Darlehenszinsentwicklung

 


Das gilt sowohl für Privatpersonen als auch Firmen und Unternehmen. Dieser Nachfragerückgang führt dazu, dass Unternehmen geringere Umsätze bzw. Um die Arbeiter im Voraus zu entlohnen, benötigt der Unternehmer Kapital , wofür er Zinsen zahlen muss und aus der zusätzlichen Ergiebigkeit der Arbeit auch zahlen kann. Der Staat erhöht seine Nachfrage, etwa durch Beschäftigungs- und Infrastrukturprogramme — auch über Kreditfinanzierung Deficit spending — und senkt die Steuern, um dadurch der Volkswirtschaft eine Initialzündung zu geben. Bausparvertrag Bausparverträge im aktuellen Vergleich:

Bauzinsentwicklung der letzten Jahre


Seriöse Vorhersagen sind nicht zuverlässig zu machen, da die Darlehenszinsen Entwicklung zahlreichen Faktoren unterliegt. Es ist also keine Frage, ob die Darlehenszinsen wieder steigen werden, sondern wann. Vorsicht ist bei konkreten Aussagen zur Zinsentwicklung geboten.

Selbst Experten wagen nur Richtungswerte und keine konkreten Angaben , vor allem nicht für die Langzeitentwicklung. Maximal vorsichtige Schätzungen für die Zinsentwicklung werden gegeben, sind in der Regel aber an Einschränkungen gebunden.

Ein vorschneller Abschluss ist in den wenigsten Fällen sinnvoll. Hinzu kommt, dass ein Zinsanstieg zwar jederzeit beginnen kann, in der Regel sind aber keine Sprünge von mehreren Prozentpunkten innerhalb weniger Tage oder Wochen zu erwarten. Auch wenn Timing wichtig ist, überstürzte Handlungen sind meist nicht zielführend. Dennoch kann man sich den derzeitigen Tiefstand noch zunutze machen. Bei Neuabschlüssen ist es sinnvoll lange Laufzeiten und eine möglichst hohe Tilgung zu vereinbaren.

Besser ist eine lange Zinsbindungsfrist. Das senkt die Kosten für eine unter Umständen teurere Anschlussfinanzierung. Für bestehende Darlehen gibt es mehrere Möglichkeiten. Ein Forward-Darlehen sichert die aktuellen Zinsen, kann aber erst gegen Ende der Laufzeit abgeschlossen werden.

Bei Darlehen, die älter als zehn Jahre sind, greift das gesetzliche Sonderkündigungsrecht für Kredite, so dass sich eine Umschuldung der Baufinanzierung lohnen kann. Zinsen ändern sich nicht über Nacht, sondern sind abhängig von zahlreichen Faktoren. Wie die Kreditzinsen Entwicklung von diesen Faktoren abhängig ist, soll in möglichst kurzer Form im Folgenden geklärt werden.

Eine detaillierte Analyse, wie es zu dem derzeit herrschenden historischen Niedrigzinsen kam, führt für Nicht-Finanzexperten in den meisten Fällen zu weit.

Eine Form der Geldentwertung in Verbindung mit Preissteigerungen. Vereinfacht gesagt bekommt man für sein Geld weniger Ware. Sinkende Nachfrage führt zu sinkenden Preisen, was langfristig zu Produktionseinbrüchen und geringerem Wohlstand führt. Es soll verhindert werden, dass in den einzelnen Mitgliedsländern weder eine Inflation ausbricht, noch dass ein Land in eine Deflation abrutscht.

Es gilt also, die Balance zwischen Deflation und Inflation zu halten. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die einzelnen Volkswirtschaften Europas unterschiedlich stabil sind.

Während sich beispielsweise Deutschland über eine starke Konjunktur freuen kann, war und ist in einigen südlichen Ländern wie Italien, Spanien und vor allem Griechenland, eine zunehmende wirtschaftliche Stagnation zu beobachten. Um das Wirtschaftswachstum wieder anzukurbeln und eine Deflation in einzelnen Ländern abzuwenden, griff die EZB regulierend ein. Vor allem die Folgen der Finanzkrise erforderten Reaktionen. Seitdem wurden immer wieder Anpassungen durch die EZB vorgenommen, um die wirtschaftliche Stabilität zu sichern.

Dies hatte und hat Auswirkung auf den gesamten Euroraum und spiegelt sich nicht nur im Preisniveau wider, sondern auch in der Zinsentwicklung der letzten Jahre. Gibt es Änderungen an diesem, stürzen sich Medien und Analysten sofort darauf, um die Auswirkungen für die Wirtschaft abzuschätzen und Strategien zu entwickeln. Jede Veränderung zieht wirtschaftliche Reaktionen nach sich. Auch wenn die genauen Zusammenhänge komplexer sind, kann man den Einfluss des Leitzinses auf die Banken doch vereinfacht darstellen.

Für beides werden Zinsen berechnet. Das führt dazu, dass die Banken lieber ihr Kapital bei der EZB lagern, als es an die Kunden weiter zu geben, denn sie verdienen an den Guthabenzinsen besser. Um die Wirtschaft anzukurbeln ist es aber notwendig, dass Geld nicht gebunkert, sondern dass es investiert wird.

Man senkt also den Leitzins. So wird es für die Banken billiger sich Geld bei der EZB zu leihen und sehr viel unattraktiver es dort einzulagern. Stattdessen ist es sinnvoll, das Geld in Kredite zu investieren , die an Kunden gegeben werden. Da es derzeit so günstig für die Banken ist, sich Geld bei der EZB zu leihen, vergeben sie auch günstige Konsumentenkredite.

In der Folge kommt es vermehrt zu Insolvenzen von verschuldeten Unternehmen, mit negativen Auswirkungen auf deren Arbeitnehmer und Gläubiger. Die Kaufkraft der Konsumenten steigt, wenn die Löhne nicht stärker sinken als die Preise. Wenn die Löhne stabil bleiben, obwohl die Unternehmen Löhne in der Höhe nicht mehr finanzieren können Lohnrigidität , führt dies zu Unternehmensinsolvenzen.

Litt ein Land einmal unter einer deflationären Phase, so war die Gefahr einer selbsterhaltenden bzw. Sinkende Preise und Einkommen führten zu einer merklichen Kaufzurückhaltung der Konsumenten, da diese mit weiter sinkenden Preisen bzw.

Die sinkende Nachfrage wiederum bewirkte eine niedrigere Auslastung der Produktionskapazitäten oder gar Insolvenzen und damit weiter sinkende Preise und Einkommen. Aufgrund der negativen Auswirkungen auf die Gläubiger, z. Banken, schränken diese ihre Kreditvergabe ein, was die Geldmenge vermindert und Wirtschaftswachstum erschwert.

Diesen Kreislauf bezeichnet man im Allgemeinen als Deflationsspirale. Seit dem Aufkommen keynesianischer und monetaristischer Theorie gilt Deflation als verhinderbar. Wenn sich eine Volkswirtschaft im Abschwung eines Konjunkturzyklus befindet, reagieren die Menschen vorsichtig. Sie erwarten, dass sich ihre Einkommenslage verschlechtern wird, sie fürchten um ihren Arbeitsplatz , und geben deshalb in der Erwartung eines zukünftig geringeren Einkommens und der daraus resultierenden Haltung der Existenzsicherung weniger Geld aus.

Eine vermehrte Zunahme der persönlichen finanziellen Rücklagen setzt allenfalls dann ein, wenn der Zustrom an Geld für die Person nicht so stark sinkt wie der Abfluss an Geld.

Auch die Unternehmen halten sich zurück. Es wird nur das Nötigste gekauft und wenig investiert sogenannte Investitionszurückhaltung. Dieser Nachfragerückgang führt dazu, dass Unternehmen geringere Umsätze bzw. Insgesamt sinkt nun die Gesamtgüternachfrage bei ungefähr gleich bleibendem Güterangebot Nachfragelücke. Grundsätzlich sind geringere Bedürfnisse die Ursache von Konsumzurückhaltung. Ob diese geringeren Bedürfnisse aus Selbstbeherrschung oder mangelndem Geld resultieren ist eine andere Sache.

Dieses Phänomen ist zurzeit in Japan zu beobachten Stand: Besonders durch das Platzen von Spekulationsblasen wie z. Immobilienblasen kommt es zu einer Vermögensdeflation, vor allem, wenn die Vermögensgegenstände durch Kredite finanziert worden sind. Die sinkenden Vermögenspreise führen dann zur Überschuldung von Haushalten, wodurch es zu Kreditausfällen kommt und auch die Banken in Bedrängnis geraten. Da nun weniger neue Kredite vergeben werden als auslaufen und ausfallen, sinkt die Geldmenge.

Die Konsumenten können ebenfalls ihre Konsumausgaben kaum noch mit Krediten finanzieren, so dass in der Volkswirtschaft die Nachfrage zurückgeht. So kann die Vermögensdeflation eine allgemeine Deflation auslösen. Wenn diese Wetten zusammenbrechen, müssen fieberhaft Vermögensanlagen verkauft werden, deren Preise durch das gleichzeitige hohe Angebot kollapsartig verfallen. Eine solche Spirale nach unten übersteigt die sog.

Lohndeflation zu einem sich kumulativ selbstverstärkenden Prozess in einer Volkswirtschaft, bei dem Güter- und Faktorpreise gleichzeitig fallen. Dieses Phänomen wird als Liquiditätsfalle bezeichnet: Aufgrund verfestigter Deflationserwartungen in der Wirtschaft bieten selbst nominale Zinsen von Null Prozent keine Anreize für die Kreditvergabe durch Geschäftsbanken an Investoren oder Konsumenten. Die Kreditrisiken der Gläubiger gegenüber den potenziellen Schuldnern werden von den Gläubigern aufgrund der allgemeinen Unsicherheit über die zukünftige Wirtschaftsentwicklung infolge der Deflation höher als die durch die Kreditvergabe für die Gläubiger erzielbaren Zinserlöse angesehen.

Kreditrationierung durch die Kreditinstitute verhindert dann, dass die potenziell vorhandene Liquidität durch die Nullzinspolitik der Zentralbank in effektive Nachfrage bei Investoren und Konsumenten umgesetzt werden kann, was über steigende Kreditvergabe durch Geschäftsbanken durchaus möglich wäre.

Erst wenn wieder Vertrauen in der Wirtschaft auf ein nahes Ende der Deflation entsteht, löst sich die Liquiditätsfalle, in der die Geldpolitik steckt, auf, und der normale Wirkungszusammenhang stellt sich wieder her.

Eine weitere mögliche Quelle für Deflation ist der Staatssektor. Wenn eine Regierung die Staatsausgaben drastisch kürzt, etwa um das Budgetdefizit zu verringern oder einen Budgetüberschuss zu erzielen, fällt die staatliche Nachfrage auf den Märkten kleiner aus, und man gelangt wieder bei gleich bleibendem Angebot zu einer Nachfragelücke.

Erstens im Fall wegbrechender Nachfrage aus dem Ausland wegen dort regional lahmender Konjunktur oder einer Weltwirtschaftskrise. Zweitens durch Aufwertung der eigenen Währung , die die Ausfuhren für die ausländischen Kunden teurer macht. Wenn etwa der Euro gegenüber dem US-Dollar aufwertet, d.

Gleichzeitig macht die Aufwertung der Inlandswährung Importprodukte günstiger und setzt zusätzlich die inländische Produktion unter Druck, die ggf. Beides schlägt sich im inländischen Preisniveau nieder. Wenn ein Land seine Währung etwa durch ein Currency Board an die eines anderen Landes koppelt, das ein höheres Produktivitätswachstum , eine günstigere Entwicklung der Lohnstückkosten o. Letzteres führt in Richtung Deflation. Einen analogen Effekt wie feste Wechselkurssysteme haben Währungsunionen.

Mathematisch wird in diesem Zusammenhang zwischen der einfachen oder linearen Verzinsung und der exponentiellen Verzinsung Zinseszins unterschieden. Effektivzins ist der Zinssatz, der sich aus der Einbeziehung des Nominalzinses und weiterer preisbestimmender Faktoren — beispielsweise Gebühren — ergibt.

Der Zinssatz ist der wesentliche Teil einer Zinsrechnung , bei der zwischen verschiedenen Zinsberechnungsmethoden zu wählen ist; die Zinsstruktur reflektiert verschiedene Zinssätze. Der Verzugszinssatz ist beim Zahlungsverzug vom Schuldner an den Gläubiger zu entrichten. Das Zinsniveau des Marktzinses entscheidet darüber, ob eine Hoch- oder Niedrigzinsphase besteht. Ein Zwischenzins kann sich ergeben, wenn ein Schuldner eine Verbindlichkeit vor dem Tag der Fälligkeit begleicht.

Aristoteles betrachtete den Zins als widernatürlich. Daher ist auch diese Form von Erwerb am meisten wider die Natur. Der walisische Philosoph und Ökonom Richard Price veranschaulichte im Danach sollte der Zins möglichst minimiert werden. Im antisemitischen Klischee des raffgierigen jüdischen Geldverleihers verbinden sich Zinskritik und Rassismus. Weitere Kritikpunkte sind Zeit- und Lohndiebstahl, Wachstumszwang, das annähernd exponentielle Anwachsen der Staatsschulden, die Ungleichbehandlung durch fehlende Einheitszinsen, das Weiterreichen von versteckten Zinsen, die in allen Produkten enthalten sind, an die Endverbraucher, was zur allgemeinen Verteuerung führt.

Teilweise wird das gegenwärtige Zinswesen mit einem Ponzi-Schema verglichen. Es ist nicht mehr erforderlich, dass die Zinsschuld in zeitlich nacheinander folgenden Teilbeträgen entrichtet wird.

Vielmehr kann die betreffende Summe auch auf einmal geleistet werden; es ist sogar möglich, den Gesamtbetrag von vornherein von der auszuzahlenden Kreditsumme einzubehalten. Nach herrschender Meinung sind Zinsen die laufzeitabhängige , gewinn- und umsatzunabhängige, in Geld oder anderen vertretbaren Sachen zu entrichtende Vergütung für den Gebrauch eines auf Zeit überlassenen Kapitals. Ansonsten ist die vertraglich vereinbarte Zinshöhe gesetzlich nicht begrenzt, weil die freie Zinsvereinbarung als Teil der Vertragsfreiheit gilt.

Gesetzliche Schranken der Zinshöhe sind Sittenwidrigkeit und Zinswucher. Nicht einmal die Gleichartigkeit von Zins und Hauptschuld ist erforderlich. Ohne deren Bestand können Zinsen nicht selbständig entstehen. Das Darlehen muss zudem ausgezahlt worden sein.

Wenn der Hauptanspruch erlischt, endet die Zinspflicht sogleich. Zinsänderungs- oder Zinsgleitklauseln stellen Preisanpassungsklauseln dar, die den Kreditinstituten gestatten, den bei Vertragsabschluss festgelegten Preis nachträglich zu ändern. Die Kreditinstitute verfolgen hiermit das rechtlich anerkannte Ziel, Zinsänderungen auf den Kapital- und Geldmärkten an ihre Kunden weiterzugeben, ohne dass es einer Vertragsänderung bedarf.

Eine solche Klausel hält der gerichtlichen Inhaltskontrolle stand. Deshalb sind derartige unzumutbare Klauseln in Sparverträgen nichtig. Dabei erkennt die Rechtsprechung an, dass insbesondere der Zinssatz den wechselnden und bei Vertragsabschluss meist nicht überschaubaren künftigen Refinanzierungsmöglichkeiten angepasst werden muss.

Bonitätsorientierte Zinsänderungsklauseln knüpfen die Höhe des vom Kreditnehmer zu zahlenden Zinssatzes an das sich aus dem aktuellen Rating ergebende Ausfallrisiko des Kreditnehmers. Dieser allein kann seine eigene Bonität und damit diese Art der Zinsänderung beeinflussen.

Auslöser einer Zinsänderung sind somit nicht veränderte Marktzinsen, sondern alleine die etwaigen Ratingveränderungen des Kreditnehmers. Dadurch soll erreicht werden, dass die Kreditmargen mit der Erhöhung des Ausfallrisikos also mit Ratingverschlechterung automatisch ansteigen sollen und umgekehrt, ohne dass es hierzu neuer vertraglicher Vereinbarungen bedarf.

Diese Abwälzung des Bonitätsänderungsrisikos auf den Kreditnehmer ist anerkannt, wie auch die Ansprüche auf Nachbesicherung [63] zeigen. Diese Art der Zinsänderungsklauseln ist von der Rechtsprechung ebenfalls anerkannt.

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Zins Begriffsklärung aufgeführt. Politik, Buch I, b, ; Meiner Verlag Zinsgeschäft Einkommen Finanzmarkt Finanzierung.

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