochschule und die zweite Kanadas, die Dalhousie University in Halifax. Letztere geht wie die Laval-Universität auf einen Missionsorden zurück, in diesem Falle auf die Oblaten.

Letztere wurde ursprünglich in Toronto gegründet und zog erst nach Hamilton um. Sie geht auf die Baptist Convention of Ontario zurück.

Die Universitäten verleihen Bachelor -, Master - und Ph. Die 13 bedeutendsten Forschungsuniversitäten haben sich in der Group of Thirteen zusammengeschlossen, um ihre Vorhaben zu koordinieren. Auch der Anteil der Frauen an den Studenten stieg erheblich an, so dass von den Während die USA pro Jahr Aus Korea stammten bereits mehr als Viele Kanadier studieren allerdings auch im Ausland, so etwa Die Umweltpolitik hat ungewöhnliche naturräumliche Grundlagen, vor allem ist aber die Gemengelage der Interessen eine spezifisch kanadische.

Die Natur ist zum bedeutendsten Faktor für den Tourismus geworden. Dazu tragen 43 National - und weit über 1. Doch kollidieren touristische, Erhaltungs-, Erholungs- und wissenschaftliche Interessen mit den Verwertungsinteressen der Rohstoffindustrie und gelegentlich den Interessen der Ureinwohner. Urwälder old growth gibt es in Kanada nach drei Jahrhunderten des Raubbaus kaum noch, und sie wären ohne den Widerstand von Umweltschutzorganisationen und Indianern gänzlich verschwunden.

Die Unternehmen der Holzindustrie sind so eng mit den politischen Eliten der Provinzen verbunden, dass erst internationaler Druck und häufig Zwang der Bundesregierung und der Gerichtshöfe die Bestände in einigen Fällen retten konnten vgl. Zudem nimmt es beim Wasserverbrauch den Eine weitere Gefahr für die Urwälder, aber ebenso sehr für die riesigen nachgewachsenen Wälder, stellt der Mountain Pine Beetle genannte Bergkiefernkäfer dar.

Er hat bereits mehrere Millionen Hektar Wald vernichtet. In beiden Fällen kam es nicht nur zu häufigen Zwangsumsiedlungen der Indigenen wie der Innu in Labrador, sondern auch zu erheblichen Umwelt- und Gesundheitsbelastungen wie beim Abbau der Athabasca-Ölsande in Alberta.

Im Nordosten British Columbias kam es in den letzten drei Jahren zu sieben von der Polizei als höchst gefährlich eingeschätzten Anschlägen auf Gasleitungen der EnCana Corporation , in denen giftiger Schwefelwasserstoff transportiert wird. April unterzeichnete die Regierung das Kyoto-Protokoll , und verpflichtete sich, die Treibhausgas-Emissionen bis um 6 Prozent zu senken. Daher beschloss Kanada, um hohen Strafzahlungen zu entgehen, das Protokoll aufzukündigen.

Rechtlich liegt der Umweltpolitik vor allem der Canadian Environmental Protection Act von zugrunde. Baird , seither unter Peter Kent, der im Januar in das Amt kam. Baird war unter anderem für das Department of Indian Affairs and Northern Development zuständig, sowie für die Industrie - eine in Kanada geläufige und entsprechend anfällige Verbindung.

Ähnlich scheint die Entwicklung bei Kent zu verlaufen, der als einer der ersten eine Radiosendung zur Klimaerwärmung produzierte. Jede Provinz hat zudem ein eigenes Umweltministerium, das sich der Prioritäten der Rohstoffgewinnung erwehren muss. Wirtschaft Kanadas , Wirtschaftsgeschichte Kanadas. Kanada gehört zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt lag es mit umgerechnet 1. Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil der Urproduktion , also des primären Wirtschaftssektors, was auf den Reichtum an natürlichen Ressourcen zurückzuführen ist.

Wald und Wasserkraft bilden die Grundlage für die Zellstoff - und Papierindustrie. Damit hat sich die Einfuhr in den letzten zehn Jahren verdreifacht, während die Ausfuhr sehr stark schwankte.

Die Verbindung innerhalb Nordamerikas ist dabei inzwischen so eng, dass sich riesige, grenzüberschreitende Versorgungsverbünde entwickelt haben, wie die Western Interconnection , die bis nach Mexiko reicht. Allerdings sind die Pläne zum Ausbau von Staudämmen, die British Columbia seit betreibt, heftig umstritten. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg zugleich von Daneben ist Roggen mit Beeren, wie Cranberrys spielen mit Dabei spielen die Automobil- und die Luftfahrtindustrie bedeutende Rollen.

Hinzu kommen Metallindustrie, Nahrungsmittelverarbeitung sowie Holz- und Papierindustrie. Ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen die chemische und die elektrotechnische Industrie, vor allem aber der Hightechsektor.

Dies hängt zum Teil mit geologisch bedingten Hemmnissen zusammen, mit dem inzwischen sehr hohen Lohnniveau und dem wachsenden Widerstand gegen die Zerstörungen der Umwelt. Insgesamt fielen die Exporte von knapp auf Milliarden, die Importe von auf Milliarden Dollar. Der Exportüberschuss von 46 Milliarden verwandelte sich in einen Importüberschuss von 4,5 Milliarden.

Im August waren Die Arbeitslosigkeit lag bei 1. War die Wirtschaft in der ersten Hälfte des Jahrhunderts noch weitgehend auf den Export nach Europa orientiert, vor allem in das Britische Empire , so wurden die Handelsbarrieren zum Nachbarland USA nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend abgebaut.